Siebenmal Gold für einen der besten Sektproduzenten

TRIER/BERLIN/DÜSSELDORF. Als aktueller Titelträger der Berliner Wein Trophy "Bester Produzent Schaumwein Deutschland“, wird sich in diesem Jahr die SMW Saar Mosel Winzersekt GmbH auf der Weinfachmesse ProWein in Düsseldorf präsentieren. Erneut hat Winzersekt aus Trier eine internationale Fachjury überzeugt, und im vergangenen Februar erhielt ein 2010er Mosel Sekt Pinot Mehr

Wenn Zahlen sich plötzlich vervielfachen

TRIER. Geht es um das Thema Flüchtlinge, schießen insbesondere in den sozialen Medien die Gerüchte schnell ins Kraut. Der Tenor: Flüchtlinge kommen nach Deutschland, weil sie hier vom Sozialamt finanzielle Summen für ihre Familien erhalten, von denen "normale" Steuerzahler nur träumen können. Ein Beitrag von Rolf Lorig Man muss veröffentlichten Neid Mehr

2017 weniger Straftaten und höhere Aufklärungsquote

TRIER. Im Bereich der Polizeiinspektion (PI) Trier sind die Straftaten rückläufig. Das teilte der Dienststellenleiter, Polizeidirektor Dietmar Braun, am Mittwoch bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2017 mit. Er bewertet die gesunkene Zahl der erfassten Straftaten auf 13.042 positiv. Während in den vergangenen Jahren durch einen Anstieg im Zusammenhang mit Mehr

Junge löst Polizeieinsatz am Hauptbahnhof aus

TRIER. Am Mittwochmorgen, 14. März, informierte ein Zeuge gegen 10.30 Uhr die Polizei über einen Mann, der auf dem Dach des Alleencenters in Trier mit einer Waffe stehen würde. Bereits kurze Zeit später nahmen die Beamten einen 14-Jährigen vorläufig fest. Verletzt wurde niemand. Er sah den jungen Mann auf dem Mehr

Land fördert Schulsozialarbeit der Stadt Trier

TRIER. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Schulsozialarbeit der Stadt Trier mit 198.900 Euro. Das teilte das Ministerium für Bildung auf Anfrage des Trierer Landtagsabgeordneten Sven Teuber (SPD) mit. Sven Teuber freut sich über die Bewilligung des Antrags: "Das ist ein wichtiges Zeichen seitens des Landes. Als ehemaliger Lehrer weiß ich, Mehr

meinung

Lasst ihn stehen!

Marx und sein Double: Michael Thielen vor dem Dummy des Philosophen.

Jetzt mal ganz im Ernst: Die Aufregung um Karl Marx ist künstlich – und heuchlerisch. China schenkt Trier eine Statue, und die soll auf dem Simeonstiftplatz stehen. Da passt sie hin, und das ist auch gut so. Wer jetzt wie die alte Fastnacht um die Ecke kommt und von Gigantomanie faselt und von Menschenrechten und von Millionen Toten, die in Marx’ Namen Opfer wurden, der hat nichts verstanden. Oder will eben aus reinem Prinzip heraus nichts verstehen. Das hier ist Kunst, mehr nicht. Wo waren die politischen Moralapostel denn, als die Städtepartnerschaft mit Xiamen abgeschlossen wurde? Mucksmäuschenstill waren sie. Und wo sind dieselben Stimmen, wenn deutsche Unternehmen ihre (Billig-)Waren von schlechtbezahlten chinesischen Arbeitern unter unmenschlichen Bedingungen produzieren lassen? Die Produkte sind uns billig, aber Marx darf uns nicht recht sein? Welche Heuchelei! Ein Kommentar von Eric Thielen Mehr

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Thomas oder Thomas für Thomas

Wagt die SPD das Schelmenstück und nominiert den Christdemokraten Thomas Albrecht? Bildlich sitzt der Jurist jedenfalls schon in der Nähe von SPD-Chef Sven Teuber. Foto: Rolf Lorig

