Demos in Trier – Polizei mit Verlauf zufrieden

TRIER. Mit mehr als einstündiger Verzögerung hat die NPD am Samstag ihre Kundgebung am Hauptbahnhof in Trier abgehalten. Nach Angaben der Polizei Trier hatten sich dazu 15 Teilnehmer und Sympathisanten eingefunden. Vier zum Abbrennen genehmigte Fackeln seien dabei entzündet worden. Der 30. Januar gilt für Rechtsradikale als Feiertag: Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler von Reichspräsident Paul von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt.

Bereits um 16.30 Uhr hatte der Verein “Für ein buntes Trier, gemeinsam gegen Rechts e.V.” mit seiner Gegenkundgebung begonnen. Die Polizei schätzt die Zahl der Teilnehmer auf bis zu 100 Menschen. Mit Wort- und Liedbeiträgen demonstrierten sie für die Rechte von Flüchtlingen. Während des gesamten Veranstaltungszeitraums mussten Teile des Bahnhofsplatzes für den Verkehr gesperrt werden. Zu größeren Verkehrsbeeinträchtigungen kam es nach Polizei-Angaben jedoch nicht.

Die polizeiliche Bilanz des Einsatzes: Gegen insgesamt elf Teilnehmer aus dem Umfeld der Gegendemonstration wurden Platzverweise erteilt. Gegen einen Demonstranten wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet. Insgesamt zeigte sich der polizeiliche Einsatzleiter, Kriminaldirektor Norbert Hausen, mit dem Verlauf des Einsatzes zufrieden. (tr)


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