Eine traurig schöne Überlebensgeschichte

ECHTERNACH. Berlin 1942: Die Verhaftung durch die Gestapo steht unmittelbar bevor. Die junge Jüdin Marie Jalowicz will leben und taucht unter. Über 65 Jahre danach, am 1.Februar 2018, liest ihr Sohn Hermann Simon um 20 Uhr aus den spannenden Memoiren seiner Mutter im Trifolion Echternach. Diese Lesung ist ein Mehr

Die Stadt und die Grundstücke

TRIER. Was tut sich im Burgunderviertel? Es geht voran, sagt Baudezernent Andreas Ludwig. Die EGP, die bereits den Petrisberg und auch das Wohngebiet Castelnau erschlossen hat, hat seinen Worten zufolge zwei Drittel des Gebietes bereits gekauft. Das restliche Drittel will nun die Stadt erwerben. "An dem Gebiet, das wir Mehr

Der Kussmund im Gästebuch der Stadt Trier

TRIER. Welche Themen interessieren die Leser ganz besonders? Eine Frage, die sich alle Redakteure Tag für Tag immer wieder aufs Neue stellen. Oberbürgermeister Wolfram Leibe könnte an dieser Stelle mit eigenen Erfahrungen weiterhelfen. Spätestens seit Facebook kann jeder sein eigener Redakteur sein. Da macht auch der Trierer OB keine Ausnahme. Mehr

Was kann man gegen Cybermobbing tun?

TRIER. Cybermobbing ist mittlerweile keine Ausnahmeerscheinung mehr und nimmt zum Teil erschreckende Ausmaße an. Die Täter nutzen Internet- und Mobiltelefondienste zum Bloßstellen und Schikanieren von Menschen. Die Opfer werden beleidigt, beschimpft, bloßgestellt und erniedrigt. Doch was kann man dagegen tun? Hier informiert eine Veranstaltung der Polizei Trier "Prävention gegen Cybermobbing" Mehr

Ausstellung: Zwischen Wäldern und Insekten

TRIER. Am Freitag, 19. Januar, veranstaltet der Kunst- und Kulturverein am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier um 19.30 Uhr eine Vernissage mit Kunstwerken von Hedi Westram sowie Fotografien von Alain Schumacher. Im Rahmen der Ausstellung verbinden sich zwei Mottos: "Porträts unserer Insekten“ und "Natur-Nah“. Zur Eröffnung sind alle Kunstinteressierten Mehr

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Gnadenfrist für den Kulturausschuss

Fordert die Abschaffung des Kulturausschusses: Tobias Schneider. Foto: Rolf Lorig

Fordert die Abschaffung des Kulturausschusses: Tobias Schneider. Foto: Rolf Lorig

TRIER. Die Arbeit des Kulturausschusses war in der Vergangenheit kein Ruhmesblatt. Insbesondere das Geschehen rund um das Trierer Theater hatte nach Auffassung der FDP-Fraktion im Stadtrat das Maß überlaufen lassen. Brauchen wir dieses Gremium überhaupt noch oder wäre es nicht besser die Arbeit in den Dezernatsausschuss zu verlagern, fragt sich die FDP und stellte fogerichtig im Stadtrat den Antrag auf Abschaffung. Mehr

Erstellt am Autor Rolf Lorig in Die Reporter-Meldungen, Dossier Theater, Featured Hinterlasse einen Kommentar

Quatsch im Quadrat

Die Grünen sind "eine Funktionspartei ohne Funktion", schreibt der Feuilletonist und Theaterkritiker Martin Eich. Foto: Tino Lex/Regensburg

Die Grünen sind “eine Funktionspartei ohne Funktion”, schreibt der Feuilletonist und Theaterkritiker Martin Eich. Foto: Tino Lex/Regensburg

Die Trierer Kommunalpolitik taumelt von Affäre zu Affäre. Der Theaterskandal ist juristisch und politisch noch nicht aufgearbeitet, da muss die Vorsitzende der grünen Stadtratsfraktion eine Lüge einräumen. Die politische Klasse Triers steht inzwischen bundesweit unter Beobachtung, vielfach werden die Entscheidungsprozesse an der Mosel kritisch hinterfragt. Was davon ist struktur-, was personen-, was situationsbedingt? Ein Essay von Martin Eich Mehr

Erstellt am Autor Martin Eich in Dossier Theater, Featured, Meinung 10 Kommentare

Geheimer Prüfungsbericht – Ermittlungen eingestellt

Die Veröffentlichung des geheimen Prüfungsberichts im reporter (hier ein Auszug) hatte maßgeblich zur Entlassung von Sibelius und zur Abwahl von Egger beigetragen.

