Egger-Nachfolge – Dicker Mehltau

Wirft er seinen Hut in den Ring? Thomas Albrecht wäre der ideale Kandidat als Egger-Nachfolger. Foto: Rolf Lorig

Wirft er seinen Hut in den Ring? Thomas Albrecht wäre der wohl ideale Kandidat als Egger-Nachfolger aus den Reihen des Rates. Foto: Rolf Lorig

Verkommt die Neubesetzung der Dezernentenstelle zum kleinlichen politischen Schacher? Verhindern wieder einmal persönliche Animositäten den großen Wurf für Trier, der auch die hiesige Kulturszene vom doktrinären, ideologisierten Mief befreien könnte? Die öffentliche und interne Debatte um die Nachfolge des abgewählten Dezernenten Thomas Egger (SPD) wird geprägt vom Eindruck, dass die Politik nichts aus ihren Fehlern der vergangenen Monate gelernt hat – erst recht nicht aus dem Theater-Skandal, der das Kulturhaus am Augustinerhof an den Rand des Abgrunds brachte. Die SPD will das Dezernat auf ihren Favoriten Markus Nöhl zuschneiden und die städtischen Pflichtaufgaben Sicherheit und Ordnung auf den Stellenwert eines untergeordneten Ressorts degradieren. Die CDU ist nach wie vor unschlüssig und auch uneins. Dabei hat sie mit Thomas Albrecht den prädestinierten Mann in ihren Reihen, der das Dezernat mit dem herausgelösten Kulturressort mit Erfahrung und Weitblick führen könnte. Mit Hermann Lewen stünde ferner ein mit allen Wassern gewaschener Kulturmanager bereit, um die hiesige Kulturszene umzustrukturieren und zukunftssicher zu machen. Doch der grüne Bündnispartner der Union hat sich mit Scheuklappen auf das starke Kulturdezernat festgelegt. Das zementiert den Status Quo und schnürt der Kultur jene Frischluft ab, die sie nun dringend zum Atmen braucht. Wo aber bleibt der Aufschrei der kleinen Fraktionen von UBT, FDP und AfD? Wenigstens sie sollten aus der katastrophalen Misswirtschaft des abgelaufenen Jahres gelernt haben. Ein kommentierender Überblick von Eric Thielen

Udo Köhler will nichts sagen. Auch Thomas Albrecht schweigt. Dabei macht gerade der Name des Trierer Oberstaatsanwaltes verschärft die Runde, wenn es um die Neubesetzung des alten Egger-Dezernats geht. Die Frage ist nicht, ob der Jurist eine gute Wahl für den Posten sein würde. Albrecht ist nicht nur politisch höchst erfahren, er bringt auch die fachliche Kompetenz mit, die gerade dieses extrem heterogene Dezernat jetzt dringend braucht. Und er kennt die politische Landschaft aus dem Effeff – einschließlich der Fallstricke und Fettnäpfchen. Zudem stimmt die Chemie zwischen ihm, Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) und Baudezernent Andreas Ludwig (CDU). Oft, sehr oft berät der Sozialdemokrat Leibe sich gerade in juristischen Fragen mit dem Christdemokraten Albrecht.

Die Frage ist vielmehr, ob der Jurist sich gegen seine parteiinternen Widersacher durchsetzen kann. Denn der Christdemokrat gilt als unbequem und unorthodox. Albrechts Gegner schießen vor allem aus dem Hintergrund: Ex-Parteichef Bernhard Kaster, Ex-Fraktionschef Ulrich Dempfle, Ex-OB Helmut Schröer, deren Einfluss im CDU-Binnenverhältnis immer noch immens ist. Kaum etwas geht ohne sie in der Union, gegen sie geht praktisch nichts. Vor der Kommunalwahl von 2009 suchte Kaster parteiintern einen Gegenkandidaten zu Albrecht, weil der es gewagt hatte, die Politik des Vorsitzenden zu kritisieren. Das belastet das Verhältnis beider bis heute.

