Die Fragen nach dem Warum und das Happy End

TRIER. Karl Marx und unbeschwerte Unterhaltung? Die Trierer können sich das offenbar nicht vorstellen. Denn statt eines ausverkauften Premierenabends in der Europahalle kamen am Donnerstag nach Angaben eines Verantwortlichen lediglich gut 350 Gäste. Auch am Freitag sah es nicht viel besser aus. Dabei fanden viele der Anwesenden das Comedy Mehr

Technologie für Lebensmittel an Hochschule

TRIER. Lebensmitteltechnologen begleiten den Weg von Lebensmitteln vom Labor bis in den Supermarkt. Sie entwickeln neue Produkte, stellen Qualitätsstandards sicher oder arbeiten im Vertrieb. Wer an der Hochschule Trier den siebensemestrigen Studiengang der Lebensmitteltechnologie durchläuft und ihn erfolgreich abschließt, hat den Bachelor in der Tasche und damit vielfältige Einstiegsmöglichkeiten Mehr

Bachelor als Chance für Physiotherapeut & Co

TRIER. Starke Schmerzen im Rücken, Menschen, die wegen eines Schlaganfalls verloren gegangene Bewegungsabläufe oder ihre Sprache neu erlernen müssen – das alles sind klassische Einsatzgebiete von Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden. Berufe, die dem Menschen dienen, die aber eines eint: Ein eher bescheidenes Einkommen. Allerdings gibt es Möglichkeiten, das durch Mehr

Beste Unterhaltung bei "Come Back, Karl Marx!"

TRIER. Am kommenden Sonntag endet das Karl-Marx-Jahr in Trier. Und zum Abschluss wird es nochmals richtig turbulent. Am heutigen Freitag und morgigen Samstag ist das mit Promis besetzte Comedy Musical "Come back, Karl Marx" in der Europahalle Trier zu erleben. Vor 200 Jahren, am 5. Mai 1818 wurde Karl Marx Mehr

Polizeikontrollen im Stadtgebiet Trier

TRIER. Am Donnerstag führte die Trierer Polizei in den Mittags.- und Abendstunden an verschiedenen Örtlichkeiten im Stadtgebiet Fahrzeug- und Personenkontrollen durch. Schwerpunkte waren insbesondere der Palastgarten und der Bereich um die Treviris-Passage. Dabei wurden vier Autofahrer überprüft, die ihre Fahrzeuge unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln führten. Ihnen wurden Blutproben entnommen. Mehr

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“Haarsträubender Vorschlag”

TRIER. “Die Forderung des Steuerzahlerbunds nach Schließung des Theater Trier zeigt eindeutig auf, dass es dem Verein an Weitsicht mangelt. Die Abschaffung des Theaters würde die Lebensqualität in der ganzen Region senken und der städtischen Kulturarbeit dauerhaften Schaden zufügen”, kritisiert die Kreisvorsitzende der Links-Partei Trier-Saarburg, die Bundestagsabgeordnete Katrin Werner, den Vorschlag des Bunds der Steuerzahler. Mehr

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Theater Trier – Frötzschners Sieg

Ulf Frötzschner würde gerne noch eine Spielzeit weiterarbeiten, was ihm von Karl Sibelius aber verwehrt wird. Foto: Theater Luzern

Ulf Frötzschner würde gerne noch eine Spielzeit weiterarbeiten, was ihm von Karl Sibelius aber verwehrt wird. Foto: Theater Luzern

TRIER. Genugtuung und Erfolg für Ulf Frötzschner, Blamage und Niederlage für die Stadt, vor allem aber für Kulturdezernent Thomas Egger (SPD) und Theater-Intendant Karl Sibelius: Das Bühnenschiedsgericht in Frankfurt/Main hat gestern klargestellt, dass der fristlose Rauswurf des ehemaligen Schauspieldirektors nicht gerechtfertigt war. Nun steht dem Thüringer eine Abfindung zu. Wie hoch die sein wird, ist allerdings noch unklar. Frötzschner bot an, die kommende Spielzeit noch durchzuziehen, um dann gegen Zahlung von 50.000 Euro seinen Vertrag zu beenden. Dem widersprach Sibelius in der knapp zweistündigen Anhörung energisch. Der Österreicher bot stattdessen von sich aus 100.000 Euro Abfindung gegen die sofortige Vertragsauflösung an – und das, obwohl Sibelius inzwischen die finanzielle Hoheit über den Theater-Etat entzogen wurde. Nun stehen 112.000 Euro im Raum, die die Stadt Frötzschner bezahlen muss: 100.000 Euro als Abfindung, 12.000 Gehaltsnachzahlung für die vergangenen drei Monate. Zudem muss die Stadt die Anwaltskosten tragen. Oberbürgermeister Wolfram Leibe war als Finanz- und Personalreferent nach reporter-Informationen von seinem Dezernenten Egger über den Gerichtstermin in Frankfurt nicht informiert worden. Mit einem Kommentar von Eric Thielen Mehr

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Theater Trier – Notizen aus Absurdistan

