AfD begrüßt Entscheidung zum Theater

Die AfD begrüßt die jüngste Entscheidung zum Trierer Theater.

Die AfD begrüßt die jüngste Entscheidung zum Trierer Theater.

TRIER. Der Kreisverband Trier der Alternative für Deutschland begrüße die Entscheidung von Kulturdezernent Thomas Egger, die Pläne für den Neubau des Theaters vorläufig auf Eis zu legen. Damit reagiere der Dezernent auf den öffentlichen Druck, der insbesondere durch die Forderung der AfD nach einem Bürgerentscheid für dieses kostspielige Projekt entstanden sei, erklärt Partei- und Fraktions-Chef Michael Frisch. Auch die Haltung der Stadtratsfraktionen habe sich nach der Ankündigung, die Trierer selbst zu fragen, spürbar verändert. “War bis vor wenigen Wochen die AfD noch die einzige Fraktion, die sich aufgrund der Finanzsituation der Stadt gegen einen Neubau positionierte, so ist mittlerweile ein deutliches Abrücken von dieser Maximalvariante zu erkennen”, so Frisch.

“Es ist erfreulich, dass wir mit unserer Intervention in Sachen Theater einen ersten Erfolg verbuchen konnten. Dadurch wird jetzt endlich nach bezahlbaren Alternativen im Interesse der Stadt und ihrer Bürger gesucht”, betont der AfD-Chef. Die Alternative hatte jüngst ihre Forderung nach einem Bürgerentscheid zum Theater-Neubau bekräftigt.

Die von Egger ins Gespräch gebrachte Lösung, Sanierung plus kleinerer Neubau an anderem Standort, halte die AfD jedoch für ungeeignet, “den von uns vorgebrachten Anliegen gerecht zu werden”. 45 Millionen Euro plus X zuzüglich erhöhter laufender Betriebskosten seien angesichts der Finanzlage der Stadt und anderer dringender Baustellen ebenfalls nicht zu verantworten. “Mit Sicherheit”, so Frisch, “würden wir auch ein solches Projekt den Bürgern zur Entscheidung vorlegen, weil es hier um eine langfristige Prioritätensetzung geht. Für uns darf es keine Tabus in der Theaterfrage mehr geben. Selbst eine Spartenreduzierung muss als Option betrachtet werden, sollte es keine andere wirtschaftlich vertretbare Lösung geben. Für uns wäre es jedenfalls nicht akzeptabel, wenn städtische Wohnungen, Turnhallen und Schulen verfallen, während zweistellige Millionenbeträge in die Theaterkultur fließen.”

Völlig unverständlich sei, warum die Verwaltung die Kosten für die Sanierung des Altbaus nicht einmal geprüft habe, kritisiert Frisch. Anstatt verschiedene Alternativen ernsthaft in Erwägung zu ziehen, habe Egger sich voreilig auf die Variante Neubau festgelegt – “und dies, obwohl nicht einmal klar war, in welcher Höhe mit Landeszuschüssen zu rechnen ist”. Dadurch seien der Stadt erhebliche Planungskosten entstanden, die jetzt wohl abgeschrieben werden müssten.

Auch die Erklärung, durch Oberbürgermeister Wolfram Leibe sei man erstmals mit Problemen konfrontiert worden, auf die man keine Antworten habe finden können, klinge alles andere als überzeugend. “Wenn ein Dezernent in seinem eigenen Ressort Nachhilfeunterricht durch einen neuen OB benötigt”, so Frisch, “dann muss er sich zurecht kritische Fragen stellen lassen.” (tr/et)

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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen Hinterlasse einen Kommentar

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