“Kein Kommentar”

Ob Albrecht sich als Egger-Nachfolger bewerben wird, hängt aktuell davon ab, ob der Jurist erstens die Unterstützung seiner Fraktion bekommt, und ob zweitens die Kultur unter der Regie eines eigenen, weitgehend selbstständigen Managers aus dem Dezernat herausgelöst wird, wobei der Dezernent die politische Kontrolle behalten soll. Zu seinen Ambitionen will der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU sich nicht äußern. “Ich bitte um Verständnis dafür”, sagt Albrecht am Mittwoch gegenüber dem reporter, “dass ich zum jetzigen Zeitpunkt nichts sage.”

Auch Köhler will sich zu den Personal-Spekulationen nicht äußern. “Kein Kommentar”, sagt der CDU-Chef, “weil derzeit einfach zu viele Namen in der Gerüchteküche brodeln.” Unter anderem auch der von Jürgen Backes, ebenfalls Jurist, CDU-Stadtrat und ehemaliger Verbandsbürgermeister. Stattdessen kündigt Köhler nun doch an, dass die Union die Stelle nach dem bisherigen Schema ausschreiben will. Das hat der CDU-Chef den Oberbürgermeister am Mittwoch wissen lassen. Nach reporter-Informationen sprach sich am Montagabend die Mehrheit der CDU-Fraktion in einer Probeabstimmung für diese Variante aus. Allerdings soll der Text der Ausschreibung “möglichst frei formuliert sein”, so Köhler, “damit wir genügend Handlungsspielraum haben”.

Auch Jürgen Backes (CDU) soll Interesse an einer Kandidatur signalisiert haben. Foto: Rolf Lorig

Auch Jürgen Backes (CDU) soll Interesse an einer Kandidatur signalisiert haben. Foto: Rolf Lorig

“Leider”, bedauert der CDU-Chef, “fehlte in den Vorschlägen des Oberbürgermeisters jene Variante, die wir uns gewünscht hätten – dass nämlich die möglichen Umstrukturierungen innerhalb des Stadtvorstandes einbezogen werden, die sich dann ergeben könnten, wenn die Amtszeit von Angelika Birk endet.” Dass die CDU sicher ihre Hand auf das jetzt freie Dezernat legen wird, steht laut Köhler noch nicht fest. “Wir suchen den besten Mann oder die beste Frau für den Posten, wenn er oder sie dann auch noch unser Parteibuch hat, umso besser.” Sobald der geeinigte Kandidat gefunden ist, will die Union entscheiden, ob die Kultur oder die Ressorts Sicherheit und Ordnung herausgelöst werden.

Das Dilemma der CDU ist allerdings offensichtlich: Die Christdemokraten müssen weiter zwischen dem grünen Bündnispartner und der SPD lavieren. Dass die Sozialdemokraten sich mit ihrem jüngsten Vorstoß zur Ausrichtung des alten Egger-Dezernats kategorisch festlegten, könnte der Union allerdings zupass kommen. Denn mit ihrer klaren Fixierung auf das starke Kulturdezernat und die Herabstufung von Sicherheit und Ordnung zum Nebenfach haben die Genossen den interfraktionellen Gesprächen praktisch den Boden entzogen. Köhler will den Vorstoß der Sozialdemokraten nicht kommentieren. “Dazu hören Sie von mir nichts”, sagt der CDU-Chef nur. Bereits damit hat er genug gesagt.

Obwohl die Kommunikation zwischen SPD und Grünen immer noch nachhaltig gestört ist, laufen beide zumindest bei der Kultur auf einer Linie, wobei die Grünen im Gegensatz zu den Sozialdemokraten auch die Auslagerung von Sicherheit und Ordnung aus dem Dezernat ablehnen. Dabei legte gerade der Theater-Skandal die Schwachstellen innerhalb des Dezernats schonungslos offen. Leibe sagte dazu: “Thomas Egger ist auch an der immensen Heterogenität des Dezernats gescheitert.” Die heile Welt, die gerade die Grünen sich gerne so machen, wie sie ihnen gefällt, sieht jedoch weiter rosarot und bunt aus. Gelernt wurde hier aus dem Theater-Debakel jedenfalls nichts.