Die Veröffentlichung des geheimen Prüfungsberichts im reporter (hier ein Auszug) hatte maßgeblich zur Entlassung von Sibelius und zur Abwahl Eggers beigetragen.

TRIER. Am 11. November veröffentlichte der reporter den geheimen Prüfungsbericht zur Finanzmisere am Theater Trier. Drei Tage später wurden Auszüge aus dem Bericht auch im “Trierischen Volksfreund” veröffentlicht. Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) erstattete daraufhin Anzeige gegen Unbekannt wegen Geheimnisverrats. Die Staatsanwaltschaft Trier hat die Ermittlungen nun eingestellt, wie der Leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen am heutigen Freitag mitteilt. Die Journalisten von reporter und “Trierischer Volksfreund” hatten sich gegenüber den Ermittlern auf ihr Recht der Zeugnisverweigerung nach Paragraf 53 der Strafprozessordnung berufen. Mehr

Erstellt am Autor trier reporter in Dossier Theater, Politik 1 Kommentar

FDP will Kulturausschuss abschaffen

Der Kulturausschuss habe die Theater-Krise nicht gelöst, sondern sogar noch verschärft, sagt FDP-Chef Tobias Schneider. Foto: Rolf Lorig

Der Kulturausschuss habe die Theater-Krise nicht gelöst, sondern sogar noch verschärft, sagt FDP-Chef Tobias Schneider. Foto: Rolf Lorig

TRIER. Intendant entlassen, Dezernent abgewählt: Der Theater-Skandal hat in den vergangenen Monaten deutlich sichtbare Spuren in der politischen Landschaft hinterlassen. Nun dreht die FDP weiter an der Schraube: Die Liberalen wollen den Kulturausschuss abschaffen. Stattdessen fordert die FDP einen Ausschuss für “Haushalt und Finanzen”. Die Freidemokraten werden zwei entsprechende Anträge zur Sitzung des Stadtrates am 2. Februar einreichen, wie FDP-Chef Tobias Schneider heute gegenüber dem reporter bestätigte. Schneider spart nicht mit Kritik: “Der Kulturausschuss hat die Krise am Theater nicht gelöst, sondern sogar noch verschärft.” Der FDP-Chef verweist ferner darauf, dass das Gremium Ex-Intendant Karl Sibelius noch das Vertrauen ausgesprochen habe, “als die Faktenlage längst bekannt war”. Am 19. Mai hatte der reporter die massiven finanziellen und personellen Probleme am Trierer Kulturhaus aufgedeckt. Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) beauftragte daraufhin die Rechnungsprüfer, das Theater unter die Lupe zu nehmen. Mehr

Erstellt am Autor Eric Thielen in Dossier Theater, Featured, Politik Hinterlasse einen Kommentar

Kein Sprachgenie, nirgends

Der Feuilletonist und Theaterkritiker Martin Eich kommentiert die Suche nach dem Egger-Nachfolger. Foto: Tino Lex/Regensburg

Der Feuilletonist und Theaterkritiker Martin Eich kommentiert die Suche nach dem Egger-Nachfolger. Foto: Tino Lex/Regensburg

Trier hat in den vergangenen Jahren kulturell an Boden verloren, lebt von der Substanz. Soll die Stadt zur Marke werden, braucht es jetzt große Würfe. Personell bei der Nachfolge von Thomas Egger, aber auch strukturell beim Zuschnitt seines ehemaligen Wirkungskreises: Aus dem thematischen Gemischtwarenladen muss ein Zukunftsdezernat werden. Ein Kommentar von Martin Eich Mehr

Erstellt am Autor Martin Eich in Dossier Theater, Featured, Meinung 8 Kommentare

Egger-Nachfolge – Dicker Mehltau

Wirft er seinen Hut in den Ring? Thomas Albrecht wäre der ideale Kandidat als Egger-Nachfolger. Foto: Rolf Lorig

