Barley packt ihr Päckchen

Barley packt mit Hilfe von Daniel Bialas und Stefan Ahrens in der Trierer Kinder-Regelwohngruppe der Johanniter ihr eigenes Weihnachtstrucker-Paket für Osteuropa. Foto: Johanniter

TRIER. Nur noch wenige Tage, dann geht es los: Am 25. November fällt der Startschuss für die Weihnachtstrucker-Aktion der Johanniter. Die Hilfsorganisation bittet Privatpersonen, Firmen, Schulen, Kindergärten und Vereine, Hilfspäckchen mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln zu spenden. Die Päckchen werden von ehrenamtlichen Helfern an notleidende Kinder, Familien, alte Menschen und Menschen mit Behinderung in Südosteuropa verteilt. Prominente Unterstützung bekommt die Aktion in der Region durch die geschäftsführende Bundesfamilien- und Arbeitsministerin Katarina Barley: Bei einem Besuch der Schweicherin in einer neuen Kinder-Regelwohngruppe der Johanniter in Trier hat sie sich auch über die Weihnachtstrucker informiert. Die Bundesministerin hat dann zusammen mit Regionalvorstand Daniel Bialas ihr eigenes Paket für Bedürftige in den ärmsten Regionen Osteuropas gepackt und mit einer persönlichen Widmung versehen. “Das ist eine wirklich gute Sache, die ich gerne unterstütze”, sagte Barley. Gleichzeitig nahm sie sich Flyer und Infoschreiben mit, um im eigenen Umfeld für die Aktion zu werben.

“Viele Menschen in Südosteuropa leiden besonders in den Wintermonaten große Not und Hunger. Oft fehlt es am Allernotwendigsten”, sagt Daniel Bialas, Johanniter-Regionalvorstand aus Trier. “Die Päckchen sind für viele ein echtes Stück Überlebenshilfe – und werden wie ein wahrer Segen in Empfang genommen.”

Die Pakete können bis zum 15. Dezember in den Dienststellen der Johanniter und weiteren Sammelstellen abgegeben werden. Am zweiten Weihnachtsfeiertag starten dann rund 100 ehrenamtliche Weihnachtstrucker-Fahrer zusammen mit zahlreichen Johannitern ihre mehrtägige Reise nach Albanien, Bosnien und Rumänien. An zentralen Verteilstellen übergeben sie die Päckchen mit Hilfe langjähriger Partnerorganisationen vor Ort an die Empfänger.

Damit die Helfer am Zoll keine Probleme bekommen und die Menschen möglichst gleichwertige Päckchen erhalten, ist es wichtig, sich beim Packen genau an die Packliste zu halten.

Man kann sich auch an gemeinsamen Paketen beteiligen: In teilnehmenden Einrichtungen oder über eine Projektspende, mit der eingekauft wird – auch für noch nicht vollständig gefüllte Sammelpakete etwa aus Kitas. Unter dem Stichwort “Weihnachtstrucker” kann an den Regionalverband Trier-Mosel (mit Spendenquittung) gespendet werden. IBAN: DE69370205000004308600, BIC: BFSWDE33XXX.

Allein im vergangenen Jahr konnten die rund hundert freiwilligen LKW-Fahrer mit vielen Johanniter-Begleitern und insgesamt 45 Sattelschleppern in die Zielländer fahren. “Man kann kaum zu hoch schätzen, wie viel Hoffnung so ein Päckchen für die Empfänger bedeutet”, berichtet Bialas. Die Johanniter arbeiten mit langjährigen, zuverlässigen Partnern vor Ort zusammen, wie etwa Kirchengemeinden, Schulen, privaten Initiativen oder lokalen Partnerorganisationen.

Weitere Informationen zur Aktion, zu Abgabestellen und Verteilregionen sowie zu Spendenmöglichkeiten gibt es im Internet unter johanniter.de oder auf der Facebook-Fanseite “JohanniterWeihnachtstrucker”. Ein Servicetelefon ist eingerichtet (kostenlos aus dem deutschen Festnetz): 0800 33 111 66. (tr)

Extra

Die Johanniter-Unfall-Hilfe steht in der Tradition des evangelischen Johanniterordens und engagiert sich seit mehr als 60 Jahren in den unterschiedlichsten karitativen und sozialen Bereichen. Mit mehr als 14.000 Beschäftigten, rund 30.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und mehr als 1,4 Millionen Fördermitgliedern zählt der gemeinnützige Verein mittlerweile zu einer der größten Hilfsorganisationen in Europa. Zu den Aufgabenfeldern der Johanniter-Unfall-Hilfe zählen unter anderem Erste Hilfe, Sanitäts- und Rettungsdienst, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen. International leistet der Verein humanitäre Hilfe bei Hunger- und Naturkatastrophen. Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit knapp 300 Regional-, Kreis- und Ortsverbänden im gesamten Bundesgebiet vertreten. Mehr Informationen zu den Johannitern in Trier auf johanniter.de. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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