Erodierender Kultursektor

So erscheint die Situation absolut verfahren. Die SPD will das Dezernat für ihren Favoriten Markus Nöhl nach dessen Gusto umstrukturieren, ohne jedoch eine eigene Mehrheit im Rat zu haben, die Grünen lehnen Veränderungen strikt und kategorisch ab, die CDU hängt wie so oft unter der Doktrin des Bündnispartners zwischen Baum und Borke fest – und die Stadt kommt nicht voran. Innenstadtschule und Flächennutzungsplan sind neben der für Trier enorm wichtigen Kultur nur zwei weitere Beispiele unter vielen für die Stagnation der städtischen Entwicklung, die von der Politik verursacht ist.

Dicker Mehltau liegt demnach auf der Stadt, der inzwischen sogar hart verkrustet ist. Abhilfe schaffen kann hier nur das sperrangelweite Aufreißen der Fenster. Das aber schlägt fehl, wenn der Status Quo auf weitere acht Jahre zementiert und die Kulturszene wie gehabt vom doktrinären Verwaltungszirkel gegängelt wird. Wie sehr das in die berühmte Hose gehen kann, machen die Beispiele NeroHero und ttm deutlich. Beides oblag dem Dezernenten und dem verwaltungsdominierten Kulturamt. Und beides endete im Desaster – NeroHero ganz, die ttm fast. Antikenfestspiele und Brot&Spiele ergänzen die Desaster-Liste. Tourismus, Theater, Tufa, Museum, das Mosel Musikfestival als Sommer-Philharmonie und die breit gefächerte freie Szene aber müssen künftig Hand in Hand gehen, was nicht unter der Regie eines Dezernenten, sondern nur unter der eines erfahrenen Kulturmanagers geschehen kann.

Denn knallhart durchdekliniert, lautet die schonungslose Analyse: Theater, Museum und Tufa sind in einer bis zur Oberkante der Unterlippe verschuldeten Stadt als freiwillige Leistungen letztlich entbehrlich. Sicherheit und Ordnung als kommunale Pflichtaufgaben sind hingegen zwingend – und sie müssen, schon aus rechtlichen Gründen, von einem Dezernenten mit Verwaltungsbefugnis gesteuert werden. Damit der inzwischen ohnehin schon laute Ruf, die Stadt möge sich doch bitte vom Theater und womöglich auch von anderen Kultureinrichtungen trennen, nicht zum verbalen Organ wird, ist dringend Handlungsbedarf angesagt. Die Egger-Abwahl war eine politische Zäsur, ohne Frage. Sie kann aber auch zur Chance werden, wenn die gesamte Kulturszene sich endlich ohne Denkverbote freischwimmen darf.

Leibe hat bei der ttm bereits den richtigen Weg eingeschlagen, indem er mit Norbert Käthler einen erfahrenen Tourismus- und Kulturmanager zum Geschäftsführer berief. Das Credo des Verwaltungsmannes Egger lautete stets: Wir machen Umsatz! Leibe sagt: “Wir brauchen nicht Umsatz, sondern Gewinn.” Nun werden Theater, Tufa und Museum nie Gewinn abwerfen, und dennoch müssen sie heutzutage – ohne den kulturellen Auftrag zu negieren – auch unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt werden. Sonst droht absehbar ihr Ende. Das kulturelle Management aber ist ein Parforceritt, der nur von einem mit allen Wassern gewaschenen Fahrensmann geleistet werden kann – und eben nicht, wie geschehen, von einem im Verwaltungsdenken verhafteten Kommunalpolitiker als Dezernent.

Beim Theater etwa fehlt bis heute ein strukturelles Marketingkonzept. Zwar existiert ein Kulturleitbild für die Stadt. Doch das hat außer hohlen Allgemeinplätzen kaum etwas zu bieten. Auch Tufa und Museum bewegen sich im Marketing-Niemandsland. Konkrete Formen, nicht inhaltsleere Phrasen, über Kooperationen und die Nutzung von Synergieeffekten mit der breit gefächerten freien Szene sowie der ttm als Leitstelle für den Tourismus existieren in Trier ebenfalls nicht. Mit reinem Verwaltungshandeln jedenfalls lassen sich die Herausforderungen der Zeit auf dem erodierenden Kultursektor nicht mehr meistern.

