Martin Eich

Mr. 47 Prozent und die Zocker

Eine angeblich verschwundene E-Mail belastet CDU-Chef Udo Köhler. Foto: Rolf Lorig

TRIER. Eine E-Mail kommt angeblich nicht an, ein Fraktionsvorsitzender ins Schwitzen und ein Bewerbungsverfahren in Gang: Die Trierer Union hat ihre Chaostage eingeleitet. Während sich das Kandidatenfeld für die Nachfolge des abgewählten Kulturdezernenten Thomas Egger sortiert und auf drei aussichtsreiche Bewerber reduziert, hat die CDU ein Problem. Ihre beiden Kandidaten sind beschädigt: Stadtrat Thomas Albrecht nennt sich selbst einen “Kunstbanausen”, und Thomas Schmitt, in dieser Woche präsentiert und dem Vernehmen nach Wunschkandidat der Unions-Führung, hat mit seiner politischen Vergangenheit im Saarland zu kämpfen. Von Martin Eich Mehr

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Bruchpilot auf Jobsuche

Seine Website suggeriert Kompetenz: Harald Reinhard, Bürgermeister in Buchenbach. Foto: Screenshot / Homepage H. Reinhard

Seine Website suggeriert Kompetenz: Harald Reinhard, Bürgermeister in Buchenbach. Foto: Screenshot / Homepage H. Reinhard

TRIER. Es ist eine kommunalpolitische Grundregel: Jedes Bewerbungsverfahren kennt seine Absurditäten. Ausnahmen davon gibt es keine, lautet eine andere. In Trier hat die immer noch junge Suche nach einem Nachfolger für den abgewählten Kulturdezernenten Thomas Egger schon zwei Skurrilitäten zu bieten. Nach CDU-Stadtrat Thomas Albrecht – der nach eigener Einschätzung ein Kunstbanause ist, den verkrampft-exaltierten Karl M. Sibelius in der Rolle der Großherzogin Gerolstein für “hervorragend” hält und selbst seine Fraktionskollegen bislang nicht mit kulturpolitischen Geistesblitzen behelligte – hat sich jetzt mit Harald Reinhard ein weiterer Kandidat vorgestellt, dessen Bewerbung in jeder anderen deutschen Großstadt chancenlos wäre. Aber in Trier? Man weiß ja nie. Von Martin Eich Mehr

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Guter Mann

Erfährt viel Zustimmung: Christoph Nix (links), hier mit Frank-Walter Steinmeier, Kandidat für die vakante Stelle des Kulturdezernenten. Foto: Theater Konstanz

Erfährt viel Zustimmung: Christoph Nix (links), hier mit Frank-Walter Steinmeier, ist Kandidat für die vakante Stelle des Kulturdezernenten. Foto: Theater Konstanz

TRIER. Trier will mehr, Trier will Nix: So lässt sich das vorläufige Echo auf die Nachricht zusammenfassen, dass Christoph Nix (62) – Professor, Doppel-Doktor (Rechtswissenschaft und Philosophie), Theaterintendant (früher Nordhausen und Kassel, jetzt Konstanz), Autor, ausgebildeter Rettungssanitäter und Clown – sich um die Nachfolge des glücklosen Kulturdezernenten Thomas Egger beworben hat. Wir haben Stimmen im Internet gesammelt, Theatermacher befragt und Nix’ ehemaligen Chef um eine Bewertung gebeten. Denn nicht nur kommunal, auch national hat die Personalie für Aufsehen gesorgt. Von Martin Eich Mehr

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Der Maßstab

Er könnte auf Thomas Egger folgen: Rechtsanwalt, Professor, Intendant - Christoph Nix. Foto: Ilja Mess

Er könnte auf Thomas Egger folgen: Rechtsanwalt, Professor, Intendant – Christoph Nix. Foto: Ilja Mess

KONSTANZ/TRIER. Es ist ein Bewerber, der alles mitbringt, was sich Stadtrat und Stadtspitze vorgeblich wünschen: Professor Christoph Nix – erfolgreicher Intendant des Theaters Konstanz, promovierter Jurist und promovierter Philosoph – will Kulturdezernent in Trier und damit Nachfolger des im Dezember abgewählten Sozialdemokraten Thomas Egger werden. Von Martin Eich Mehr