Trier blamiert sich wieder einmal. Nein, das ist nicht korrekt: Die hiesigen Politiker geben sich alle nur erdenkliche Mühe, die Stadt zu blamieren. Noch genauer: Das Bündnis aus CDU und Grünen, vornehmlich die CDU, macht Trier zur Lachnummer. Ausgeschrieben war ein offenes Bewerbungsverfahren für den Kulturdezernenten in der Nachfolge des abgewählten Thomas Egger (SPD). Doch das ist nur Alibi, reine Schau für die Öffentlichkeit, weil der Schein gewahrt werden muss. Wenn die Fraktionen am Samstag im Schatten der altehrwürdigen Augustinerkirche zusammenkommen, um sich die Bewerber anzusehen, ist das nicht mehr als eine Pseudorunde. Jene, die nicht auf dem Zettel der CDU stehen, können sich die Fahrt an die Mosel sparen. Der neue Kulturdezernent heißt Thomas – Schmitt oder Albrecht, wobei der Trierer Oberstaatsanwalt kaum mehr als schmuckes Beiwerk ist, damit die Union sich zumindest noch den Anschein einer Wahl geben kann. Der Saarländer Schmitt ist längst auserkoren von jenen Großkopferten, die in der CDU aus dem Hintergrund heraus immer noch den Ton angeben. Alles festgezurrt also? Ja. Es sei denn, die geheime Abstimmung am 8. März gerät zur persönlichen Abrechnung mit dem fremdgesteuerten CDU-Chef Udo Köhler. Die SPD könnte Albrecht nominieren und die Spaltung der Union so vor aller Augen sichtbar werden lassen. Ausgeschlossen ist das nicht. Ein kommentierender Überblick von Eric Thielen Mehr

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So nicht

Eingefroren, als es spannend wurde: Maria Duran Kremer von der SPD.

Wenn am Mittwoch kommender Woche der neue Kulturdezernent gewählt werden wird, sind auch die Kameras im Ratssaal am Augustinerhof wieder eingeschaltet. Dann steht die zweite Live-Übertragung aus dem Stadtrat an. Die kurze, aber knackige Tagesordnung lässt hohes Erregungspotenzial vermuten. “Blaue Lagune”, der Flächennutzungsplan und nicht zuletzt die Dezernentenwahl – es dürfte hoch hergehen im Gremium. Für Journalisten bedeutet das: einordnen, analysieren, kommentieren, um der Öffentlichkeit ein detailliertes Bild politischer Zusammenhänge und Hintergründe zu liefern. Die mangelhafte Qualität der ersten Live-Übertragung – technisch wie redaktionell – durch den Offenen Kanal ist dabei eher kontraproduktiv gewesen. Ist das der Maßstab an das Niveau, sollte die Verwaltung darüber nachdenken, das Experiment frühzeitig zu beenden, auch wenn Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) trotz der gravierenden Mängel weiter optimistisch ist (siehe Extra). Ein Kommentar von Eric Thielen Mehr

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Bruchpilot auf Jobsuche

Seine Website suggeriert Kompetenz: Harald Reinhard, Bürgermeister in Buchenbach. Foto: Screenshot / Homepage H. Reinhard

Seine Website suggeriert Kompetenz: Harald Reinhard, Bürgermeister in Buchenbach. Foto: Screenshot / Homepage H. Reinhard

TRIER. Es ist eine kommunalpolitische Grundregel: Jedes Bewerbungsverfahren kennt seine Absurditäten. Ausnahmen davon gibt es keine, lautet eine andere. In Trier hat die immer noch junge Suche nach einem Nachfolger für den abgewählten Kulturdezernenten Thomas Egger schon zwei Skurrilitäten zu bieten. Nach CDU-Stadtrat Thomas Albrecht – der nach eigener Einschätzung ein Kunstbanause ist, den verkrampft-exaltierten Karl M. Sibelius in der Rolle der Großherzogin Gerolstein für “hervorragend” hält und selbst seine Fraktionskollegen bislang nicht mit kulturpolitischen Geistesblitzen behelligte – hat sich jetzt mit Harald Reinhard ein weiterer Kandidat vorgestellt, dessen Bewerbung in jeder anderen deutschen Großstadt chancenlos wäre. Aber in Trier? Man weiß ja nie. Von Martin Eich Mehr

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Quatsch im Quadrat

Die Grünen sind "eine Funktionspartei ohne Funktion", schreibt der Feuilletonist und Theaterkritiker Martin Eich. Foto: Tino Lex/Regensburg

Die Grünen sind “eine Funktionspartei ohne Funktion”, schreibt der Feuilletonist und Theaterkritiker Martin Eich. Foto: Tino Lex/Regensburg

Die Trierer Kommunalpolitik taumelt von Affäre zu Affäre. Der Theaterskandal ist juristisch und politisch noch nicht aufgearbeitet, da muss die Vorsitzende der grünen Stadtratsfraktion eine Lüge einräumen. Die politische Klasse Triers steht inzwischen bundesweit unter Beobachtung, vielfach werden die Entscheidungsprozesse an der Mosel kritisch hinterfragt. Was davon ist struktur-, was personen-, was situationsbedingt? Ein Essay von Martin Eich Mehr

