Abschied nach 43 Jahren Bitburger

Jan Niewodniczanski (Geschäftsführer Technik und Umwelt), Alfred Müller (Geschäftsführer Finanzen und Verwaltung) und Klaus Adam (Vorsitzender der Aufsichtsgremien der Bitburger Holding und Bitburger Braugruppe) (v.l.) während der Feierstunde in der Stadthalle. Foto: Unternehmen

BITBURG/REGION. 43 Jahre lang war Alfred Müller, Geschäftsführer Finanzen und Verwaltung, für die Bitburger Braugruppe tätig. Gestern ist der langjährige Bitburger Geschäftsführer während einer großen Feierstunde mit über 200 geladenen Gästen von Gesellschaftern, Mitgliedern der Aufsichtsgremien, seinen Geschäftsführungskollegen, dem Betriebsrat, Mitarbeitern, hochkarätigen Branchenvertretern und langjährigen Geschäftspartnern in den Ruhestand verabschiedet worden.

Klaus Adam, Vorsitzender der Aufsichtsgremien der Bitburger Holding und der Bitburger Braugruppe, dankte in seiner Ansprache dem 64-Jährigen für dessen großen Verdienste um das Unternehmen: “Alfred Müller kann nach 43 Jahren Tätigkeit für die Unternehmensgruppe, davon 20 Jahre in der Geschäftsführung der Braugruppe und parallel drei Jahre in der Geschäftsführung der Holding, eine Erfolgsbilanz vorweisen: Er hat maßgeblich zur Fortentwicklung eines effizienten betriebswirtschaftlichen Instrumentariums sowie modernen Personalwesens als unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensführung beigetragen.“

Technik-Geschäftsführer Jan Niewodniczanski würdigte seinen langjährigen Geschäftsführungskollegen in der Feierstunde in der Bitburger Stadthalle zudem als einen wichtigen und überaus geschätzten Ratgeber: “Alfred Müller hat sich täglich Gedanken um die Belange der Belegschaft und die Zukunft des Unternehmens gemacht. Diese Einstellung, die er uns mit Leidenschaft in der Geschäftsführung vorgelebt hat, hat ihn von Anfang an für mich zum ersten Ansprechpartner meiner Wahl gemacht.”

1952 in der Eifel geboren, absolvierte Müller nach der Schulausbildung zunächst eine landwirtschaftliche Lehre und legte in diesem Beruf auch seine Meisterprüfung ab. Am 1. April 1974 trat er in die Brauerei ein, wo er wenige Monate später eine Umschulung zum Industriekaufmann begann. Dank seines hohen technischen Verständnisses und seiner engen Vertrautheit mit den Unternehmensstrukturen übernahm er schnell verantwortungsvolle Aufgaben und Projekte. In den 1980er Jahren baute er zunächst als Handlungsbevollmächtigter und ab 1984 als Bereichsleiter das moderne Controlling auf.

Im Jahr 1997 schlug der damalige Geschäftsführer Personal und Finanzen und Vertreter der sechsten Familiengeneration, Thomas Niewodniczanski, Müller persönlich als seinen Nachfolger vor. Zum ersten Mal folgte kein Mitglied der Familie in der Geschäftsführung nach. Eine Auszeichnung und ein Vertrauensbeweis zugleich, wie auch Adam in seiner Rede unterstrich.

Müller, der sich in seinem Ruhestand vor allem seiner Familie und seinen Enkelkindern widmen möchte, blickt mit viel Stolz und Dankbarkeit auf die vergangenen 43 Jahre bei der Bitburger Braugruppe: “Ich habe viel Unterstützung und Rückhalt durch Gesellschafter, Geschäftsführungskollegen und natürlich meine Mitarbeiter erfahren, wir haben gemeinsam viele spannende und auch schwierige Projekte auf den Weg gebracht”, so Müller. “Ich bin mir sicher, dass die Braugruppe, so gut wie sie jetzt aufgestellt ist, auch die nächsten 200 Jahre erfolgreich sein wird”, betonte der scheidende Finanzchef mit Blick auf das diesjährige Jubiläum der Bitburger Brauerei.

Das Ressort Finanzen und Verwaltung wird fortan allein von Stephan Fahrig verantwortet, der bereits seit Herbst 2016 als Geschäftsführer gemeinsam mit Alfred Müller diesen Geschäftsbereich leitete. (tr)


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