Die Selbstinszenierung charakterisiert Karl Sibelius. Foto: Vincenzo Laera

Die Selbstinszenierung charakterisiert Karl Sibelius. Foto: Vincenzo Laera

TRIER. Der Intendant war oder gab sich entspannt. “Sehr, sehr zufrieden”, sei er mit dieser Spielzeit, sagte Karl M. Sibelius Ende Mai im Interview mit einem Lokalsender. Diese Sichtweise dürfte der 47-jährige Österreicher ziemlich exklusiv haben. Vor einem Jahr hat er das Theater Trier von Gerhard Weber übernommen und das Dreispartenhaus seitdem zum überregionalen Erbitterungsthema gemacht. Besucherzahlen und Auslastung: katastrophal (Vergleich zwischen Weber, Sibelius und dem Staatstheater Mainz). Betriebsklima: am Boden. Finanzen: im Keller. Aktuell droht ein Defizit von 2,6 Millionen Euro. Mindestens. Das städtische Rechnungsprüfungsamt sichtet noch die Bücher; in ein paar Wochen sollen die Ergebnisse vorliegen. Ein Beitrag von Martin Eich Mehr

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Sibelius bleibt Generalintendant

Spielt auf Zeit, während das Rathaus unter Zeitdruck steht: Karl Sibelius.

Gestaltet auch künftig die Zukunft des Trierer Theaters: Karl Sibelius.

TRIER. Karl Sibelius bleibt Generalintendant des Theaters Trier. Mit der Unterzeichnung seines neuen Vertrages am heutigen Morgen hat sich Sibelius bis zum 31. Juli 2020 an das Theater Trier gebunden. Mehr

Erstellt am Autor Rolf Lorig in Die Reporter-Meldungen, Dossier Theater, Featured, inside54.de Hinterlasse einen Kommentar

Geändertes Vertragsangebot für Karl Sibelius

Wenn Karl Sibelius dem neuen Vertrag zustimmt, kann er bis 2020 als Generalintendant am Theater Trier bleiben. Foto: Rolf Lorig

Wenn Karl Sibelius dem neuen Vertrag zustimmt, kann er bis 2020 als Generalintendant am Theater Trier bleiben. Foto: Rolf Lorig

TRIER. Die Wellen haben in den letzten Monaten hoch geschlagen, am Ende aber könnte alles doch ein friedliches und versöhnliches Ende nehmen: Nach konstruktiven Gesprächen in einer sachlichen und positiven Atmosphäre, so ein Teilnehmer, bietet die Stadt Trier Karl M. Sibelius nun eine Verlängerung seines Vertrages unter geänderten Konditionen bis zum 31. Juli 2020 an. Das hat der Steuerungsausschuss in seiner heutigen Sitzung unter der Leitung von Beigeordnetem Thomas Egger als Vertreter des Oberbürgermeisters mit großer Mehrheit beschlossen. Mehr

Erstellt am Autor Rolf Lorig in Dossier Theater, Featured, inside54.de, Politik 32 Kommentare

Theater Trier – Ahab und Moby Dick

Erst so, dann doch wieder anders: Mitte Mai erklärte Kulturdezernent Thomas Egger (SPD) gegenüber dem reporter noch, Sibelius dürfe nicht mehr als Schauspieler und Sänger auftreten. Nun soll der Österreicher, über den Martin Eich schreibt, Sibelius spiele Sibelius, in den kommenden Spielzeiten an mindestens drei Produktionen beteiligt sein. Zu den Vertragskonditionen hatte Egger zudem wissentlich falsche Angaben gemacht. Foto: Vincenzo Laera

Erst so, dann doch wieder anders: Mitte Mai erklärte Kulturdezernent Thomas Egger (SPD) gegenüber dem reporter noch, Sibelius dürfe nicht mehr als Schauspieler und Sänger auftreten. Nun soll der Österreicher, über den Martin Eich schreibt, Sibelius spiele Sibelius, in den kommenden Spielzeiten an mindestens drei Produktionen beteiligt sein. Zu den aktuellen Vertragskonditionen hatte Egger zudem wissentlich falsche Angaben gemacht (siehe Extra). Foto: Vincenzo Laera

Der Intendant war ungehalten. “Interviews und Stellungnahmen gebe ich Ihnen persönlich keine mehr”, schrieb Karl M. Sibelius vor beinahe genau zwei Jahren dem Feuilletonchef der Passauer Neuen Presse, weil ihm dessen Berichte über das Theater an der Rott nicht zusagten. In diesen Tagen erlebt das vermeintliche Schurkenstück an der Mosel seine Wiederaufnahme: Eine “Kampagne” laufe gegen den Theaterleiter, verbreitet sein Haus via Facebook. Da spricht der Geist des Leeren, der allen Emotionen drei Nullen hinzufügt. Mindestens. Ein Gastbeitrag von Martin Eich Mehr

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AfD fordert Sibelius-Abschied

