Woche der Bolivien-Partnerschaft im Bistum Trier

TRIER. "Was ist denn hier los?", fragt eine Frau, die über den Domfreihof geht und an der langen Tischreihe stehenbleibt, die sich Richtung Sternstraße zieht. Da werden Kaffee, Empanadas (gefüllte Teigtaschen) und eine heiße, würzige Brühe angeboten, Infobroschüren liegen aus, und es gibt allerhand Flyer und Give aways vom Mehr

Schlussakkord beim Mosel Musikfestival

TRIER/REGION. Zum Schlussakkord des Mosel Musikfestivals singt der Trierer Bachchor am Dienstag, 3. Oktober, 17 Uhr, in der Konstantinbasilika gemeinsam mit dem Vokalensemble St. Paulin und dem Trierer Domchor den 100. Psalm, opus 106 von Max Reger in D-Dur. Die Vertonung begann Reger 1908, die Uraufführung des spätromantischen viersätzigen Werkes Mehr

Radverkehr in Trier - Stückwerk

Wie viele Geschichten im Leben, so kann auch ein Kommentar zum aktuellen Umsetzungsstand der mit dem "Mobilitätskonzept 2025" im März 2005 beschlossenen Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs mit einer guten und einer schlechten Nachricht beginnen. Die gute: In der Krausstraße in Trier Süd gibt es heute einen Zweirichtungsradweg. Die Mehr

Wenn rund 150 Helfer in die Hände spucken…

TRIER. Hämmern, schrauben, bohren, graben - seit zehn Jahren ist das die Maxime der Aktion ‟Trier Aktiv im Team‟, kurz TAT genannt. Während einer Woche des Jahres stellen sich Unternehmen in den Dienst der guten Sache. Sie stellen ihre Mitarbeiter für eine Woche vom Dienst frei und helfen mit Mehr

Das Krankenhaus und die Seniorenresidenz

TRIER. Die Creatio Gruppe erstellt in der unmittelbaren Nachbachschaft des Ehranger Krankenhauses eine mehrgeschossige Seniorenresidenz mit Pflegeplätzen und Wohneinheiten für betreutes Wohnen. Dafür investiert die Gruppe, die drei weitere Einrichtungen in Pölich, Wittlich und Schweich betreibt, etwa 16 Millionen Euro. Nach Auskunft des Unternehmens ist eine zweijährige Bauzeit geplant. Mehr

meinung

Der Gastkommentar – Politik als Posse

So ist es. Foto: bpb

So ist es. Foto: bpb

Von Rüdiger Rauls

Die Wahlgänge der letzten Monate, die Personalentscheidungen in der Stadtverwaltung und besonders die Art und Weise des Zustandekommens der schwarz-grünen “Koalition” rufen bei vielen Beobachtern des politischen Lebens in Trier nicht nur Kopfschütteln hervor, sondern auch Abscheu. Viele fühlen sich bestätigt in ihrer Ablehnung der Parteienpolitik. Immer stärker entsteht der Eindruck, dass bei all diesen Entscheidungen das Interesse der Stadt auf dem Altar der Machtpolitik der Parteien geopfert wurde. Mehr

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Der Kommentar – Strategen an der Macht

Grüne Architekten im schwarzen Haus: Reiner Marz und Corinna Rüffer. Fotos: Grüne

Grüne Architekten im schwarzen Haus: Reiner Marz und Corinna Rüffer. Fotos: Grüne

