Ein Un-Ding

So stellen Menschen sich normalerweise eine “Blaue Lagune” vor. Foto: Fotolia

Am Sonntagabend ist endlich Schluss. Schluss mit überbordenden Emotionen. Schluss mit Märchen. Schluss mit Verdächtigungen. Schluss mit Verschwörungstheorien. Der Bürger wird sprechen: Bleibt die Tankstelle in der Ostallee, oder muss sie weg? Seit Wochen steht Emotion gegen Kognition. In einer derart aufgeladenen Atmosphäre gewinnt stets die Emotion. Das ist natürlich rein spekulativ, zugegeben. Dennoch deuten die Indizien das an. Eine Niederlage des Kontra-Lagers ist nicht der Untergang der Trierer Welt. Zeigen aber würde sie, dass diese Stadt immer noch nicht reif für ein Umdenken ist. Jene aber, die sich auch mit dem Abriss der Tankstelle ein anderes Trier wünschen, vergaßen, den Streit um Für oder Wider als das zu klassifizieren, was er wirklich ist: ein Kulturkampf um die Zukunft dieser Stadt. Ein Leitartikel von Eric Thielen

Neulich in der Kurpfalz, Nähe Heidelberg. “Trier”, fragt ein Kollege, “ihr seid doch die, die über eine Tanke abstimmen, oder?” Das süffisante Grinsen gibt’s gratis dazu. Antwort: “Ja!” Zusatz: “Leider!” Es war ein verdammtes Déjà-vu. Vor gut einem Jahr, anderer Ort, gleiche Situation. “Trier”, fragte ein Kollege damals, “ihr seid doch die, die sich ein Theater leisten, obwohl ihr kein Geld habt, und dann noch ein paar Millionen extra dort versenken, oder?” Auch das Grinsen war das gleiche, und gratis war es ebenfalls. Antwort: “Ja!” Zusatz: “Leider!”

Jeder blamiert sich so gut, wie er kann. Immer wieder aufs Neue. Und in Trier offenbar auch immer wieder gerne. Kaum etwas geht voran in dieser Stadt, die vom Stillstand umhüllt wird wie die Luft von einer Ballonhülle. Was ist Nichts? Exakt: ein Luftballon ohne Hülle! Der Stillstand reicht von der desaströsen Kultur- bis zur unterirdischen Verkehrspolitik. Flickschusterei ersetzt an der Mosel strategisches Denken, Visionen für eine menschengerechte Urbanität sind ohnehin nicht zu erkennen. Und gibt es dann doch und ausnahmsweise einen zaghaften Ansatz in diese Richtung, kommt eine Handvoll Bürger und sagt: Nein, wollen wir nicht! Legitim ist’s und auch deren gutes Recht. Das muss man so hinnehmen. Demokratie kann manchmal schmerzhaft sein.

Liegt’s also am Bürger? Sind die Trierer dümmer als andere? Sicher nicht! Sie verharren nur gerne in ihrem Mief. In der erratischen Anbetung des blechernen Gurus sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist dies das Erbe aus dem Mauerblümchendasein als Zonenrandgebiet. Hier war stets tiefste, miefige Provinz. Motto: Es ist noch immer gut gegangen. Und es wird irgendwie auch weiter gut gehen. Und was, bitte, kümmert uns der Rest der Welt? Gefüttert und verstärkt wurde diese suizidale Geisteshaltung durch die eigene erratische Politik der jeweiligen Stadtregierungen und des kommunalen Parlamentes. In Planung und Entwicklung wurde in der hiesigen Binnenpolitik seit Jahrzehnten alles falsch gemacht, was irgendwie falsch zu machen war.

Brecht wusste es

Der reporter-Leitartikel.

Ist es dem Bürger also zu verübeln, dass er dieser ihm vorgelebten Politik folgt? Dass er auf demselben Trampelpfad wandelt, den Rathaus und Stadtrat seit Jahrzehnten breittraten? Sicher nicht! Inmitten einer tosenden, vom blechernen Wahnsinn umjubelten Stadtautobahn 50 oder 100 Meter Fußweg als grüne Oase? Ein paar neue Bäume, während am Brubacher Hof die Natur für betonierte Wohnblöcke platt gemacht wird? Ein Radweg, den ohnehin niemand nutzt, weil er im Nichts endet? Die Fragen der Tanke-Jünger sind berechtigt. Und sie treffen argumentativ ins Herz. Weil sie von der abschließenden Frage gekrönt werden: Wollt ihr uns wirklich verarschen?

Wir hingegen, die Tanke-Jünger, haben tatsächlich etwas zu bieten: Arbeitsplätze, Pacht- und Steuereinnahmen für die bis auf die Glatze kahle Stadt, auf der finanziell keine einzige Locke mehr zu drehen ist, Nahversorgung auch in der Nacht und Jugendkult. Wer derart unterwegs ist, dem kann man nicht mit intellektueller Überlegenheit kommen, nicht mit Denkmalschutz, nicht historisch, nicht baukulturell. Weil das nicht verfängt, wenn die Befürworter zeitgleich mit Angst-Räumen Politik machen. Angst-Räume, die entstehen, wenn die Tankstelle abgerissen wird. Frauen fürchten sich im Dunkeln. Was fraglos Schwachsinn ist. Aber es trifft – ins Herz, wo die Emotion sitzt. Kognitiv lässt sich dagegen nicht anrennen.