Erstellt am Autor Martin Eich in Dossier Theater, Featured, Politik 22 Kommentare

Quatsch im Quadrat

Die Grünen sind "eine Funktionspartei ohne Funktion", schreibt der Feuilletonist und Theaterkritiker Martin Eich. Foto: Tino Lex/Regensburg

Die Grünen sind “eine Funktionspartei ohne Funktion”, schreibt der Feuilletonist und Theaterkritiker Martin Eich. Foto: Tino Lex/Regensburg

Die Trierer Kommunalpolitik taumelt von Affäre zu Affäre. Der Theaterskandal ist juristisch und politisch noch nicht aufgearbeitet, da muss die Vorsitzende der grünen Stadtratsfraktion eine Lüge einräumen. Die politische Klasse Triers steht inzwischen bundesweit unter Beobachtung, vielfach werden die Entscheidungsprozesse an der Mosel kritisch hinterfragt. Was davon ist struktur-, was personen-, was situationsbedingt? Ein Essay von Martin Eich Mehr

Erstellt am Autor Martin Eich in Dossier Theater, Featured, Meinung 10 Kommentare

Kein Sprachgenie, nirgends

Der Feuilletonist und Theaterkritiker Martin Eich kommentiert die Suche nach dem Egger-Nachfolger. Foto: Tino Lex/Regensburg

Der Feuilletonist und Theaterkritiker Martin Eich kommentiert die Suche nach dem Egger-Nachfolger. Foto: Tino Lex/Regensburg

Trier hat in den vergangenen Jahren kulturell an Boden verloren, lebt von der Substanz. Soll die Stadt zur Marke werden, braucht es jetzt große Würfe. Personell bei der Nachfolge von Thomas Egger, aber auch strukturell beim Zuschnitt seines ehemaligen Wirkungskreises: Aus dem thematischen Gemischtwarenladen muss ein Zukunftsdezernat werden. Ein Kommentar von Martin Eich Mehr

Erstellt am Autor Martin Eich in Dossier Theater, Featured, Meinung 8 Kommentare

Für ein neues Stadttheater

Feuilletonist und Theaterkritiker Martin Eich (hier am 25. Oktober bei einer Podiumsdiskussion in Regensburg): "Die Existenz des Theaters wird nicht von denen bedroht, die wie FPD und AfD die Strukturfrage stellen, sondern von Apologeten einer argumentfreien, blinden Weiter-so-Ideologie." Foto: Tino Lex/Regensburg

Feuilletonist und Theaterkritiker Martin Eich (hier am 25. Oktober bei einer Podiumsdiskussion in Regensburg): “Die Existenz des Theaters wird nicht von denen bedroht, die wie FDP und AfD die Strukturfrage stellen, sondern von Apologeten einer argumentfreien, blinden Weiter-so-Ideologie.” Foto: Tino Lex/Regensburg

Die Weichen sind gestellt: Intendant Karl M. Sibelius ist schon weg, Kulturdezernent Thomas Egger wird am Montag folgen. Aber wie geht es mit dem Theater weiter, wenn die beiden Hauptverursacher der gegenwärtigen Krise nicht mehr im Mittelpunkt stehen und die strukturellen Defizite des Hauses vermehrt in den Blick geraten? Ist das Theater überhaupt reformierbar, haben die Stadtratsfraktionen aus der Affäre gelernt? Ein Essay von Martin Eich Mehr

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Theater Trier – Fördern, aber bloß nicht fordern

Die anhaltende Krise am Theater Trier hat nun auch den Landtag beschäftigt.

Die anhaltende Krise am Theater Trier hat nun auch den Landtag beschäftigt.

MAINZ/TRIER. Am Ende, nach einer knapp dreiviertelstündigen Diskussion, formulierte Manfred Geis so etwas wie das inoffizielle Leitmotiv der bisherigen Veranstaltung. “Ich finde es gut, dass wir mal so intensiv über das Thema geredet haben”, resümierte der SPD-Politiker, Vorsitzender des Landtagsausschuss für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur. Wer wollte und gerne subversiven Gedanken nachhängt, konnte für sich im Geiste das “geredet” betonen. Die Krise des Trierer Theaters war Thema im Ausschuss des Mainzer Landtag. CDU und FDP hatten Anfragen an Kulturminister Konrad Wolf (SPD) gestellt. Mehr

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