Die innere und äußere Sicherheit in Europa

Alfred Grosser. Foto: Veranstalter

ECHTERNACH. Am 5. April, 20 Uhr, ist der bedeutende deutsch-französische Intellektuelle Alfred Grosser zu Gast im Trifolion Echternach. In der diesjährigen Vortrags- und Talkreihe “Horizonte” zum Thema Frieden spricht er mit dem Juristen und Kunsthistoriker Manfred Osten über die Zukunft sowie die innere und äußere Sicherheit Europas. Im zweiten Veranstaltungsteil ist das Publikum wie immer eingeladen, mit dem Redner in den Dialog zu treten, Fragen zu stellen und mit zu diskutieren.

Trotz Brexit, trotz negativer Haltung im Osten: Es gibt noch eine Europäische Union. Sie sollte sich nicht, im Namen der Sicherheit und der Bequemlichkeit, nach außen abgrenzen und auch nicht nach innen Abgrenzung fördern. Als Alfred Grosser, der vor dem Nationalsozialismus flüchten musste, 1975 mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels geehrt wurde, galt diese Ehrung bereits dem großen Thema des Trifolion Horizonte: der innere und der äußere Frieden. Denn wie kaum ein anderer hat Grosser diesen Frieden gefördert als Vermittler zwischen Frankreich und Deutschland, zwischen Christen und Juden, zwischen Europäern und Menschen anderer Nationen. Er ist hierbei jener Lebensmaxime gefolgt, die im Zentrum des Gesprächs stehen soll: “Richtig denken, das heißt gerecht denken”.

Alfred Grosser gilt als einer der bedeutendsten deutsch-französischen Publizisten und Soziologen. 1925 in Frankfurt am Main geboren, emigrierte seine jüdische Familie 1933 nach Frankreich, wo Grosser in Paris sein Studium in Politikwissenschaften und Germanistik aufnahm, seine Promotion abschloss und anschließend einen Lehrstuhl am Institut d’EtudesPolitiques innehatte. Seit jeher engagiert er sich für die Verständigung und Aussöhnung von Deutschland und Frankreich. 1975 erhielt Grosser den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Manfred Osten, ist Jurist und Kulturhistoriker. Er studierte Rechtswissenschaften, Philosophie, Musikwissenschaften und Literatur in Hamburg und München, sowie Internationales Recht in Luxemburg. 1969 trat er in den Auswärtigen Dienst ein, wo er in deutschen diplomatischen Missionen in Paris, Kamerun, Tschad, Australien und Japan tätig war. Unterdessen stand er im Ministerium in Bonn einer Vielzahl unterschiedlicher Referate vor: “Südliches Afrika“, “Dritte Welt Politik“ oder “Osteuropa“. Von 1995 bis 2004 war er Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung. (tr)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Die Reporter-Meldungen, Featured Hinterlasse einen Kommentar

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