Wirft er seinen Hut in den Ring? Thomas Albrecht wäre der wohl ideale Kandidat als Egger-Nachfolger aus den Reihen des Rates. Foto: Rolf Lorig

Verkommt die Neubesetzung der Dezernentenstelle zum kleinlichen politischen Schacher? Verhindern wieder einmal persönliche Animositäten den großen Wurf für Trier, der auch die hiesige Kulturszene vom doktrinären, ideologisierten Mief befreien könnte? Die öffentliche und interne Debatte um die Nachfolge des abgewählten Dezernenten Thomas Egger (SPD) wird geprägt vom Eindruck, dass die Politik nichts aus ihren Fehlern der vergangenen Monate gelernt hat – erst recht nicht aus dem Theater-Skandal, der das Kulturhaus am Augustinerhof an den Rand des Abgrunds brachte. Die SPD will das Dezernat auf ihren Favoriten Markus Nöhl zuschneiden und die städtischen Pflichtaufgaben Sicherheit und Ordnung auf den Stellenwert eines untergeordneten Ressorts degradieren. Die CDU ist nach wie vor unschlüssig und auch uneins. Dabei hat sie mit Thomas Albrecht den prädestinierten Mann in ihren Reihen, der das Dezernat mit dem herausgelösten Kulturressort mit Erfahrung und Weitblick führen könnte. Mit Hermann Lewen stünde ferner ein mit allen Wassern gewaschener Kulturmanager bereit, um die hiesige Kulturszene umzustrukturieren und zukunftssicher zu machen. Doch der grüne Bündnispartner der Union hat sich mit Scheuklappen auf das starke Kulturdezernat festgelegt. Das zementiert den Status Quo und schnürt der Kultur jene Frischluft ab, die sie nun dringend zum Atmen braucht. Wo aber bleibt der Aufschrei der kleinen Fraktionen von UBT, FDP und AfD? Wenigstens sie sollten aus der katastrophalen Misswirtschaft des abgelaufenen Jahres gelernt haben. Ein kommentierender Überblick von Eric Thielen Mehr

Erstellt am Autor Eric Thielen in Dossier Theater, Featured, Meinung, Politik 21 Kommentare

Gesucht wird: Mr. Right – Aber wie?

Welchen Kurs fährt die CDU unter Köhlers Führung in der Dezernenten-Frage? Alle Fotos: Rolf Lorig

Welchen Kurs fährt die CDU unter Köhlers Führung in der Dezernenten-Frage? Alle Fotos: Rolf Lorig

TRIER. Die Nachbeben des Theater-Skandals sind keineswegs verebbt: Nach dem Weihnachtsfrieden geht es für Rat und Stadtvorstand nun darum, die Egger-Nachfolge zu regeln. Wer beerbt den abgewählten Dezernenten? Und wie sieht das Erbe aus? Fragen, die von der Stadtspitze am kommenden Montag erörtert werden. Noch am selben Tag will Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) die Fraktionen über die Beratungen des Stadtvorstandes informieren. Die CDU ist laut Fraktions- und Parteichef Udo Köhler dagegen, die Egger-Stelle kongruent zum bisherigen Portfolio auszuschreiben, wenn der Stadtrat am 17. Januar zu seiner Sondersitzung zusammenkommt. FDP-Chef Tobias Schneider wittert darin allerdings “reine Taktik der Union, weil das Bündnis aus CDU und Grünen wohl Anspruch auf das Dezernat erheben wird und die CDU ihren neuen Dezernenten nicht über Gebühr belasten will”. Für SPD-Chef Sven Teuber ist die entscheidende Frage: “Wollen CDU und Grüne ihre Machtpolitik durchziehen, oder stellt die Union sich doch ihrer Verantwortung für die Stadt?” Geklärt werden muss bis spätestens zum 17. Januar ferner, ob die Kultur aus dem alten Egger-Dezernat herausgelöst wird. Bekommt Trier also einen Kulturmanager? Neu ist die Idee nicht. Schon unter der Regie von Alt-OB Helmut Schröer (CDU) und im Ampelbündnis nach der Kommunalwahl 2009 wurden derartige Überlegungen angestellt. “Durchaus sympathisch” findet UBT-Fraktionschefin Christiane Probst diese Variante, spricht sich allerdings ebenso eindeutig gegen ein zusätzliches Dezernat aus. Mehr

Erstellt am Autor Eric Thielen in Dossier Theater, Featured, Politik 25 Kommentare

Theater Trier – Kein neuer Vertrag für Ulf Frötzschner

Sein Vertrag endet mit der laufenden Spielzeit: Ulf Frötzschner.