TRIER. Punktlandung ohne Totalschaden: Die Grünen sind am Ziel, die CDU ist am Ziel. Beide werden sich nun für eine lange – oder auch nur kurze – Zeit zusammenraufen. Weil sie müssen, weil sie wollen. Trier bekommt sein erstes schwarz-grünes Bündnis im Stadtrat. In der inzwischen nahezu diktatorisch geführten Trierer Union bestimmen die Granden ohnehin von oben herab, was gemacht wird. Die Partei bin ich, basta! Bernhard Kasters Credo – traditionalistisch im Sinne des großen Vor-Vorgängers Christoph Böhr. Ganz so weit sind die grünen Vordenker um Reiner Marz und Corinna Rüffer noch nicht. Sie hatten zumindest den Anstand, ihre Mitglieder mitreden zu lassen. Ein klein wenig Show für das Publikum, für die Medien und zur Beruhigung des eigenen, vielleicht sogar schlechten Gewissens. Denn ausgemacht war die Sache längst – in den Hinterzimmern und in konspirativen Sitzungen. Die Gegner hätten sich am Samstag auf den Kopf stellen, mit den Füßen wackeln und den Ohren schlackern können. Auch das wäre vergeblich gewesen. Nun wächst also zusammen, was in Trier vielleicht sogar wirklich zusammengehört: Machthunger hier, Machthunger dort. Die neue Opposition aber kann unbesorgt sein. Jenes Papier, auf das CDU und Grüne sich einigten, ist kaum mehr als ein Potemkinsches Dorf, hübsch anzusehen, nett verpackt, dabei inhaltsleer wie Omas Plätzchendose nach den Weihnachtstagen. Ein paar Worthülsen in Druckerschwärze, elastisch wie das Gummiseil beim Hüpfburgen-Spiel der Kinder, dehnbar und formbar wie Knetmasse. Was hinten herauskommt, weiß keiner. Wahrscheinlich nicht mehr als heiße Luft. Ein Kommentar von Eric Thielen Mehr

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Neuanfang nach Anschlägen

Rüdiger Rauls – Trierer Autor und Journalist.

Rüdiger Rauls – Trierer Autor und Journalist.

Von Rüdiger Rauls

Bei all dem Leid, das in den letzten Tagen Menschen in Frankreich zugefügt worden ist, ist das veränderte Verhalten von großen Teilen von Politik und Medien das einzig Gute und Hoffnungsvolle, das aus diesen schrecklichen Ereignissen zu erwachsen scheint. Gemeinsam rufen die führenden Vertreter aller Religionsgemeinschaften und die politischen Führer unseres Landes nicht nur zur Toleranz auf, sondern sie nehmen in ganz besonderen Maße die muslimischen Mitbürger in Schutz und grenzen sie ab gegen diejenigen, die solche Gewalttaten glauben im Namen irgendeines Gottes ausüben zu dürfen. Die führenden Vertreter der Gesellschaft stellen sich aber nicht nur schützend vor die, die bisher sehr oft unter Generalverdacht gestellt wurden. Politik und Medien erkennen öffentlich an, “dass sich die muslimischen Verbände im Land sehr stark für die Integrationspolitik vor Ort einsetzen”. Sie wenden sich damit auch gegen gesellschaftliche Kräfte, die solche Gräueltaten und das daraus erwachsene Leid für die eigenen Zwecke zu missbrauchen versucht haben. Mehr

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Der Gastkommentar – Polit-Pirouetten auf glattem Parkett

Rüdiger Rauls – Trierer Autor und Journalist.

Rüdiger Rauls – Trierer Autor und Journalist.

Von Rüdiger Rauls

Der Wechsel an der Spitze der Trierer CDU wird vermutlich die Probleme nicht lösen. Und wer weiß, wie lange die schwarz-grüne Zweckehe hält? Sicherlich mag bei diesem ganzen Schacher auch Persönliches eine Rolle spielen − etwa Rivalitäten und Abneigungen zwischen einzelnen Partei”freunden”. Aber auch diese sind geringer, wenn es politisch gut läuft. Das ganze unwürdige Gezerre in den Hinterzimmern hat auch bei der CDU selbst viel böses Blut geschaffen, weil über die Köpfe der einfachen Mitglieder und langjährigen Parteisoldaten hinweg vollendete Tatsachen geschaffen wurden. Da wurden auch mal gerne die hohen Maßstäbe an die Demokratie über Bord geworfen, die man sonst doch so gerne bei anderen anlegt. Das Parteivolk durfte nur noch zustimmen und damit die eigene Entmündigung abnicken. Mehr

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Der ganz ernst gemeinte Jahresrückblick

Der Umfaller des Jahres: Triers CDU-Chef Bernhard Kaster.

Der Umfaller des Jahres: Triers CDU-Chef Bernhard Kaster.

