Ein Höhner-Konzert mit circensischen Bildern

Auch die Höhner müssen sich der Kritik von Regisseur Bruchhäuser fügen.

Auch die Höhner müssen sich der Kritik von Regisseur Bruchhäuser fügen. Fotos: Rolf Lorig

TRIER. Nur noch wenige Tage, dann öffnet sich im Messepark in den Moselauen der Vorhang für die große “Höhner-Rockin’ Roncalli Show”. Für den reporter war Rolf Lorig bei einer der Proben dabei.

Nix mit Glitzerwelt, nix mit Schminke. Beim Training ist Natürlichkeit angesagt. Und vor allem Geduld. Seit 16 Jahren leitet Thomas Bruchhäuser als Regisseur die Höhner-Rockin`Roncalli Show. Der Mann weiß, worauf es ankommt. Immer wieder unterbricht er die Darbietungen der Künstler. Sagt ihnen, wohin sich ihre Blicke richten müssen. Zeigt die Wege, die die Clowns laufen sollen. Und unterbricht die Höhner beim Spiel, weil die Musik nicht synchron zur Darbietung der Artisten läuft.

Sein Werkzeug ist die Stange: Davide Zongoli

Sein Werkzeug ist die Stange: Davide Zongoli

Wer eine solche Probe zum ersten Mal besucht, kann kaum glauben, dass aus den einzelnen Schnipseln irgendwann eine fertige Show entstehen soll, die die Menschen in ihren Bann ziehen wird. Doch genau das ist der Fall. Denn nicht umsonst sind die Höhner “ihrem“ Zirkus über all die Jahre treu geblieben. Und es kommt auch nicht von ungefähr, dass viele Spitzenartisten einem Engagement bei dieser Show entgegenfiebern. “In diesem Jahr haben wir 30 Akteure aus 14 Nationen am Start”, sagt Bruchhäuser, und der Stolz ist aus seiner Stimme unschwer herauszuhören. Wenn er in der Manege steht und Einfluss nimmt, tut er das in drei Sprachen: deutsch, englisch und französisch. Zirkus ist halt international…

Nichts für schwache (Männer-)Nerven: Bert und Fred

Nichts für schwache (Männer-)Nerven: Bert und Fred

Zwei Monate ist die Show unterwegs. In diesem Jahr ist Trier erstmals im Programm. Hannes Schöner, Mitglied der Kölner Band “Höhner“, vertraut darauf, dass die Moselaner der rheinischen Mentalität gegenüber aufgeschlossen sind. Das müssen sie auch, schließlich ist die Show “ein Höhner-Konzert mit circensischen Bildern“, erklärt Regisseur Thomas Bruchhäuser. Für die Kölner Band ist das eine perfekte Symbiose. “Dadurch, dass wir mit unserer Musik die Darbietungen der Artisten optimal unterlegen müssen, kommt es zu gegenseitigen Befruchtungen.” Will heißen, dass beide Seiten − Band und Artisten − ihre Stücke in diesem Kontext permanent weiterentwickeln. Sogar zu Neuschaffungen sei es so schon gekommen, weiß Hannes Schöner zu berichten.

Was das Publikum bei der Premiere am Mittwoch um 19.30 Uhr erwarten wird, davon bekommt man bei der Probe nur eine ungefähre Ahnung. Aber das reicht aus, um die Vorfreude auf die kommenden Gastspiele gewaltig zu erhöhen.

Spielzeiten: Mittwoch bis Samstag 19.30 Uhr, Sonn- und Feiertag elf Uhr und 16 Uhr, Montag und Dienstag spielfrei.


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Kultur Hinterlasse einen Kommentar

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