25 Jahre UBT – “Verlässliche bürgerliche Mitte”

Manfred Maximini hob die heutige UBT vor 25 Jahren aus der Taufe. Foto: privat

TRIER. 25 Jahre “Unabhängige Bürgervertretung Trier” (UBT) – rund 90 Mitglieder haben das Jubiläum des einst von Manfred Maximini aus der Taufe gehobenen Vereins im Hotel “Deutscher Hof” gefeiert. Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) machte seine Aufwartung, und der aktuelle UBT-Chef Hans-Alwin Schmitz umriss die Position des Vereins, der im Stadtrat mit vier Köpfen vertreten ist und zwei Ortsvorsteher stellt: “Wir sind die verlässliche bürgerliche Mitte.”

Selbstverständlich standen die Mitglieder im Zentrum des Abends, vor allem jene, die seit der Gründung 1992 dabei sind. Sie seien, so Schmitz, “der Rückhalt und das Kraftzentrum für das kommunalpolitische Engagement der UBT”. Schmitz begründete erneut die Namensänderung des Vereins zu Beginn des Jahres. Die sei deswegen nötig geworden, “weil wir mehr und mehr unser Alleinstellungsmerkmal verloren hatten: Die UBT ist politisch nur in Trier aktiv”. Mit neuem Namen und der Porta im Schriftzug sei dies nun für alle sichtbar.

Politisch, so Schmitz, stehe die UBT “weder im linken und erst recht nicht im rechten Lager”. Vielmehr sei der Verein Garant für “die verlässliche bürgerliche Mitte”. “Wir sind nicht ideologisch vorbelastet und entscheiden stets zum Besten der Stadt und der Bürger, ohne Weisungen aus Berlin oder Mainz”, sagte der UBT-Chef. Was den Verein seit seiner Gründung auszeichne, sei “praktizierte Bürgernähe”.

Respekt für die Arbeit der UBT kam an diesem Jubiläums-Abend auch von Oberbürgermeister Leibe für die “konstruktive Mitgestaltung der Stadtpolitik”. Das erhoffe er sich auch bei den Herausforderungen der nahen Zukunft: bezahlbaren Wohnraum schaffen, die städtischen Schulen und Sporthallen sanieren und modernisieren, die Zukunft des Theaters sichern, und den Haushalt in geordnete Bahnen bringen. Das gelinge nur, so Leibe, sofern Rat und Verwaltung “vertrauensvoll und konstruktiv zusammenarbeiten”. Dazu habe die UBT in der Vergangenheit beigetragen, darauf hoffe er auch künftig.

“Herausforderungen stellen”

Manfred Maximini ließ 25 Jahre Vereinsgeschichte in konzentrierter Form Revue passieren. Dabei ging er vor allem auf die Schwierigkeiten bei der Gründung ein, aber auch auf “den Mut und den Optimismus der Gründungsmitglieder sowie den politischen Realitätssinn, der den Verein stets begleitet hat, sowohl in den Höhen des ersten überwältigenden Wahlerfolges, aber auch in den Zeiten der Rückschläge”. Das Motto der ersten Wahlkampagne “Menschlichkeit hat Vorfahrt – Handeln für Trier” habe, so Maximini, nicht an Aktualität verloren, “weil wir es stets neu verwirklichen müssen”.

17 Vereinsmitglieder wurde für ihre Treue zum Verein geehrt. Foto: privat

Maximinis Blick ging aber auch in die Zukunft, verbunden mit dem Wunsch an die Mandatsträger, den gleichen Mut, den gleichen Optimismus und den gleichen Realitätssinn, der die Gründungsgeneration geprägt habe, auch jetzt zu beweisen. “Heute ist es allerdings schwieriger als damals, in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden”, sagte der Ehrenvorsitzende. “Gute Ideen und Anträge allein genügen nicht mehr, um im Konkurrenzkampf der politischen Meinungen zu bestehen. Bescheidenheit und Leisetreterei sind hier keine Tugenden, sondern eher hinderlich, vor allem wenn man jüngere Menschen ansprechen und für die eigene Sache gewinnen will.”

Dieser Herausforderung müsse die UBT sich stellen. “Mediale Präsenz und Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit sind wichtig, wirksamer jedoch, um neue Mitglieder zu gewinnen, sind die direkte, persönliche Ansprache und ein überzeugendes Beispiel kommunalpolitischen Engagements”, betonte Maximini.

Insgesamt 17 Mitglieder, die seit der Gründung 1992 dabei sind, wurden geehrt. Darunter auch zwei über 90-Jährige. Alle erhielten als Zeichen der Wertschätzung eine Urkunde und ein Präsent. Der Jubiläumsabend, des Vereins, der sich ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziert, endete mit einem “trierischen Buffet” und zwanglosen Gesprächen bei musikalischer Begleitung des Vereinsmitgliedes Franz-Rudolf Maier. Die musikalische Gestaltung des Abends lag beim A-Cappella-Vocal-Ensemble “Pop Con” aus Trier-Kürenz unter der Leitung von Konrad Degenhardt. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Politik Hinterlasse einen Kommentar

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