Lewens Problem

Wer also zieht Sponsoren an Land? Wer sorgt für bundesweite, ja, internationale Aufmerksamkeit? Wer managt es, dass spezifische Themen auch im fremden Haus behandelt werden? Wer sorgt in enger Zusammenarbeit mit den Öffentlichkeitsarbeitern, die übrigens für die drei großen städtischen Häuser endlich unter einem Dach und einer Leitung firmieren müssten, für mediale Resonanz? Ein Dezernent, der innerhalb des Rathauses unter politischen und verwaltungstechnischen Zwängen steht? Sicher nicht.

"Ich bin bereit", sagt Hermann Lewen, hier mit Nachfolger Tobias Scharfenberger, an den Lewen die Leitung seines Festivals abgibt. Foto: Rolf Lorig

“Ich bin bereit”, sagt Hermann Lewen, hier mit Nachfolger Tobias Scharfenberger, an den Lewen die Leitung seines Festivals abgibt. Foto: Rolf Lorig

Nein, solche Aufgaben sind nur von einem Kulturmanager zu leisten, der fernab von Politik und Verwaltung operieren darf, wobei die politische Kontrolle beim Dezernenten und damit der Stadt verbleibt. Beispiel Theater: Dort herrscht intern selbst bei den größten Optimisten die Meinung vor, dass das Haus in wenigen Jahren geschlossen wird, geht die Entwicklung – auch demografisch bedingt – so weiter. Die Politik aber verweigert sich nach wie vor jeder Grundsatzdebatte zur Zukunft des Kulturhauses – und dabei ist die millionenschwere Sanierung noch gar nicht einbezogen. Das ist hochgradig fahrlässig. Denn am Ende der Fahnenstange, wenn die ADD (wegen der Finanzen) oder die Baupolizei (wegen der baulichen Mängel) den Schlüssel endgültig umdreht, werden die mehr als 200 guten Mitarbeiter mit einem Sozialplan auf der Straße stehen, weil die Politik sich weigerte, von ihren dogmatischen Prinzipien abzugehen. Und daran werden weder Verwaltungsdirektor noch Dezernent etwas ändern. Nun kann man nach dem bekannten grün-linken Duktus verfahren: Was lacostet die (Kultur-)Welt, Geld spielt keine Rolex! Das aber ist gerade in der Verantwortung für kommende Generationen nicht nur fahrlässig, sondern sogar verbrecherisch.

Und die Kosten für den Manager? Knapp vier Millionen Euro sind in den vergangenen beiden Jahren beim Theater zusätzlich verbrannt worden, 130.000 Euro für NeroHero ohne jeden Gegenwert − den immensen Imageschaden nicht eingerechnet. Hinzu kamen die Überziehungen beim Museum und dem allgemeinen Kulturetat. All dies geschah unter der Leitung eines Dezernenten. Für einen Bruchteil des Geldes lässt sich ein Kulturmanager auf Jahre hinaus bezahlen. Und man kann sicher sein: Mit einem Profi an der Spitze der Kultur wäre dieses Chaos erst gar nicht entstanden.

Trier braucht als Stadt bar jeder Industrie die Kultur wie der Dürstende das Wasser. Theater, Tufa, Museum und die hohe kulturelle Vielfalt sind Standortvorteile. Die Kulturstadt Trier ist darauf angewiesen. Gerade deshalb muss die gesamte Szene – auch räumlich – strukturell überarbeitet und nach modernen Gesichtspunkten aufgestellt werden. Einer wäre bereit, den Umbruch zu begleiten: Hermann Lewen. “Ich stehe als Berater an der Seite eines kompetenten Dezernenten zur Verfügung”, sagt er exklusiv dem reporter. Am Ende der kommenden Saison scheidet Lewen endgültig als Intendant des Mosel Musikfestivals aus. Die Leitung seiner anderen Gesellschaften hat er schon abgegeben. Die Herausforderung in Trier aber würde den 64-Jährigen reizen.

