BKT: Anerkennung für hohe Versorgungsqualität

Dem Hubschrauberlandeplatz des Brüderkrankenhauses kommt für die Nephrologie- und Hypertonie-Schwerpunktklinik eine hohe Bedeutung zu. Foto: BKT

TRIER. Die Abteilung für Innere Medizin II des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier (BKT) ist als Schwerpunktklinik für Nephrologie und Hypertonie rezertifiziert worden. Damit bestätigte die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) Chefarzt Professor Stefan Weiner und seinem Team, eine bestmögliche medizinische Diagnostik und Therapie auf Basis höchster Standards und neuester Leitlinien zu bieten. Das Brüderkrankenhaus ist die einzige Schwerpunktklinik für Nephrologie und Hypertonie in der Region Trier und versorgt auch Patienten aus dem nördlichen Saarland. Es besteht eine enge Kooperation mit dem Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V., wodurch die Großregion Trier flächendeckend nephrologisch versorgt wird.

Rund 80.000 Menschen sind hierzulande auf eine Dialyse angewiesen, deutlich mehr leiden an einer Niereninsuffizienz. Meist verlaufen Erkrankungen der Nieren schleichend, häufig werden sie deshalb erst in einem relativ späten Stadium erkannt.

Er leitet die Abteilung für Innere Medizin II im Brüderkrankenhaus Trier: Professor Stefan Weiner. Foto: BKT

Ein wichtiger erster Schritt sei, einen Facharzt für Nephrologie aufzusuchen sobald eine Niereninsuffizienz diagnostiziert wird, appelliert Professor Stefan Weiner an die Patienten. Der Chefarzt leitet die Abteilung für Innere Medizin II im Brüderkrankenhaus Trier. Diese wurde 2014 erstmals als Schwerpunktklinik für Nephrologie und Hypertonie zertifiziert – seinerzeit als erste Klinik in Rheinland-Pfalz überhaupt. Kürzlich wurde die Abteilung als Schwerpunktklinik rezertifiziert. Damit bescheinigten die Auditoren der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) Professor Weiner und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein weiteres Mal, eine sehr gute Diagnostik und Therapie anzubieten. Auch die Untersuchungs- und Behandlungsabläufe kamen auf den Prüfstand, und auch hier attestierte die DGfN der Abteilung, dass die Prozesse optimal aufeinander abgestimmt sind und reibungslos funktionieren.

Hohe Versorgungsqualität und höchstmögliche Patientensicherheit

“Wir fühlen uns bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und eine hohe Versorgungsqualität und höchstmögliche Patientensicherheit bieten können“, erklärte Professor Weiner. Der Chefarzt nannte als einen wichtigen Risikofaktor für eine Nierenschädigung den Bluthochdruck. Betroffene, deren Werte dauerhaft erheblich erhöht seien und die sich auch mit mehreren unterschiedlichen Medikamenten nicht optimal einstellen ließen, sollten deshalb die Ursache der Hypertonie von einem Experten abklären lassen. Nicht selten kämen Patienten erst über die Notaufnahme infolge eines völlig entgleisten Blutdrucks. Bei einer frühzeitigeren Abklärung durch das Team der Schwerpunktklinik für Nephrologie und Hypertonie würden sich derartige Notfallsituationen in vielen Fällen verhindern lassen, so Professor Weiner.

Markus Leineweber, Hausoberer des Brüderkrankenhauses, freut sich über die Rezertifizierung der Abteilung für Innere Medizin II. Dass in Rheinland-Pfalz lediglich noch die Universitätsmedizin Mainz als Schwerpunktklinik für Nephrologie und Hypertonie anerkannt ist, zeige, wie hoch die Qualitätsanforderungen für eine Zertifizierung seien, so Leineweber. Insofern sei die Zertifizierung “eine wichtige Anerkennung der Arbeit der Abteilung und eine Bestätigung für die Patientinnen und Patienten, dass sie bei Herrn Professor Weiner und seinem Team garantiert in guten Händen sind.“

 

Hintergrund

Im Brüderkrankenhaus Trier werden jährlich über 2.000 Patienten mit unterschiedlichen Nierenerkrankungen stationär und über 4.000 Patienten ambulant behandelt. Im vergangenen Jahr wurden 11.800 Dialysen bei stationären und ambulanten Patienten durchgeführt. Weitere Schwerpunkte der Abteilung für Innere Medizin II sind die Durchführung von Bauchfelldialysen (Heimdialyse) in Kooperation mit dem Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. (KfH) sowie die Therapie von Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechsel- und Hormonstörungen, Immundefekten und rheumatischen Erkrankungen. Für die Behandlung von schweren Autoimmunerkrankungen stehen unter anderem auch Plasmaaustauschverfahren sowie die Immunadsorption zur Verfügung. Die Abteilung, die seit 2006 von Professor Weiner, Internist mit Schwerpunkt Nephrologie, Rheumatologie, Hypertensiologie und Immunologie geleitet wird, ist zudem Partner im interdisziplinären Shunt- und Gefäßzentrum des Brüderkrankenhauses. In Professor Weiners Team arbeiten 6 Oberärzte, 3 Fachärzte und 11 Ärzte in Weiterbildung.

Zu den Voraussetzungen für eine Zertifizierung als Schwerpunktklinik durch die DGfN zählen unter anderem die Erfüllung einer bestimmten Anzahl an durchgeführten Therapien, eine 24-Stunden-Bereitschaft sowie das Angebot sämtlicher Behandlungsmethoden und die standardisierte hochqualitative Durchführung der Therapie. (tr)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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