Erstellt am Autor Martin Eich in Dossier Theater, Featured, Meinung 10 Kommentare

Grün ist nicht die Hoffnung, sondern das Problem

Die Grünen, hier Fraktionschefin Petra Kewes, sind nicht die Hoffnung, sondern das größte Trierer Problem. Foto: Rolf Lorig

Die Grünen, hier Fraktionschefin Petra Kewes, sind nicht die Hoffnung, sondern das größte Trierer Problem. Foto: Rolf Lorig

Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist. Man könnte nun einfach nach der Liedzeile aus “Die Fledermaus” verfahren: Schwamm drüber, vergessen, abhaken. Oder wie der Kölner sagt: “Wat fott is, es fott” Glücklich eben der, der so leben kann. Doch halt: Ganz so einfach ist das nicht. Denn hinter der gestrigen Entscheidung zur Ausschreibung für die Nachfolge des abgewählten Dezernenten Thomas Egger (SPD) steckt mehr, als auf den flüchtigen Blick zu erkennen ist. Das Hin und Her, das Hickhack, das Hü und Hott als Begleiterscheinungen des erneut unrühmlichen Schauspiels legten wieder einmal das gesamte Dilemma der Trierer Politik gnadenlos offen. Der böse Geist im widerwärtigen Spiel sind die Grünen. Die CDU aber macht sich mitschuldig an der Vergiftung der Stadt und der politischen Kultur, wenn sie diesen Grünen weiter Mitbestimmung einräumt. Denn deren vorrangige Charaktereigenschaften sind Intriganz, Verlogenheit und Verschlagenheit. Darunter leidet die Stadt wie ein getretener Hund. Und es wird noch schlimmer werden, sofern die Union sich nicht endlich besinnt und nicht zu einem Kurswechsel bereit ist. Ein Kommentar von Eric Thielen Mehr

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Kein Sprachgenie, nirgends

Der Feuilletonist und Theaterkritiker Martin Eich kommentiert die Suche nach dem Egger-Nachfolger. Foto: Tino Lex/Regensburg

Der Feuilletonist und Theaterkritiker Martin Eich kommentiert die Suche nach dem Egger-Nachfolger. Foto: Tino Lex/Regensburg

Trier hat in den vergangenen Jahren kulturell an Boden verloren, lebt von der Substanz. Soll die Stadt zur Marke werden, braucht es jetzt große Würfe. Personell bei der Nachfolge von Thomas Egger, aber auch strukturell beim Zuschnitt seines ehemaligen Wirkungskreises: Aus dem thematischen Gemischtwarenladen muss ein Zukunftsdezernat werden. Ein Kommentar von Martin Eich Mehr

Erstellt am Autor Martin Eich in Dossier Theater, Featured, Meinung 8 Kommentare

Egger-Nachfolge – Dicker Mehltau

Wirft er seinen Hut in den Ring? Thomas Albrecht wäre der ideale Kandidat als Egger-Nachfolger. Foto: Rolf Lorig

Wirft er seinen Hut in den Ring? Thomas Albrecht wäre der wohl ideale Kandidat als Egger-Nachfolger aus den Reihen des Rates. Foto: Rolf Lorig

Verkommt die Neubesetzung der Dezernentenstelle zum kleinlichen politischen Schacher? Verhindern wieder einmal persönliche Animositäten den großen Wurf für Trier, der auch die hiesige Kulturszene vom doktrinären, ideologisierten Mief befreien könnte? Die öffentliche und interne Debatte um die Nachfolge des abgewählten Dezernenten Thomas Egger (SPD) wird geprägt vom Eindruck, dass die Politik nichts aus ihren Fehlern der vergangenen Monate gelernt hat – erst recht nicht aus dem Theater-Skandal, der das Kulturhaus am Augustinerhof an den Rand des Abgrunds brachte. Die SPD will das Dezernat auf ihren Favoriten Markus Nöhl zuschneiden und die städtischen Pflichtaufgaben Sicherheit und Ordnung auf den Stellenwert eines untergeordneten Ressorts degradieren. Die CDU ist nach wie vor unschlüssig und auch uneins. Dabei hat sie mit Thomas Albrecht den prädestinierten Mann in ihren Reihen, der das Dezernat mit dem herausgelösten Kulturressort mit Erfahrung und Weitblick führen könnte. Mit Hermann Lewen stünde ferner ein mit allen Wassern gewaschener Kulturmanager bereit, um die hiesige Kulturszene umzustrukturieren und zukunftssicher zu machen. Doch der grüne Bündnispartner der Union hat sich mit Scheuklappen auf das starke Kulturdezernat festgelegt. Das zementiert den Status Quo und schnürt der Kultur jene Frischluft ab, die sie nun dringend zum Atmen braucht. Wo aber bleibt der Aufschrei der kleinen Fraktionen von UBT, FDP und AfD? Wenigstens sie sollten aus der katastrophalen Misswirtschaft des abgelaufenen Jahres gelernt haben. Ein kommentierender Überblick von Eric Thielen Mehr