Lewens Hauptproblem: Er ist wie Albrecht CDU-Mitglied. Das macht ihn zum natürlichen Feind der SPD in der Dezernenten- und Kulturfrage. Zum erklärten Feindbild für Grüne und Linke aber macht ihn seine Auffassung, dass er die von ihm gemanagte Kultur in den vergangenen 30 Jahren auch stets nach betriebswirtschaftlichen und finanziellen Aspekten ausrichtete. Das aber verträgt sich nicht mit dem dogmatischen Weltbild der Links-Grünen. Dabei hat Lewen nachdrücklich bewiesen, dass beides sich eben nicht ausschließt. Auch bei ihm gibt es keinen Musikantenstadl – und doch ist er wirtschaftlich erfolgreich.

Aber dieses Umdenken ist ja in Trier offenbar immer noch nicht gewollt – wie das aktuelle politische Schachern wieder einmal beweist.


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Erstellt am Autor Eric Thielen in Dossier Theater, Featured, Meinung, Politik 21 Kommentare

21 Kommentare zu Egger-Nachfolge – Dicker Mehltau

  1. Hans Maier

    Kultur wird vor Sicherheit und Ordnung gestellt? So weit ist es also schon gekommen. Der SPD-Kandidat ohne ernsthafte Nachweise auch nur irgend etwas erreicht zu haben. Ein Schwergewicht, ja, aber wie soll der Wähler das verstehen? Einpacken. Lasst dann wenigstens die CDU ran.

     
    • Fragende

      Was bringt Herr Nöhl außer seiner Liebe zum Theater und Präsenz bei den meisten Premieren an Kompetenzen und beruflichem Hintergrund mit, was ihn zu so einer verantwortungsvollen Tätigkeit qualifizieren würde?

       
      • Hans Maier

        Wenn Sie mich fragen: nichts, aber ich weiß es nicht und habe das ja selbst gefragt. Schwergewicht bezieht sich ja auf das tatsächliche Gewicht mitsamt Umhängetasche. Da er zur Zeit durch das Parteibuch in der Staatskanzlei sitzt, ist zu befürchten dass er sich in Trier breit machen will, ohne entsprechende Qualifikation.

         
  2. Stephan Jäger

    „Dabei hat sie mit Thomas Albrecht den prädestinierten Mann in ihren Reihen, der das Dezernat mit dem herausgelösten Kulturressort mit Erfahrung und Weitblick führen könnte.“

    Naja, ob ich mir als Trierer jemanden, der bis zuletzt „entschlossen“ gegen die kommunale Geschwindigkeitsüberwachung gekämpft hat, in seiner damaligen Argumentation von den Fakten längst Lügen gestraft ist, und vor allem in diesem Zusammenhang immer wieder gerne von „Abzocke“ gesprochen hat, ausgerechnet als Ordungsdezernenten wünschen soll, weiß ich nun auch nicht.

    http://www.trier.de/umwelt-verkehr/broker.jsp?uMen=35b70644-b3c8-6e31-ac03-00753d761716&uCon=66b4cd03-d7e0-941c-75e8-145a348b027a&uTem=63f7089a-29fc-6c31-e777-d8b132ead2aa

    http://www.16vor.de/die-polizei-kann-es-besser/

    Es ist dies jedenfalls ganz sicher nicht die Einstellung, die ich mir – in „Verkehrs-Wildwest“ Trier – vom zuständigen Dezernenten wünsche oder als „Weitblick“ bezeichnen würde. Eher lässt mich das an das bekannte Sprichwort mit dem Gärtner und dem Mann von der Ziege denken.

     
    • Sascha

      Naja, sein Argument das die städtischen Kräfte mit dem Überwachen des ruhenden Verkehrs ja schon überfordert sind ist ja nicht von der Hand zu weisen 🙂

      Auf jeden Fall gehört in meine Augen, wenn das Dezernat so geordnet bleibt, die Sicherheit und Ordnung vor die Kultur gesetzt.

