Aktuell mehr Ausbildungsplätze als Jugendliche

Das Gebäude der Agentur für Arbeit in der Dasbachstraße.

TRIER. ‟150.000 Jugendliche haben keine Lehrstelle‟ titelte jüngst ‟Spiegel online‟. Anlass für diese Schlagzeile war ein Bericht der Bundesagentur für Arbeit, wonach Tausende Jugendliche trotz offener Stellen noch keinen Arbeitsplatz haben. Nach Angaben der Agentur für Arbeit seien es 2400 mehr als im Vorjahr, so das Online-Medium.

Der reporter wollte wissen, wie die Situation in der Region aussieht und befragte dazu Heribert Wilhelmi, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Trier, und seinen Pressesprecher Benjamin Koerfer.

Heribert Wilhelmi: “Es gibt noch genug Stellen für die unversorgten Bewerber”

“Es gibt noch 1496 Ausbildungsplätze für 674 Bewerber”

Die Arbeitsprofis zeichnen für die Region Trier ein positives Bild. ‟Es stimmt, der Ausbildungsmarkt geht derzeit in die finale Phase‟, bestätigt Heribert Wilhelmi. Anhand einiger Zahlen macht er aber deutlich, dass sich der Bundestrend in der Region nicht widerspiegelt. Seit Beginn des Jahres hätten sich 3.209 Bewerber bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit gemeldet. ‟Von diesen konnten 2.535 versorgt werden. Allein 1.488 werden eine Berufsausbildung aufnehmen, 389 werden studieren oder sich durch den Besuch einer weiterführenden Schule höher qualifizieren. Andere stellen sich für gemeinnützige und soziale Dienste zur Verfügung oder beginnen eine Erwerbstätigkeit‟, so der Leiter der Arbeitsagentur. Und weiter: ‟Derzeit werden noch 674 Bewerber durch die Berufsberatung der Agentur für Arbeit dabei unterstützt eine Ausbildungsstelle zu finden. Gegenüber dem Vorjahr ist somit ein Rückgang an unversorgten Bewerbern von 135 Personen bzw. 16,7 Prozent zu verzeichnen.”

Diesen unversorgten Bewerbern stehen aktuell noch 1.496 unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber. ‟Es lohnt also weiterhin sich um eine Ausbildung zu bemühen, denn es gibt noch genug Stellen für die unversorgten Bewerber. Auch betroffene Unternehmen können noch mit Unterstützung der Agentur für Arbeit versuchen die offenen Stellen zu besetzen und so verhindern, dass ihnen mittelfristig Fachkräfte fehlen“, sagt Heribert Wilhelmi.

Die Unterstützung erfolgt über den gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und der Jobcenter. Dieser ist zu erreichen unter Trier.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de oder telefonisch unter der 0800 4 5555 20. (rl/tr)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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