TRIER. Bis zum 31. Juli soll dem Trierer Theater-Intendaten Karl Sibelius ein neuer Vertrag vorgelegt werden. Der bisherige Kontrakt des Österreichers läuft dann aus. Über die Konditionen des neuen Vertrages hatte der reporter am Freitag exklusiv berichtet. Das Vertragsangebot des Rathauses für Sibelius wird von der AfD scharf kritisiert. Stattdessen fordert der stellvertretende Kreisvorsitzende der Partei, Mario Hau, den Abschied des Theater-Machers aus Trier. Mehr

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Theater Trier – 11.700 Euro für Sibelius

Der neue, geheime Vertragsentwurf der Stadt für Intendant Karl Sibelius. Screenshot und Copyright: trier-reporter

Der neue, geheime Vertragsentwurf der Stadt für Intendant Karl Sibelius. Screenshot und Copyright: trier-reporter

TRIER. Der inzwischen entmachtete Intendant des Trierer Theaters, Karl Sibelius, soll auch künftig ein Gehalt von 11.700 Euro monatlich beziehen. Das weist der geheime Vertragsentwurf zwischen Stadt und Intendanten aus, der dem reporter vorliegt (siehe oberes Bild). Der Stadtrat hat am Donnerstagabend in nichtöffentlicher Sitzung über die Konditionen debattiert. Verabschiedet wurde der Vertrag allerdings nicht. Nach reporter-Informationen soll nun eine Sondersitzung von Steuerungs- und Kulturausschuss in der Sommerpause über den Kontrakt entscheiden. Frühester Termin dafür ist der 27. Juli. Wobei die Zeit drängt. Denn der aktuelle Vertrag mit dem Österreicher läuft nach weiteren reporter-Informationen am 31. Juli aus. Laut Vertragsinhalt soll Sibelius bis zum Ende seiner Amtszeit 2020 zudem die Stelle des Schauspieldirektors fest übernehmen. Bisher leitet der Österreicher die Sparte für den fristlos entlassenen Ulf Frötzschner kommissarisch. Ferner muss der Intendant sich in jeder Spielzeit an mindestens drei Produktionen künstlerisch beteiligen. Kulturdezernent Thomas Egger (SPD) hatte im Mai gegenüber dem reporter noch angekündigt, Sibelius werde in den kommenden Spielzeiten nicht mehr als Sänger und Schauspieler auftreten. Mehr

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Theater Trier – Blitzen fürs Defizit

Auch die CDU stimmte zu. "Weil wir müssen", sagte Jürgen Backes. Foto: Rolf Lorig

Auch die CDU stimmte zu. “Weil wir müssen”, sagte Jürgen Backes. Foto: Rolf Lorig

TRIER. Der Stadtrat hat am Donnerstagabend eine knapp eine Million Euro schwere Finanzspritze für das defizitäre Theater Trier beschlossen. 400.000 Euro sollen dafür bei der Europahalle und der Arena eingespart werden. 264.000 steuert das Dezernat von Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) bei. 300.000 Euro sollen ferner aus dem Überschuss der städtischen Tempokontrollen (Blitzer) ins Theater umgeleitet werden. Das Geld war ursprünglich zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in Trier vorgesehen. Auch das Mainzer Innenministerium regt diese Verwendung an. Ferner hob der Rat die zehnprozentige Haushaltssperre ausschließlich für das Theater auf, um die Zahlungsfähigkeit des Kulturhauses wiederherzustellen. Für alle anderen Ressorts bleibt die Haushaltssperre hingegen in Kraft. Zudem segnete das Gremium die neue Doppelspitze beim Theater ab. Intendant Karl Sibelius wird nun ein gleichberechtigter kaufmännischer Direktor zur Seite gestellt, der den gesamten wirtschaftlichen Bereich verantworten soll. Mehr

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Der Kommentar – Verhöhnung der Öffentlichkeit

Vor der Debatte war der Ausgang derselben bereits im Ältestenrat beschlossen worden. Foto: Rolf Lorig

Vor der Debatte war der Ausgang derselben bereits im Ältestenrat beschlossen worden. Foto: Rolf Lorig

Wer am Donnerstagabend ein gut inszeniertes Theaterstück sehen wollte, der musste nicht ins darbende Kulturhaus am Augustinerhof pilgern. Ein paar Meter weiter wäre er auch ohne Eintritt bestens unterhalten worden. Der Stadtrat führte dort eine perfekte Schmierenkomödie als Polittheater auf. Alles war abgekartet, die Scheindebatte eine Farce und zugleich eine Verhöhnung der Öffentlichkeit. Das Theater aber entwickelt sich mehr und mehr zum Trierer Nürburgring und Hahn-Flugplatz. Wider besseren Wissens pumpte das Gremium ohne Aussicht auf Besserung, ohne jede öffentliche Vorberatung und genaue Prüfung erneut knapp eine Million Euro in das Fass ohne Boden. Der Skandal: 300.000 Euro werden dabei von den Einnahmen der städtischen Tempokontrollen abgezweigt, die originär etwa für die Verkehrssicherheit vor Schulen und Kindergärten vorgesehen waren. Wer so Politik betreibt, muss sich über Parteien- und Politikerverdrossenheit nicht mehr wundern. Und über den Zulauf für Rechtspopulisten erst recht nicht! Ein Kommentar von Eric Thielen Mehr

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