Dreyer: “Sicherheit hat oberste Priorität”

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD).

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD).

MAINZ/TRIER. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat in ihrer Neujahrsansprache betont, dass die Gewährleistung der Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger im Land für die Landesregierung die höchste Priorität habe: “Es ist mir ein besonderes Anliegen, allen Bürgerinnen und Bürgern im Land zu versichern, dass unsere Sicherheitskräfte alles Menschenmögliche tun, um uns zu schützen. Wir werden nicht zulassen, dass feige Attentate unsere Demokratie und unsere gemeinsamen Werte zerstören!”

Die Ministerpräsidentin sprach den Opfern und den Angehörigen des Berliner Attentats ihre Anteilnahme aus. Sie betonte, dass das schreckliche Attentat nicht dazu führen dürfe, nun Mauern zu bauen und alles Fremde abzuweisen: “Wer nun Angstmacherei und Hetze betreibt, gefährdet unser friedliches Zusammenleben, weil Hass immer neuen Hass und neue Gewalt hervorbringt.”

Die realen Chancen einer zusammenwachsenden Welt unterstrich Dreyer bei ihrer diesjährigen Neujahrsansprache nachdrücklich. “Auch wenn Veränderungen, die bis in die eigene Arbeit und Familie hinein spürbar sind, manchen Menschen Angst machen: Ich sage Ihnen mit voller Überzeugung, für Angst vor der Zukunft gibt es keinen Grund”, betonte die Triererin.

Sie verwies auf den wirtschaftlichen Erfolg rheinland-pfälzischer Unternehmen im globalen Handel, aber auch auf die erfolgreiche Integration der Flüchtlinge in Rheinland-Pfalz. “Wenn ich im Land unterwegs bin, erlebe ich, wie gut das Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Nationen gelingt, wenn man sich erstmal kennengelernt hat, wenn die Kinder gemeinsam zur Schule gehen und man sich im Verein trifft”, so Dreyer.

Die Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen hätten im vergangenen Jahr einen beeindruckenden Zusammenhalt gezeigt. “Als Hunderttausende nach Deutschland geflohen sind, haben sie ohne zu zögern den Geflüchteten ein neues Zuhause gegeben”, so die Ministerpräsidentin. Zusammengehalten und angepackt hätten die rheinland-pfälzischen Bürger und Bürgerinnen auch bei der Bewältigung der Hochwasserkatastrophe. Dreyer dankte den vielen Helfenden für deren Engagement und wertete dies als Beleg für den starken gesellschaftlichen Zusammenhalt in Rheinland-Pfalz, wo sich jeder Zweite ehrenamtlich engagiere.

Auch wenn man in einer vielfältigen, globalisierten Welt nicht auf alles Einfluss nehmen könne, so liege es doch auch an jedem und jeder Einzelnen, die Gesellschaft menschlich und liebenswert zu gestalten. “Lassen Sie uns bewahren, was uns stark macht: unsere Lebensfreude, unseren Unternehmensgeist, unsere Tatkraft und unseren Zusammenhalt”, sagte die Ministerpräsidentin. Wenn alle ihre Stärke einbrächten, könne gemeinsam Großes bewegt werden.

Die Neujahrsansprache wird am Silvesterabend, 31. Dezember, 19.55 Uhr, im SWR-Fernsehen ausgestrahlt. Ab 20 Uhr ist die vollständige Rede der Ministerpräsidentin auch auf rlp.de nachzulesen. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Politik 13 Kommentare

13 Kommentare zu Dreyer: “Sicherheit hat oberste Priorität”

  1. Det

    Hurra, es bleibt , wie es ist, ( zumindest vorerst )!
    Da bleibt sich unsere Landesstievmutter treu,. schon im ersten Satz ihrer Neujahrsansprache, wird gelogen.
    Von da an lohnte es sich nicht mehr weiter zu lesen.

     
  2. Treverin

    Das Sicherheitskonzept für Sylvester war gut und alles ist in Trier friedlich verlaufen, dank einer Polizei (und Ordnungsamt) die massiv in Uniform und Zivil in der Stadt vor und nach Mitternacht Präsenz zeigte. Sofortiger Eingriff war angesagt bei sich andeutenden Konflikten. Gut so. Auf ein gutes neues und friedvolles Jahr 2017.

     
  3. Marco Berweiler

    “Es ist mir ein besonderes Anliegen, allen Bürgerinnen und Bürgern im Land zu versichern, dass unsere Sicherheitskräfte alles Menschenmögliche tun, um uns zu schützen…”

    Und wie soll das bitteschön funktionieren, wenn die Polizei in Rheinland-Pfalz jahrelang systematisch von den SPD geführten Regierungen kaputtgespart wurde?

    Rund 1,6 Millionen Überstunden sind angefallen, dazu ein hoher Krankenstand.

    Was die Anzahl der Polizisten pro 100.000 Einwohner betrifft, liegt Rheinland-Pfalz ganz am Ende aller 16 Bundesländer mit nur 224 Polizisten.

    Spitzenreiter ist übrigens Berlin mit 473 Polizisten. Bei den “Nicht-Stadt-Staaten” liegt Mecklenburg-Vorpommern mit 366 Polizisten vorne.

    Wie ist es eigentlich künftig in Rheinland-Pfalz mit Video-Überwachung? Ich befürchte, dass sich hier mal wieder die Datenschützer durchsetzen und somit die Täter schützen …

     
  4. Peter Buggenum

    @ Treverin ” dank einer Polizei (und Ordnungsamt) die massiv in Uniform und Zivil in der Stadt vor und nach Mitternacht Präsenz zeigte. ”

    Merken Sie denn nicht, dass hier etwas schiefläuft? Es ist noch nicht lange her, da konnte man auch ohne Hochsicherheitsschutz feiern.

     
    • Kevin

      @Peter Buggenum:
      Bitte verklären Sie nicht die Vergangenheit: Vor sehr langer Zeit war ich Silvester gerne auf dem Hauptmarkt. Bis dort von (nicht südländisch aussehenden und moselfränkisch sprechenden) Jugendlichen Feuwerwrkskörper unachtsam verschossen, Flaschen in die Nähe von Anderen geworfen und Betrunkene sich überall erntleerten und/oder Streit suchten. Damals habe ich mir auch mehr Polizeipräsenz gewünscht.

       
      • Richtig!

        @Kevin
        Sehr guter Kommentar, so ging es mir damals auch!

         
    • Falsch!

      Man konnte nicht mehr auf den Hauptmarkt feiern, weil wie es Kevin schildert, Trierer deutsche Jugendliche dermaßen die Sau an Silvester auf dem Hauptmarkt rausließen!

       
    • Postfaktisch!

      Flaschenverbot an Fastnacht und an Silvester auf dem Hauptmarkt und Domfreihof, unsäglicher Weiberdonnerstag vor paar Jahren mit Katastropheneinsatz vorm Dom, Mehrheit deutsche Jugendliche war dafür verantwortlich!!

       
    • Deutsche Rechtschreibung

      Herr Buggenum, nach und vor den Anführungszeichen kommen nach deutscher Rechtschreibung keine Leerzeichen! 😉

       
  5. Ergänzende

    Unwählbar. Einsicht in eigene Fehler= Null. Grenzen schützen mit Waffen = Undenkbar, schlimm, menschenverachtend/ Weihnachtsmärkte und öffentliches Leben mit Waffen schützen = Alles Menschenmögliche – fragt sich nur, wer hier komplett die Durchsicht verloren hat. 2

     
  6. Peter Buggenum
     

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