“Die Universität braucht den Freundeskreis“

TRIER. Der Förderverein der Universität feiert im kommenden Jahr sein 50-jähriges Jubiläum. Bei konstanten Mitgliederzahlen verfolgt der Verein vor allem zwei Ziele: die Wettbewerbsfähigkeit und die Entwicklung der Universität.

1970 wurde Trier wieder Universitätsstadt. Zu dieser landespolitischen Standort‐Entscheidung hatte die ein Jahr zuvor gegründete “Vereinigung zur Förderung der Wiedererrichtung der Trierer Universität” nicht unwesentlich beigetragen. Im kommenden Jahr blickt die später in “Freundeskreis Trierer Universität“ umgetaufte Vereinigung auf eine 50‐jährige Geschichte zurück. Das Jubiläum war nun ein zentrales Thema der Mitgliederversammlung.

Innerhalb kurzer Zeit taten sich vor 49 Jahren 600 meist einflussreiche Personen in der “Vereinigung“ zusammen, um sich für eine Universität in Trier stark zu machen. Die erste Trierer Universität von 1473 war unter Napoleon 1798 geschlossen worden. Als sich die rheinland‐pfälzische Landesregierung noch 1969 für die ungewöhnliche Konstruktion einer Doppeluniversität Trier/Kaiserslautern entschied, war die Trierer Vereinigung zwar am Ziel angekommen. Ihr Anliegen betrachtete sie damit aber nicht als erledigt.

Unter dem neuen Namen “Freundeskreis Trierer Universität“ verfolgt der Verein seitdem zwei zentrale Ziele: die Wettbewerbsfähigkeit und die Entwicklung der Universität zu unterstützen und ihre Bindungen zu Stadt und Region zu stärken. “Unsere Arbeit ist heute nicht weniger wichtig als damals“, lässt der Vorsitzende Helmut Schröer keinen Zweifel daran, dass die Universität ihren Freundeskreis weiterhin braucht. Das sehen offensichtlich viele Andere ebenso, denn der Verein wird seit Jahren konstant von etwa 400 Mitgliedern getragen, wie Geschäftsführer Jürgen Grabbe mitteilte.

Ein zentrales Anliegen des Freundeskreises bleibt die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Auch in diesem und im kommenden Jahr werden wieder Preise für die besten Promotionen verliehen. Kooperationsprojekte von Partnern aus der Universität und der Stadt oder der Region wurden in der Vergangenheit im jährlichen Rhythmus gefördert. Prof. Matthias Busch stellte den Vereinsmitgliedern das aktuell geförderte Projekt vor. Hierbei geht es darum, Schüler an Forschung und Wissenschaft und zugleich Lehramt‐Studierende an die Entwicklung von korrespondierenden Unterrichtsmethoden heranzuführen.

Schon im kommenden Jahr will sich der Freundeskreis einem neuen Feld widmen: der Internationalisierung der Universität. “Es ist wichtig, die Universität auch international sichtbar zu
machen“, so Helmut Schröer. Diesem Anliegen kann sich der Verein auf einer soliden finanziellen Basis zuwenden, wie Schatzmeister Peter Späth wissen ließ. “Dass wir die Jahresbilanz mit einer schwarzen Null abschließen, entspricht unserem Verständnis. Wir sind kein Sparerverein, sondern wollen unsere Mittel verwenden, um unseren Auftrag zu erfüllen“, so Späth. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen Hinterlasse einen Kommentar

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