Sein Vertrag endet mit der laufenden Spielzeit: Ulf Frötzschner.

TRIER. Wie von reporter bereits vorab gemeldet: Schauspielchef Ulf Frötzschner wird das Theater vertragsgemäß am Ende der aktuellen Spielzeit verlassen (siehe dazu unseren Live-Ticker vom 13. Dezember). Die endgültige Trennung vom Thüringer hat das siebenköpfige Leitungsteam heute mit Rückendeckung von Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) mehrheitlich bestimmt. Das teilt das Theater am späten Nachmittag mit. Irritationen waren entstanden, weil in der Meldung eines Trierer Mediums über den möglichen Verbleib Frötzschners berichtet worden war. Das jedoch war im Rathaus nie ein Thema gewesen, auch nicht nach der Trennung von Karl Sibelius und der Abwahl von Dezernent Thomas Egger (SPD). Mehr

Erstellt am Autor Rolf Lorig in Die Reporter-Meldungen, Dossier Theater, Featured 1 Kommentar

“Auf sogenannte Messiasse reagiere ich allergisch”

Das neue Leitungsteam und OB Leibe wollen das Theater zurück in ruhiges Fahrwasser führen. Alle Fotos: Rolf Lorig

Das neue Leitungsteam und OB Leibe wollen das Theater zurück in ruhiges Fahrwasser führen. Alle Fotos: Rolf Lorig

TRIER. Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) setzt voll und ganz auf das neue siebenköpfige Leitungsteam am Theater Trier. Der Stadtchef ist seit der Abwahl von Thomas Egger (SPD) Dienstherr am Kulturhaus. Wie vom reporter mehrmals vorab berichtet, sollen Verwaltungsdirektor Herbert Müller, Technik-Chef Peter Müller, die Spartenleiter Katharina John, Ulf Frötzschner, Waltraut Körver, Generalmusikdirektor (GMD) Victor Puhl sowie der Leiter des Künstlerischen Betriebsbüros (KBB), Marius Klein-Klute, das Theater gemeinsam und gleichberechtigt aus der Krise führen. Leibe betonte am Mittwoch erneut und dementierte damit zugleich anderslautende Medienberichte, dass es innerhalb des Teams keine Hierarchie gibt. Auch GMD Puhl, der als einziger der Teammitglieder unmittelbar bei der Stadt angestellt ist, hat sich ohne Sonderrechte in das Gremium eingefügt. Die bisherige Vertreterin des entlassenen Intendanten Karl Sibelius, Opernchefin Katharina John, die am Mittwoch erkrankt fehlte, steht ebenfalls auf einer Stufe mit den übrigen Teammitgliedern. Die geplante Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) wird unter Leibe nicht kommen – und auch keine Theater-GmbH. “Das ist mit mir nicht zu machen”, betonte der Sozialdemokrat am Mittwoch unmissverständlich. Mehr

Erstellt am Autor Eric Thielen in Dossier Theater, Featured, Politik 15 Kommentare

“Vertrauen wurde enttäuscht, vielleicht sogar missbraucht”

Thomas Egger spricht zum letzten Mal vor dem Stadtrat. Foto: Rolf Lorig

Thomas Egger spricht zum letzten Mal vor dem Stadtrat. Foto: Rolf Lorig

TRIER. Thomas Egger, bis heute Trierer SPD-Dezernent im Stadtvorstand, hat am frühen Montagabend seine letzte Rede vor dem Stadtrat gehalten. Dabei räumte Egger Fehler vor allem im Theater-Skandal ein, verwies aber auch auf Erfolge während seiner knapp siebenjährigen Amtszeit. Ohne Ex-Intendant Karl Sibelius beim Namen zu nennen, sagte der abgewählte Dezernent, gerade in der Theater-Krise sei “Vertrauen enttäuscht und vielleicht sogar missbraucht worden”. Rat und Kulturausschuss seien jedoch ebenso in der Verantwortung gewesen, wie er selbst es war. Der reporter veröffentlicht Egger letzte Stadtratsrede im Wortlaut. Mehr

Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen, Dossier Theater, Featured Hinterlasse einen Kommentar