TRIER. Ein für die Stadt ereignisreiches politisch-gesellschaftliches Jahr geht zu Ende. Der Sozialdemokrat Wolfram Leibe beerbt Klaus Jensen als Oberbürgermeister. Damit stellt die SPD zum zweiten Mal in der Geschichte Triers den Stadtchef. Die von der CDU nominierte parteilose Unternehmerin Hiltrud Zock konnte ihrer Favoritenrolle in der Stichwahl vom 12. Oktober nicht gerecht werden. Zock wurde zum Opfer der von Parteichef Bernhard Kaster und Fraktionschef Dr. Ulrich Dempfle initiierten machtstrategischen Überlegungen. Zuvor hatte Kaster mit seiner Partei bei der Kommunalwahl das zweitschlechteste Ergebnis in der Geschichte der Trierer CDU eingefahren. Auch für das schlechteste Ergebnis der Union fünf Jahre zuvor hatte der Pfalzeler als Parteichef bereits verantwortlich gezeichnet. Dafür steuert Kaster die Union erstmals in der Trierer Historie in ein Bündnis mit den Grünen. Wer also waren die politischen Menschen des Jahres? Der reporter benennt Gewinner und Verlierer, Aufsteiger und Absteiger. Mehr

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Der Gastkommentar – Lust auf Visionen für Trier-West

Tief im Westen - Franz Kluge: Professor für Medien, Design und Gestaltung.

Tief im Westen – Franz Kluge: Professor für Medien, Design und Gestaltung.

Von Professor Franz Kluge

Aufgeschrieben für ein kleines Mädchen, das vor 50 Jahren, zu Besuch in Trier, auf dem Hauptmarkt dieser großen Stadt ihren Onkel aus den Augen verloren hatte und ganz allein den Weg zurück auf die andere Seite des Flusses in den Trierweilerweg, damals seinem zweiten Zuhause, gefunden hatte.

Ein Hinweis ist diesem Beitrag zur Einstimmung voranzuschicken: Er konnte nur in dieser Zeit, in den Tagen zwischen den Jahren geschrieben werden. Und er sollte bevorzugt auch in dieser Zeit gelesen werden. Dann nämlich ist die Chance, die Adressaten dieser Botschaft zu erreichen, wohl am größten. Worin liegt aber der tiefere Grund für diese Nebenbedingung? Dieses hat mit der Besonderheit dieser Zeit, die eben eine “Ausnahmezeit” ist, zu tun. Denn dieser Zeitraum von Weihnachten bis zum 6. Januar, dem Festtag der heiligen drei Könige und Weisen aus dem Morgenland, jedenfalls im christlichen Kulturkreis, ist durch eine schwebende Leichtigkeit geprägt. Die Empfindung dieser Leichtigkeit und Unbeschwertheit ist weit verbreitet, ja sie wird kollektiv geteilt und jedem bewusst, wenn man danach fragt. Damit wird eine Atmosphäre aufgerufen, die eine Beweglichkeit mutiger, vielleicht auch gewagter Ideen begünstigt, die Lust auf Zukunft macht, die Raum für Utopien und Visionen gibt, ohne deren Urheber und Sympathisanten sogleich als Fantasten oder Traumtänzer in die Schranken der Realität zu verweisen. Diese im normalen Leben keineswegs selbstverständliche, uns zwischen den Jahren jedoch geschenkte Schwerelosigkeit, ist aber für Bereitschaft, den nachfolgenden Gedanken zu folgen, wohl ganz unverzichtbar. Mehr

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Der Gastkommentar – Trier und Dresden

Rüdiger Rauls - Trierer Autor und Journalist.

Rüdiger Rauls – Trierer Autor und Journalist.

Von Rüdiger Rauls

Die NPD demonstriert gegen die Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Trier-Euren. Noch herrschen keine Dresdener Verhältnisse. Aber das Konfliktpotential ist ähnlich. Vordergründig geht es bei den Protesten um Flüchtlinge, Ausländer oder sogenannte Islamisten. Das ist eine künstliche Aufteilung der Bevölkerung, die von Medien und der Teilen der Politik zwischen “uns Deutschen” und den “Nichtdeutschen” geschaffen wurde. Jetzt aber beginnt aus dieser Stimmung heraus eine Bewegung zu entstehen, vor der die herrschenden politischen Kräfte Angst haben. Da kommt etwas in Gange, das aus dem Ruder laufen könnte. Damit diese Bewegung sich nicht aufschaukelt und vielleicht unkontrollierbar wird, will man der ganzen Sache das Explosive nehmen. Den Stimmungen und der Emotionalität soll nun Sachlichkeit entgegen gestellt werden. Sachlichkeit und Appelle an die Vernunft sollen die aufgeheizte Stimmung abkühlen. Medien veröffentlichen nun auf einmal Zahlen, Fakten und Argumente, die dem Gerede von der “islamistischen Bedrohung” und all den anderen Legenden den Wind aus den Segeln nehmen sollen. Mehr

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Der Sieger trägt Rot

SPD-Chef Sven Teuber war am Dienstagabend ohne Ölkanne, dafür aber mit dem großen Leimtopf unterwegs - seine Taktik ging auf.

