Albrecht, Teuber, Nöhl – Vereint in Politik und Liebe

“Kleiner Mann, was nun?” ist gleichsam tragische Liebesgeschichte …

TRIER. Mit “Kleiner Mann, was nun?” nach dem berühmten Roman von Hans Fallada bringen “Frosch Kultur” und “Tufa Tanz” ein außergewöhnliches Stück auf die Bühne der ehemaligen Tuchfabrik in der Wechselstraße. In der Inszenierung von Karsten Müller wirken unter anderem die Kommunalpolitiker Jutta Albrecht, Sven Teuber und Markus Nöhl in ungewohnten Rollen mit. Aus Videopassagen heraus interagieren sie mit den realen Schauspielern auf der Bühne. Premiere ist am Donnerstag, 9. November, 20 Uhr, in der Tufa.

Einerseits ist Tankred Dorsts und Peter Zadeks Revue nach Hans Falladas berühmtem Roman eine tragische Liebesgeschichte: Lämmchen und Hans Pinneberg suchen in schwierigen Zeiten nach einem Platz an der Sonne. “Nur nicht arbeitslos werden!” ist ihr größter Wunsch. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse…

Andererseits ist das Stück eine politische Parabel: Hans Fallada beschreibt eine Zeit, die größte Wachsamkeit erfordert hätte. Die Armutsschere öffnet sich weiter, und extremistische Parteien polarisieren die Wählerschaft. Randgruppen werden stigmatisiert und der Druck auf Teile der Bevölkerung erhöht. Klingt das tagesaktuell? Nun, eigentlich spielt die Geschichte im Jahre 1932…

… wie politische Parabel.

In der Inszenierung von Karsten Müller spielen, singen und tanzen Katja Büdinger und Sebastian Gasper, Monika Wender und Kammerschauspieler Manfred-Paul Haenig. Darüber hinaus sind zahlreiche Prominente aus der Trierer Politik und Kultur als Gäste beteiligt. Aus Video- und Audiopassagen heraus interagieren sie mit den realen SchauspielerInnen auf der Bühne. Die zahlreichen Originale aus Falladas Werk verkörpern Jutta Albrecht, Tabea Biewen, Claudia Dylla, Martin Folz, Sandra Karl, Laas Koehler, Johannes Kolz, Markus Nöhl, Peter Stablo, Sven Teuber und Michael Thielen.

Die Klavierbegleitung übernimmt Klauspeter Bungert; Schirmherr ist Markus Nöhl, Kulturpolitischer Sprecher der Trierer SPD-Fraktion.

Die Produktion wird im Bundesprogramms “Demokratie leben” gefördert. Trierer Schulen können sich für einen kostenlosen Besuch der 2017er Aufführungen unter info@theater-frosch.de anmelden.

Premiere ist am 9. November, 20 Uhr, in der Tufa.

Weitere Aufführungen am 14. und 29. November, am 1., 2. und 9. Dezember, am 19., 21. und 25. Januar sowie am 3. Februar. Tickets unter ticket-regional.de. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Featured, Kultur 1 Kommentar

Kommentar zu Albrecht, Teuber, Nöhl – Vereint in Politik und Liebe

  1. Rainer Landele

    “Darüber hinaus sind zahlreiche Prominente aus der Trierer Politik und Kultur als Gäste beteiligt. ”

    aber hallo! wenn schon, dann “feierabendprominente”…

     

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