Benefizvortrag des Zonta-Clubs

TRIER. Spätestens mit dem starken Anstieg der Flüchtlingszahlen vor zwei Jahren rückten humanitäre Katastrophen als eine Hauptursache verstärkt ins öffentliche Bewusstsein. Bereits seit Jahrzehnten unterstützt die Deutsche Welthungerhilfe in ihrem Kampf gegen Hunger und Armut Hilfsprojekte in Ländern, die von Krisen, Konflikten und den Folgen des Klimawandels gezeichnet sind. Deren Präsidentin Bärbel Dieckmann geht in einem Benefizvortrag auf Einladung des Zonta Clubs Trier am Sonntag, 22.Oktober, elf Uhr, Romanischer Saal am Dom, auf den Zusammenhang zwischen Hungerkrisen und weltweiten Flüchtlingsbewegungen ein und erläutert das humanitäre Konzept ihrer Organisation. Diese verfolgt das Ziel, nicht die Symptome, sondern die Ursachen der weltweiten Flüchtlingskrise zu bekämpfen und den betroffenen Menschen eine Perspektive in ihrer Heimat zu bieten.

Der Erlös der Veranstaltung geht an ein Projekt der Welthungerhilfe im afrikanischen Staat Mali für Kleinbauern und deren Familien. Es wird mit zwei lokalen Partnerorganisationen umgesetzt und berücksichtigt die zentrale Rolle der Frauen bei der Ernährung und Einkommensbeschaffung. Im Blickpunkt steht konkrete Hilfe bei der Geflügelzucht. Referentin Bärbel Dieckmann ist seit 2008 ehrenamtliche Präsidentin der Welthungerhilfe. Die frühere Studienrätin ist seit 1972 Mitglied der SPD und war von 1994 bis 2009 Bonner Oberbürgermeisterin. Die Schwerpunkte ihrer politischen Arbeit liegen in der Umwelt- und Entwicklungspolitik.

Der Zonta-Club als Veranstalter des Vortrags gehört zu einem weltweiten Zusammenschluss berufstätiger Frauen in verantwortlicher Position, die die Situation der Frauen in rechtlicher, politischer, wirtschaftlicher und beruflicher Hinsicht verbessern wollen. Mitglieder aus verschiedenen Berufen leisten auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene ideelle und finanzielle Hilfe. Die Clubs unterstützen Projekte, um Gewalt gegen Frauen und Kinder zu bekämpfen und ihnen Chancen einer besseren Lebensgestaltung zu eröffnen. Sie sind überparteilich, überkonfessionell und weltanschaulich neutral.

Der Romanische Saal in Trier, in dem der Benefizvortrag am 22. Oktober stattfindet, liegt neben dem Domkreuzgang und ist zugänglich über den Bischof-Stein-Platz (gegenüber dem Museum am Dom). Der Eintritt kostet 14 Euro sowie ermäßigt zehn Euro für Schüler und Studierende. Karten sind an der Tageskasse erhältlich. (tr)


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