Ehrenamtliche helfen geflüchteten Menschen

REGION. Der ehrenamtliche Einsatz für Flüchtlinge im Bistum Trier ist ungebrochen: Mehr als 2.200 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer setzen sich beinahe täglich für die Bedürfnisse von geflüchteten Familien, jungen Erwachsenen und Kindern ein. Alleine im Jahr 2017 fragten rund zwei Drittel dieser Ehrenamtlichen die Beratungsdienste des “Willkommens.netz“ an, um durch individuelle Gespräche Schwierigkeiten in ihrem Dienst zu lösen und zu verbessern. Das hat das vom Bistum Trier und dem Diözesancaritasverband getragene “Willkommens.netz“ jetzt in seinem Jahresbericht veröffentlicht.

Neben der vernetzenden Arbeit für die Ehrenamtlichen finanziert das Willkommensnetz auch elf Vollzeitstellen in der Flüchtlings- und Verfahrensberatung selbst. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berieten 3.900 Geflüchtete, davon rund zwei Drittel Männer und ein Drittel Frauen. Die meisten von ihnen kamen aus Syrien (45 Prozent), gefolgt von Afghanistan und Eritrea (jeweils 10 Prozent). Insgesamt sei aber die Zahl der Geflüchteten aus Syrien im Vergleich zu 2016 um 74 Prozent ge-sunken. Der Großteil der beratenen Männer und Frauen war im erwerbsfähigen Al-ter, nur knapp ein Prozent war 65 Jahre und älter. Inhalt der Beratungen waren vor allem die Themen Asylverfahren, Familienzusammenführung und Gesundheit. Weiterhin bestehe ein hoher Beratungsbedarf, wobei die Themen immer komplexer werden und die individuellen Fragen eine zeitlich aufwendigere Beratung erfordern, wie der Jahresbericht erläutert.

Das „Willkommens.netz“ lädt Hauptamtliche und Ehrenamtliche aus Kirche, Zivilgesellschaft und Politik sowie alle Interessierten am 17. November 2018 von 9.30 bis 16 Uhr zur sechsten Flüchtlingskonferenz in Trier ein. Im Mittelpunkt steht das Thema “Integration durch soziale Teilhabe“ und wie diese praktisch umgesetzt werden kann. Dazu wird es unter anderem eine Gesprächsrunde mit Miguel Vicente, dem Beauftragten für Migration und Integration in Rheinland-Pfalz, Klaus Kunz, Stabstelle für Integration im Saarland, Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg sowie Anja Peters, Leitung der Abteilung Soziale Sicherung und Teilhabe im Caritasverband geben. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen Hinterlasse einen Kommentar

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