ATK-Gala öffnet die Herzen und die Geldbörsen

Da sprach man noch von 5.555,55 Euro für einen Verein, die Rollis. Wenig später aber konnten sich schon alle drei Begünstigten über großzügige Zuwendungen freuen. Mit freuten sich Norbert Friedrich, Werner Dellwing, Alfons Juchem, Johannes B. Kerner, Katarina Barley und Andreas Peters (von links). Fotos: Simon Engelbert

TRIER. Dass die Trierer Karnevalisten trefflich feiern können, muss an dieser Stelle nicht eigens erwähnt werden. Einen ganz besonderen Glanzpunkt setzte aber die diesjährige Gala der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK). Wie jedes Jahr ehrte die ATK einen prominenten Zeitgenossen für dessen soziales Engagement mit dem Kaiser-Augustus-Orden. In diesem Jahr war das der Journalist und Fernsehmoderator Johannes B. Kerner.

Von Simon Engelbert und Rolf Lorig

Mit der Übergabe des Ordens ist auch ein Preis in Höhe von 5.555,55 Euro verbunden, der muss aber an eine soziale Einrichtung weitergegeben werden. Wer an diesem Abend nun vermutet hatte, dass Johannes B. Kerner sich für einen der erhaltenen Vorschläge entscheiden würde, der sollte sich getäuscht sehen. Denn Kerner hatte sich im Internet sowohl über die Dolphins, die Trierer Rollstuhl-Basketballer, wie über den Verein Nestwärme als auch über die Kinderkrebshilfe informiert. Schon am Nachmittag hatte er beim Empfang der Stadt Trier im vertraulichen Gespräch gegenüber den Trierer Journalisten angedeutet, dass er den Betrag vermutlich aufteilen würde und so jeder etwas bekommen werde.

Der Moment der Ordensverleihung: ATK-Präsident Andreas Peters verleiht Johannes B. Kerner den Kaiser-Augustus-Orden der ATK. Mit dabei ATK-Vize Stefan Feltes und Ministerin Katarina Barley.

Und dann wird Geschichte geschrieben

Doch es kam völlig anders. Als ehemaliger Sport-Reporter schlägt Kerners Herz nach wie vor für den Sport. Also entschied er, dass die ATK-Spende den Rollstuhl-Basketballern zugute kommen soll. Da die beiden anderen Organisationen ihn aber ebenfalls mit ihrer Arbeit stark beeindruckt hatten, griff er spontan in die eigene Geldbörse und spendierte beiden Einrichtungen jeweils 5.555.55 Euro. Da waren sowohl ATK-Präsident Andreas Peters und sein Vize Stefan Feltes wie auch das Publikum erstmal aus dem Häuschen.

Doch es sollte noch besser kommen. Die beiden Volksbank-Vorstände Norbert Friedrich und Alfons Juchem zogen nach. Mit der gleichen Spontanität erhöhten sie die Summe der drei Schecks auf jeweils 6.666,66 Euro. Während der Begeisterungssturm noch durch die Halle tobte, setzte Bundesjustizministerin Katarina Barley das Sahnehäubchen: sie erhöhte gleichfalls alle drei Schecks auf 7.777,77 Euro. “Ein denkwürdiger Abend”, sagte ATK-Präsident Andreas Peters begeistert gegenüber dem reporter. Denn dass die Spende in der Region bleiben muss, das steht nicht im Reglement. Johannes B. Kerner, der diesjährige Preisträger, hat mit seiner spontanen Aktion in Trier Geschichte geschrieben. So, wie auch die anderen Spender…


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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