Ein attraktiver Service für Leser der Stadtbibliothek

Ein kundenfreundlicher Service: Bürgermeisterin Angelika birk und Sabine Millen, die stellvertretende Bibliotheksleiterin, stellen die neue Medienbox vor. Foto: Rolf Lorig

Ein kundenfreundlicher Service: Bürgermeisterin Angelika birk und Sabine Millen, die stellvertretende Bibliotheksleiterin, stellen die neue Medienbox vor. Foto: Rolf Lorig

TRIER. Kunden- und leserfreundlich ist die neue Medienbox im Eingangsbereich der Stadtbibliothek im Palais Walderdorff. Leser können hier ihre ausgeliehenen Medien außerhalb der regulären Öffnungszeiten einwerfen und damit die Ausleihfristen wahren. Bürgermeisterin Angelika Birk stellte die Box am Donnerstag zusammen mit der stellvertretenden Bibliotheksleiterin Sabine Millen den Medienvertretern vor.

‟Wenn man es genau nimmt, dann ist diese Box ein überdimensionaler Briefkasten.” Mit ihrem Vergleich liegt die Bürgermeisterin gar nicht falsch. Werden doch die ausgeliehenen Medien wie Bücher, CDs oder DVDs einfach in die Einwurfklappe gelegt. Nach dem Schließen der Klappe rutscht der Inhalt ins Innere der Box, wo er weich aufgefangen wird. Eine Feder sorgt dafür, dass sich im leeren Zustand der Innenboden nah unterhalb der Einwurfklappe befindet, wodurch die Fallhöhe und die materielle Beanspruchung der Medien gering bleiben. Je voller der Kasten wird, umso mehr senkt sich der Boden nach unten. ‟Etwa 400 unterschiedliche Medien kann diese Box schlucken‟, erläutert Sabine Millen. In dem Zusammenhang unterstreicht die stellvertretende Leiterin, dass die Kunden nach wie vor für eine fristgerechte Rückgabe verantwortlich sind. ‟Hier eingeworfene Medien werden erst am folgenden Öffnungstag zurückgebucht.” Und: ‟Alle eingeworfenen Medien müssen unbedingt vollständig sein.”

Dass diese Box trotz Haushaltssperre gekauft werden konnte, ist laut Aussage von Bürgermeisterin Birk der finanziellen Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz zu verdanken, das die Anschaffung mit 50 Prozent der Kosten unterstützte. Nach Auskunft von Sabine Millen ist der Einwurf in die Box ausschließlich außerhalb der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek möglich. Und noch eine Einschränkung gibt es: ‟Aus Kapazitätsgründen steht die Box bei längeren Schließungszeiten der Bibliothek, wie beispielsweise zwischen Weihnachten und Neujahr, nicht zur Verfügung.” (rl)


Drucken
Erstellt am Autor Rolf Lorig in Gesellschaft, inside54.de 2 Kommentare

2 Kommentare zu Ein attraktiver Service für Leser der Stadtbibliothek

  1. Jan V.-K.

    Gerade wegen einer Haushaltssperre sollte man vielleicht solche Dinge aber eben nicht anschaffe. Immerhin bringt es der Stadtbibliothek auch ein paar Mehreuro, wenn Medien zu spät abgegeben wurde. Unterm Strich wäre das im Sinne aller. Diejenigen die Termine bislang versäumten waren durch die Bank dafür ja selbst in der Verantwortung.

    Jetzt wo das Dingens angeschafft wurde, frage ich mich das Foto sehend aber schon für wen es gedacht sein soll. Kinder oder Rollstuhl fahren dürften die Klappe ja wohl kaum erreichen, wenn sie genau die Größe von Frau Birk gut bedient.

     
  2. Ute P.

    Ich finde die Medienbox eine gute Sache. Jetzt kann ich auch Bücher zurückbringen, wenn die Stadtbibliothek zu hat! 🙂

    Zum Kommentar von Jan V.-K.: Im Artikel steht, dass die Bücher erst am nächsten Tag zurückgebucht werden. Also müssen die Gebühren für die Überziehung ja wohl doch gezahlt werden. Die Leser sparen also keine Gebühren, sondern lediglich die Mühe die Bücher ein zweites Mal zur Bücherei zu bringen.

    Ich glaube auch, dass Rollstuhlfahrer an die Klappe kommen. Und wer lässt kleine Kinder alleine zur Bücherei gehen? Vor allem, wenn sie zu hat?

    Die Medienbox dürfte nicht nur für mich, sondern für den überwiegenden Teil der Leser eine tolle Serviceverbesserung sein – dafür vielen Dank!

     

Hinterlasse einen Kommentar

* Eingabe erforderlich (Pflichtfelder). Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Die Angabe eines Klarnamens ist nicht erforderlich.