SPD-Chef Sven Teuber war am Dienstagabend ohne Ölkanne, dafür aber mit dem großen Leimtopf unterwegs – seine Taktik ging auf.

Vielleicht lag es ja am süffigen Rebensaft, der im Untergeschoss des Rathauses ausgeschenkt wurde. Vielleicht aber auch an den leckeren Schnittchen, belegten Brötchen und Frikadellen, die von einer Metzgerei aus Feyen geliefert worden waren. Vielleicht wollte man auch einfach nur den Geburtstag von Thomas Egger in trauter Einigkeit begehen. Oder es lag doch am Heiligen Geist, der kurz vor Weihnachten sogar Politiker zu beseelen vermag. Wie dem auch gewesen sein mag: So viel Harmonie war selten im Trierer Rat wie am Dienstagabend – trotz der klaren Fronten in den thematischen Disputen. Eine Analyse von Eric Thielen Mehr

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Der Gastkommentar – Es rumort richtig

Rüdiger Rauls - Trierer Autor und Journalist.

Rüdiger Rauls – Trierer Autor und Journalist.

Von Rüdiger Rauls

In Trier-West kommt es zu Konflikten zwischen den Flüchtlingen in der General-von-Seidel-Kaserne und den umliegenden Anwohnern. Auch die Flüchtlingsunterkunft in der Dasbachstraße ist häufig Anlass zu Diskussionen und Unmut in der Trierer Öffentlichkeit. Vor einigen Wochen gingen in Köln “Hooligens gegen Salafisten” auf die Straße. In Dresden treffen sich montags immer mehr Bürger, die gegen die Islamisierung des Abendlandes demonstrieren. Ähnliche Proteste gegen Überfremdung finden zunehmend auch in anderen Städten der Republik statt. Die Spannungen zwischen den Gruppen der Bevölkerung nehmen zu. Das zeigt sich nicht nur in Konflikten zwischen “Deutschen” und “Ausländern”, aber hier ganz besonders. Diese Proteste immer nur auf das Wirken rechtsextremer Gruppen zurückzuführen, wird dem Problem nicht gerecht. Offensichtlich ist da sehr viel Unmut, wenn mittlerweile der Protest auch von Kreisen getragen wird, die sich bisher politisch eher unauffällig oder zurückhaltend verhalten haben. Diesem Problem ist auch nicht mit Beschimpfung oder Verachtung der Demonstrierenden beizukommen, ebenso wenig wie mit Lobeshymnen auf Vielfalt, Buntheit und Weltoffenheit. Sie führen zu einer Konfrontation, die nicht weiter hilft. Ohne sachliche Analyse dieser gesellschaftlichen Erscheinung wird Abhilfe schwierig. Mehr

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Der Gastkommentar – Trier-West im Fokus der Soziologen

Der Trierer Soziologe Professor Dr. Waldemar Vogelgesang.

Der Trierer Soziologe Professor Dr. Waldemar Vogelgesang.

Von Professor Dr. Waldemar Vogelgesang

Wie viele deutsche Städte kennt auch Trier soziale Brennpunktgebiete, die durch Unterschichtung und Diskreditierung charakterisiert sind. Dies gilt insbesondere für zwei Stadtteile: Trier-Nord und Trier-West. Seit der Neugründung der Universität im Jahr 1970 bis in die Gegenwart haben sich Trierer Soziologen in mehreren Untersuchungen mit den Lebensbedingungen in diesen Problemvierteln beschäftigt. Auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, der zum ersten Mal in Trier stattfand, wurde mit einem besonderen Kongressformat daran erinnert: “Soziologie konkret: Stadt- und Quartiersentwicklung in Trier.” Trotz widriger Wetterbedingungen nahmen über 50 Fachvertreter/innen aus ganz Deutschland an der als Fahrradexkursion konzipierten Veranstaltung teil. Das Ziel war, sie vor Ort mit der Geschichte, der Sozialstruktur und den Problemen, aber auch mit Veränderungen und Entwicklungspotenzialen dieser Stadtteile vertraut zu machen. Mehr

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