Bahnlärm – “Umfangreiche Maßnahmen notwendig”

Treffen mit dem Vorstand der DB Schenker Rail AG in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz. Foto: Stefan Sämmer / Staatskanzlei

Treffen mit dem Vorstand der DB Schenker Rail AG in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz. Foto: Stefan Sämmer / Staatskanzlei

TRIER/MAINZ. Am vergangenen Freitag hat sich die Landesregierung um Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) mit dem Vorstand der DB Schenker Rail getroffen (wir berichteten). Im Meinungsaustausch wurde unter anderem das Problem des Bahnlärms thematisiert. Nach Angaben der Staatskanzlei waren sich beide Seiten darin einig, dass vermehrte Anstrengungen zur Reduzierung des Lärm durch den Güterverkehr unternommen werden müssten.

Dreyer betonte erneut, dass “die zügige Umrüstung von Güterwagen auf lärmärmere moderne Bremssysteme für die Landesregierung ein vorrangiges Ziel ist”. Die Regierungschefin hatte bereits im Interview mit dem reporter angekündigt, sich für die Reduzierung des Bahnlärms durch den Güterverkehr einsetzen zu wollen.

“Wir sind uns als DB Schenker Rail unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und sind energisch dabei, unseren Wagenpark leise zu machen”, unterstrich Alexander Hedderich, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Bei diesem wichtigen Thema, das auch die Marktposition der Unternehmen in dem stark auf Wettbewerb ausgerichteten Feld der Transportdienstleistungen berührt, wollen die Landesregierung und das Unternehmen den Dialog nach Angaben der Staatskanzlei verstärken. Beide Seiten betonten, dass dafür ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Reduzierung des Bahnlärms notwendig sei.

Die Gesprächspartner vereinbarten ferner, auch in anderen Handlungsfeldern die Kooperation zu intensivieren. Der Austausch über die Ausgestaltung der wettbewerbspolitischen Rahmenbedingungen zur Sicherung eines starken europäischen Schienengüterverkehrs als Rückgrat eines klima- und umweltfreundlichen Gesamtverkehrssystems soll fortgeführt werden. (tr/et)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen 1 Kommentar

Kommentar zu Bahnlärm – “Umfangreiche Maßnahmen notwendig”

  1. Neumann-Ov.

    “Bahnlärm-Koalition endet beim Geld” lautet die Überschrift der Presseinformation von PRO RHEINTAL vom 28.01.2015. Weiter: Die Arbeit des Beirates “Leiseres Mittelrheintal” gerät ins Stocken und in ein schlechtes Licht, weil sich Bund und Bahn über die zu tragenden Kosten nicht einig werden. Der Bund wendet sich an das Land Rheinland-Pfalz und sagt: Was wir tun, tun wir freiwillig und nur, wenn auch ihr freiwillig von eurer Seite etwas dazugebt. Das Land sagt: Wir tun gar nichts, denn wir sind für die Bahn nicht zuständig und haben unsere eigenen Finanzierungsaufgaben. Die Bahn will aus freien Stücken neun Millionen fürs Schienenschleifen beisteuern, schreibt aber vorsichtshalber und im Kleingedruckten “bis 2025”. Sind das die vermehrten Anstrengungen zur Reduzierung des Lärms durch den Güterverkehr ?

     

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