Am 1. Dezember startet das “Pariser Leben”

Das “Pariser Leben”.. Foto: Theater Trier

TRIER. Für das Theater Trier steht am 1. Dezember, 19.30 Uhr, im Großen Haus die letzte Premiere dieses Jahres an: Das “Pariser Leben”, eine Operette in fünf Akten von Jaques Offenbach. Die musikalische Leitung hat Wouter Padberg.

Verleugnet von der Edelkokotte Metella beschließen die Lebemänner Bobinet und Gardefeu nur noch Liebeleien mit sogenannten Damen von Welt zu beginnen. Für Gardefeu kommt da die schwedische Baronin Christine von Gondremark gerade recht. Der Baron von Gondremarck und seine Frau kommen nach Paris, um sich ganz dem Vergnügen hinzugeben – jeder auf seine Weise. Während er an den schönen  Frauen interessiert ist, will sie das kulturelle Angebot der Metropole genießen. Inmitten von Lebenskünstlern geraten die beiden in einen Strudel der Verwicklungen. Nichts ist, wie es scheint, in dieser Welt. Ein Fest nach dem anderen geht hier über die Bühne: Gardefeu gibt sich als Fremdenführer aus und beherbergt die beiden in seinem Haus. Baron und Baronin von Gondremark lässt er in dem Glauben, in einer äußerst preisgünstigen Dependance des Grand Hôtel zu logieren. Um den Wunsch des Barons nach für Paris typischen Vergnügungen zu erfüllen und gleichzeitig die Baronin von ihrem Mann zu trennen, organisieren Gardefeu und Bobinet für den Baron scheinbar authentische Diners − mit den Hausangestellten verkleidet als Damen und Herren der feinen Gesellschaft. Erst ganz am Ende fallen die Masken und alle besingen ausgelassen die Wonnen des “Pariser Lebens“.

Die Operette zeichnet zwei unterschiedliche Bilder einer überschäumenden Metropole und legt sie übereinander: das klischeehafte Bild der faszinierten und vergnügungssüchtigen Besucher und das Bild, das die Einwohner selbst von ihrer Stadt haben. So wird ein humorvolles, buntes, aber auch kritisches Sittengemälde erschaffen, das vor allem die Lebensfreude und Tatkraft der Menschen zeigt.

Der gebürtige Kölner Jacques Offenbach setzte seiner Wahlheimat Paris mit diesem Stück – anlässlich der Weltausstellung 1867 – ein Denkmal voller Witz und Ironie.

Aufführung in deutscher Sprache

“Pariser Leben“ ist die zweite Inszenierung von Andreas Rosar am Theater Trier. In der Spielzeit 2017/18 führte er bei “Il matrimonio segreto (Die heimliche Ehe)“ Regie und zeigte dem Publikum, dass gute Unterhaltung, Witz und Ironie, Hand in Hand mit exakter und facettenreicher Figurenzeichnung gehen können. (tr)

 

Weitere Aufführungen

Freitag, 07.12.2018 um 19.30 Uhr
Samstag, 15.12.2018 um 19.30 Uhr
Freitag, 28.12.2018 um 19.30 Uhr
Montag, 31.12.2018 um 18 Uhr
Sonntag, 27.01.2019 um 16 Uhr
Dienstag, 26.02.2019 um 19.30 Uhr
Sonntag, 21.04.2019 um 18 Uhr (tr)


Drucken
Erstellt am Autor trier reporter in Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

* Eingabe erforderlich (Pflichtfelder). Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Die Angabe eines Klarnamens ist nicht erforderlich.