Erstellt am Autor Eric Thielen in Dossier Theater, Featured, Meinung, Politik 21 Kommentare

Der Kommentar – Die Krise des Systems

Der Theater-Skandal bewies: In Stadtrat und Ausschüssen mangelte es nicht nur an intellektueller Tiefe und analytischen Fähigkeiten, sondern auch an Weitsicht. Foto: Rolf Lorig

Der Theater-Skandal bewies: In Stadtrat und Ausschüssen mangelte es nicht nur an intellektueller Tiefe und analytischen Fähigkeiten, sondern auch an Weitsicht. Foto: Rolf Lorig

Thomas Egger hat bezahlt. Teuer nicht, weil der Dezernent weich fällt. Er kann in den kommenden 14 Monaten finanziell gut versorgt mit der Familie durch den Palastgarten flanieren. Auch später nagt er mit einer stattlichen Pension nicht am Hungertuch – ganz anders als Hunderttausende Rentner, die nach 40 oder mehr Berufsjahren am Existenzminimum knapsen. Das System sorgt gut für seine Diener, die ursprünglich Diener der Bürgerschaft sein sollten. Bezahlt hat Egger mit dem Verlust seiner Reputation, seines Ansehens und seiner Glaubwürdigkeit. Politisch ist er erledigt; und das heißt viel in seinen Kreisen. Der Theater-Skandal forderte Schuldige. Egger ist ein solcher. Auch Karl Sibelius ist schuldig. Und doch sind beide auch Opfer. Opfer eines Systems, das in der Krise versagte, weil die vorgesehenen Mechanismen versagten. Die taugen für Schönwetterzonen, wenn die See ruhig ist, nicht für Stürme, wenn die Wellen sich turmhoch überschlagen. Es ist daher an der Zeit, die politische Ordnung der Realität anzupassen. Und es ist hohe Zeit, die Menschen an wichtigen Entscheidungen endlich direkt zu beteiligen. Bei der Systemänderung ist der Mainzer Gesetzgeber in der Pflicht. Vor Ort muss Oberbürgermeister Wolfram Leibe an der Bürgerbeteiligung nacharbeiten. Bei seinem Amtsantritt versprach der Sozialdemokrat, mehr Demokratie zu wagen. Dieses Versprechen sollte er möglichst rasch einlösen. Ein Kommentar von Eric Thielen Mehr

Erstellt am Autor Eric Thielen in Dossier Theater, Featured, Meinung 20 Kommentare

Für ein neues Stadttheater

Feuilletonist und Theaterkritiker Martin Eich (hier am 25. Oktober bei einer Podiumsdiskussion in Regensburg): "Die Existenz des Theaters wird nicht von denen bedroht, die wie FPD und AfD die Strukturfrage stellen, sondern von Apologeten einer argumentfreien, blinden Weiter-so-Ideologie." Foto: Tino Lex/Regensburg

Feuilletonist und Theaterkritiker Martin Eich (hier am 25. Oktober bei einer Podiumsdiskussion in Regensburg): “Die Existenz des Theaters wird nicht von denen bedroht, die wie FDP und AfD die Strukturfrage stellen, sondern von Apologeten einer argumentfreien, blinden Weiter-so-Ideologie.” Foto: Tino Lex/Regensburg

Die Weichen sind gestellt: Intendant Karl M. Sibelius ist schon weg, Kulturdezernent Thomas Egger wird am Montag folgen. Aber wie geht es mit dem Theater weiter, wenn die beiden Hauptverursacher der gegenwärtigen Krise nicht mehr im Mittelpunkt stehen und die strukturellen Defizite des Hauses vermehrt in den Blick geraten? Ist das Theater überhaupt reformierbar, haben die Stadtratsfraktionen aus der Affäre gelernt? Ein Essay von Martin Eich Mehr

Erstellt am Autor Martin Eich in Autorenbeiträge, Dossier Theater, Featured, Meinung 15 Kommentare