2,54 Millionen Euro für den Nikolaus-Koch-Platz

Bauleiter Denis Balzer vom städtischen Tiefbauamt erläutert Tamara Ulrich das geplante Bauvorhaben. Foto: Björn Gutheil

TRIER. Bei größeren Projekten verweist Andreas Ludwig gerne auf seine Lebenserfahrung: “Bauen ist immer ein Abenteuer.” Was der gelernte Architekt und Baudezernent der Stadt Trier damit sagen will, liegt auf der Hand: Jedes Bauvorhaben bringt unvorhersehbare Unwägbarkeiten mit sich. Im Fall der Neugestaltung des Nikolaus-Koch-Platzes hoffen aber alles Beteiligten darauf, dass diese so gering wie möglich ausfallen werden.

“Warum findet diese Maßnahme überhaupt statt?” Eine Frage, die aktuell in der Stadt gar nicht so selten in den Raum gestellt wird. Der Baudezernent kann das verstehen, schließlich scheint auf den ersten Blick doch alles in Ordnung. Was aber nicht in Ordnung ist, das zeigt Ludwig sofort auf. “Die Verkehrsführung ist nicht klar erkennbar, die Barrierefreiheit an den Haltestellen und den Straßenquerungen nicht gegeben, die Baumwurzeln haben das Pflaster gehoben und die Verkehrswege zu einer Berg-und-Tal-Bahn gemacht.”

Und mit dieser Aufzählung ist der Dezernent noch nicht am Ende angekommen: “Der ÖPNV erhält eine Busbeschleunigung, neue Unterstände an den Haltestellen mit einem modernen Fahrplan-Infosystem, die Fußgänger bekommen in bestimmten Abschnitten verbreiterte Gehwege, ein zusätzlicher Fußgängerüberweg an der Justizstraße wird eingerichtet, Radfahrer werden den Nikolaus-Kochplatz künftig in beide Richtungen befahren können, Bäume werden neu gepflanzt, bestehende Baumstandorte vergrößert, neue Sitzgruppen und eine neue Beleuchtung mit kostenlosem WLAN-Netz installiert.”

Arbeiten beginnen am Dienstag, 3. April

Ein ehrgeiziges Vorhaben, das wegen der Größe und detailreichen Arbeiten nicht in diesem Jahr zu Ende gebracht werden kann und sich in das kommende Jahr hineinziehen wird. Für die Baukosten rechnet die Stadt mit 2,54 Mio. Euro, alleine die Tiefbauarbeiten schlagen mit 1,92 Mio. Euro zu Buche. Auch die Stadtwerke beteiligen sich an den Kosten. Für die Leitungserneuerung wird sich ihr Anteil auf 0,62 Mio. Euro belaufen.

Am Dienstag nach Ostern, 3. April, soll das Bauvorhaben in Angriff genommen werden. Dann kommen die Bagger, werden als erste Maßnahme die Verkehrsinsel an der Justizstraße entfernen. Vorher aber wird noch die Ampelanlage demontiert und durch eine mobile Anlage ersetzt.

Während der Bauarbeiten soll die gewohnte Verkehrsführung für die Busse in beiden Verkehrsrichtungen über die Justizstraße beibehalten werden. Die Haltestelle Justizstraße in Richtung Pferdemarkt wird in die Zuckerbergstraße verlegt, gegenüber der Einfahrt des City Parkhauses.

Im Verlauf des zweiten Bauabschnittes ist eine Sperrung der Kreuzung Böhmerstraße/Metzelstraße erforderlich. Dem soll in der Metzelstraße mit der Aufhebung der Einbahnstraßenregelung begegnet werden. Die Ein- und Ausfahrt in die Metzelstraße erfolgt dann über die Zuckerbergstraße/Stresemannstraße.

Ab dem 3. Bauabschnitt gibt es eine Sperrung der Zufahrt über den Nikolaus-Koch-Platz über die Böhmerstraße. Die Einbahnstraßenregelung in der Metzelstraße bleibt aufgehoben. Die Zufahrt zum Hotel Park Plaza, zur Tiefgarage und zur Galeria Kaufhof (Lieferverkehr) erfolgt über die Metzelstraße.

“Wir rechnen alles in allem mit einer Baudauer von voraussichtlich 18 Monaten”, sagt der Dezernent, wobei ihm das Wörtlichen “voraussichtlich” besonders wichtig ist. Denn wie schon eingangs erwähnt: “Bauen ist immer ein Abenteuer…” (rl)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Politik 2 Kommentare

2 Kommentare zu 2,54 Millionen Euro für den Nikolaus-Koch-Platz

  1. Christian Meyer

    Wüsste gerne mal was mit den Parkplätzen für Motorräder passiert und wo diese wärend der Bauzeit Parken können?Und sind wieder Parkmöglichkeiten dort für Motorräder vorgesehen?

     
  2. Biewerer

    “Bei größeren Projekten verweist Andreas Ludwig gerne auf seine Lebenserfahrung: “Bauen ist immer ein Abenteuer.” Was der gelernte Architekt und Baudezernent der Stadt Trier damit sagen will, liegt auf der Hand: Jedes Bauvorhaben bringt unvorhersehbare Unwägbarkeiten mit sich.” tja, das hat er sich bei dem Neubau der Mäusheckerhalle wohl auch gedacht. Zum Glück ist es noch aufgefallen, das man von den geplanten Zuschauerrängen wohl keinen Blick auf die Handballtore gehabt hätte. Seine Aussage gegenüber dem Volksfreund, das man sowieso den Basketball bei der Planung in der Mäusheckerhalle vor dem Handball favorisiert hätte, ist eine Frechheit. “Die Halle nochmal von vorne zu planen, kommt für Baudezernent Ludwig allerdings nicht infrage. „Handball war für diese Halle nicht als Schwerpunkt gesetzt, es soll keine zweite Arena werden“, Quelle: Trierischer Volksfreund, 14.03.2018: “Neue Halle, schlechte Sicht”. Hat Herr Ludwig eigentlich überhaupt Ahnung, wer da wo früher und jetzt Vereinssport betreibt!? Da spielte die HSG Biewer-Pfalzel in der Regionalliga Handball! Nein, genau anders wird ein Schuh draus: Für Basketball haben wir eine große Halle in Trier, die Arena, hier geht es um die Vereine von Biewer, Pfalzel und Ehrang sowie die Schulen, die wieder eine ordentliche Halle für den Handball brauchen, und nicht immer alles nur für den Basketball, wo die meisten Leute eh nur hingehen weil es “cool” ist und angesagt, und wichtig ist es natürlich dort gesehen zu werden!! Eine unsägliches Versagen und eine unsäglich Arroganz seitens der Stadtverwaltung!

     

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