      Und für die Kultur dann einen Fachmann zur Unterstützung. Da empfinde ich die Person Hermann Lewen mehr als geeignet.
      Der Mann hat jahrelang gezeigt das Kultur auf hohem Niveau bezahlbar sein kann.
      Und da bin ich mir sicher das er sein Gehalt der Stadt Trier mehrfach wieder einnimmt bzw. einspart.

      Und aus welcher Partei derjenige/diejenige/diejenigen kommt/kommen, ist doch nun wirklich sch…egal.
      Da sollen der schwarzgelbrotgründunkelblaudunkelrote Haufen sich endlich mal im Sinne der Stadt zusammenraufen.

       
    • Reichart

      Von “Abzocke” hat der Großteil der Trierer Bürger gesprochen. Eine solche Aussage seitens Albrechts finde ich in denen von Ihnen hinterlegten Artikeln jedoch nicht.

      Kritik und Bedenken an einem Vorhaben zu äußern ist etwas anderes als lügen!

      Ich persönlich kann mir momentan keinen besseren Mann, als einen Staatsanwalt in einem Dezernat für Ordnung und Sicherheit vorstellen.

      Sollten die Analysen Eric Thielens zu Albrechts Widersachern stimmen, bin ich mir jedoch sicher, dass diese in bester “Frank-Underwood” Manier eine Kandidatur verhindern werden. Schade drum, aber für mich ein weiterer Beweis, dass die CDU in Trier in der aktuellen Form nicht wählbar ist.

       
  3. Treverin

    Bravo Eric Thielen zu dieser ausgezeichneten Analyse mit viel Hintergrundwissen. Albrecht und Teuber “ziemlich beste Freunde”. Würde doch passen, oder? Zumindest in die grün-schwarze Verantwortungmehrheit im Stadtrat.

     
    • Stephan Jäger

      Herrgott, manchmal wünscht man sich tatsächlich an der Tür zum Sitzungssaal eine große Kiste, in die man die Parteibücher schmeißen kann!

      Wie gut „SPD“ und „CDU“ kooperieren können, sieht man doch an der aktuellen Stadtspitze. Wir hätten eine Menge Probleme nicht, wenn es im Bund nur halb so gut klappen würde. Und, das, was bei Parteigemauschel auf Biegen und Brechen und um jeden Preis herauskommt, müssen wir gottseidank seit dem 1. Mai 2015 nicht mehr ertragen. 2007 hätte die CDU einen schwarzen Sack Muscheln aufstellen können, sie hätte ihn, mit tätiger Unterstützung des Hauptsache-nicht-SPD-Vereins UBMFWGUBT, wider jede Vernunft durchgepresst.

      Nun, seit die CDU ihn wegen der „Verantwortungsgemeinschaft“ mit den Grünen „verlassen“ hat, ist jener Verein ja quasi rundum-beleidigt und trifft seither nur noch „Sachentscheidungen“. Man sollte also die sich somit bietende Chance zu einer Solchen nutzen und – selbst in Trier – vielleicht EINMAL aus Fehlern lernen.

       
  4. Joachim Baron

    ich meine, dass es richtig ist in der Nähe zu suchen und nicht in die Ferne zu schweifen. Was hat es uns gebracht, dass man mit KMS einen “Heilsbringer” nach Trier geholt hat? Nichts wie Beulen und Schrammen und blutige Nasen. Und dass Jugendlichkeit nicht unbedingt eine Garantie für Erfolg ist, hat man doch bei Thomas Egger gesehen. Manchmal ist halt Erfahrung mit Nichts aufzuwiegen. Die hier aufgezeigte Lösung scheint mir praktikabel und sinnvoll. Schlimmer als es ist kann es sowieso nicht mehr werden.

     
    • Stephan Jäger

      Seien wir doch froh, dass damals bei der Besetzung der OB-Stelle das „in die Ferne Schweifen“ gegenüber dem „in der Nähe Suchen“ zum Zuge gekommen ist! Ich möchte mir nach wie vor das „Theater ums Theater“, das auch so für die Stadt ganz sicher teuer und überregional blamabel genug war, nicht vorstellen, wenn das seinerzeit anders gelaufen wäre!

      Generalisieren kann man solch eine Aussage, wie die mit dem aus der Ferne geholten „Heilsbringer“ also sicher nicht. Und manchmal ist „frischer Wind von außen“ gegenüber „Provinz-Inzucht“ eben doch der bessere Weg. Vor allem, wenn er Kompetenz heranweht, die vor Ort eben nicht vorhanden ist.

       
      • Joachim Baron

        Wie bei Frau Birk? Es gibt solche und solche Beispiele. Generalisieren kann man das nicht, da haben Sie sicher recht.

         
        • Stephan Jäger

          Es gibt immer so’ne und so’ne. Und über Frau Birk mag man denken, was man möchte. Aber (selbst) sie hätte mit Sicherheit einiges mehr erreichen können, wären da nicht zwei „Kompetenzen“ aufeinandergetroffen, die sich über Jahre hinweg gegenseitig vollständig „egalisiert“ haben.

          …wobei das ja eher Ihre These stützt. Schließlich waren beide nicht einheimisch.

           
    • Stephan Jäger

      Ach ja, und „Schlimmer als es ist kann es sowieso nicht mehr werden“ ist meines Erachtens nicht unbedingt die zielführendste Herangehensweise…

      …auch wenn genau diese, so steht zu fürchten, auch die Bundestagswahl im Herbst entscheiden wird.

       
      • Joachim Baron

        Ich vergaß das Ironiezeichen!

         
        • Stephan Jäger

          Geschenkt!

          Man kann halt in Trier leider nicht zwingend davon ausgehen, dass eine solche Argumentation ironisch gemeint ist.

           
  5. Volker Zemmer

    Bei Hr. Albrecht hätte ich zumindest mal die Hoffnung, das Falschparker gnadenlos abgeschleppt werden und dass die Feuerwehr nicht weiter Stiefkind in der Stadt ist. Kultur, naja, darum sollte sich wirklich mal ein Fachmann mit Schwerpunkt Management kümmer, weil alle Dezernenten von Grabbe bis Egger daran gescheitert sind, aber Trier ist da keine Ausnahme. Überall und regelmäßig stürzen politische Dezernenten über die Kultur.

     
  6. Kruemel

    “Die heile Welt, die gerade die Grünen sich gerne so machen, wie sie ihnen gefällt, sieht jedoch weiter rosarot und bunt aus. Gelernt wurde hier aus dem Theater-Debakel jedenfalls nichts.”

    Das sehe ich auch so.

    Das die CDU sich immer noch zum Bückling für diese grüne Phantastenpartei macht, ist einfach nur schrecklich.

     
  7. Burkhard Freyberg

    In Darmstadt, immerhin keine kleine Stadt mit mittlerweile Welterbe-Status , ist die gesamte Kultur bei OB angesiedelt und für das Management hat er sich eine über den Ämtern stehenden anerkanntenn und vor allem un-parteilichen Kulturmanager geholt. Das war zwar anfangs für Bürger und Verwaltung ungewohnt, jedoch wurde er jetzt eindrucksvoll für weitere Jahre bestätigt.
    siehe diesen Link
    https://www.darmstadt.de/nachrichten/rss/news/professor-dr-ludger-huennekens-bleibt-kulturreferent-der-wissenschaftsstadt-darmstadt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c989d1bab338100a323d018821e21845

     
    • Hans Maier

      Gute Lösung, wird aber im großen Trier eher nicht ankommen. Gründe wurden ja schon genügend genannt. Es wird bleiben wie es kommen wird und immer schon war, oder so.

       
  8. TSchneider

    Jetzt das offene Visier des Trier-Reporters: Er will Politik machen, hat sich sein Personal schon ausgesucht. Alles andere ist “Dicker Mehltau”. Diese Kritik ist komisch und macht den kommentierenden Überblick nicht glaubwürdig. Schade

     
    • Joachim Baron

      Es ist auch Aufgabe von Journalisten nicht nur zu kritisieren sondern auch Lösungen|Vorschläge anzubieten, was in Trier leider viel zu selten gemacht wird. Auch da ist Trier leider arm dran, sonst wären manche Entwicklungen möglicherweise erst garnicht eingetreten.

       

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