Brecht wusste es: Erst kommt das Fressen, dann die Moral! Wer derart unterwegs ist, dem muss man anders begegnen. Dem muss man zeigen, dass der Abriss der Tanke ein Signal, ja, ein Symbol ist. Der Kulturkampf um das Un-Ding in der Ostallee wird ausgefochten zwischen jenen, die dem Blech-Guru huldigen, und eben jenen, die sich Trier anders vorstellen möchten. Was hält man also jenen entgegen, die sagen: Alle Parkhäuser liegen innerhalb des Alleenringes, folglich müssen die Autos sich ohnehin in die Innenstadt quetschen? Warum also eine Tankstelle opfern?

Die Antwort: Wir können nichts für die gravierenden Fehler der Vergangenheit. Aber wir bemühen uns, sie zu korrigieren. Also lasst uns mit der Tankstelle anfangen, diesem Dinosaurier aus einem vergangenen Jahrhundert, das dem Auto-Gott goldene Kälber dieser Art baute! Aber wir versprechen: Es ist dies erst der Anfang. Parkflächen an der Peripherie werden folgen. Saar- und Paulinstraße werden ebenso zu Einbahnstraßen, wie wir solche innerhalb des Alleenringes anlegen. Wir schaffen damit Frei- und Lebensräume für Menschen, nicht für Autos. Wir sorgen für einen kostenlosen ÖPNV in Kooperation mit der Wirtschaft. Wir legen großflächig Radstationen an, und wir intensivieren die Zusammenarbeit mit dem Umland, um die Blechlawinen notfalls auch mit drastischen Maßnahmen einzudämmen.

Keine Perspektiven, keine Angebote, keine Versprechen

In Trier ist das eine “Blaue Lagune”.

An die Tanke-Jünger aber gehen die Fragen: In welcher Stadt sollen eure Kinder leben? In einer vom Smog vermieften, der in absehbarer Zeit der Verkehrskollaps droht, in der die Lungenkrebsrate zu den höchsten der Republik gehört, in der Fußgänger und Radfahrer Angst vor dem motorisierten Moloch haben müssen? Oder in einer, die sich endlich darauf besinnt, dass die natürliche Fortbewegungsmethode des Menschen eben nicht das Autofahren ist, in der saubere Luft zum Atmen ist, in der urbane Kultur sich auch und vor allem auf Straßen und Plätzen abspielt? Welche Stadt wollt ihr euren Kindern also übergeben?

Wann und wo wurden diese Perspektiven von den städtischen Planern aufgezeigt, wann und wo wurden diese Fragen gestellt? Wer dies unterlässt, der muss sich über die Wut der Bürger nicht wundern. Er provoziert sie geradezu, weil die Unterlassung in der Emotion mündet: Denen da oben zeigen wir es, weil wir uns nichts vorschreiben lassen wollen! Politik, so weiß es die Definition, ist die Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesens durch verbindliche Entscheidungen. Dazu aber gehören zwingend Erklärungen und Perspektiven, die einleuchtend und nachvollziehbar sein müssen. Aus dem intellektuellen Elfenbeinturm heraus sind Menschen nicht zu überzeugen.

Und es müssen Alternativen aufgezeigt werden. Die Jugend will Nahversorgung auch in der Nacht? Gut, bieten wir euch! Nur der schwammige Hinweis darauf, dass ein Späti auch jetzt schon am Hauptbahnhof möglich ist, reicht nicht. Der Suchende will eine klare Antwort. Und die hätte lauten müssen: Wir als Stadt werden einen Späti am Bahnhof betreiben, notfalls in Eigenregie oder in Kooperation mit einer städtischen Tochter. Versprochen! Und wir werden uns bei der Landesregierung für die Überarbeitung des Ladenschlussgesetzes einsetzen. Ebenfalls versprochen! Nichts davon geschah und geschieht: keine Perspektiven, keine Angebote, keine Versprechen! Geht der Bürgerentscheid im Sinne der Pro-Tanke-Gruppe aus, ist das – wieder einmal – auch dem kollektiven Versagen im Rathaus geschuldet.

Zugegeben: Die Aral-Tankstelle in der Ostallee ist nur ein winziger Mosaikstein im diffusen Gesamtbild Trierer Politik. Aber ein wichtiger. Denn am Sonntag entscheidet sich auch, welchen Weg diese Stadt künftig gehen will. Wer den Firnis an Emotionen wegkratzt, der stößt unter der dünnen Schicht auf die elementare Frage: In welcher Stadt wollen wir und unsere Kinder in Zukunft leben? Ja für das Weiterso einer zerstörenden Verkehrspolitik. Nein für das Signal, mit dem Umdenken zumindest zu beginnen. Jeder kann sich die Frage mit seinem Kreuz selbst beantworten.


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Erstellt am Autor Eric Thielen in Featured, Meinung 14 Kommentare

14 Kommentare zu Ein Un-Ding

  1. Stephan Jäger

    „Eine Niederlage des Kontra-Lagers ist nicht der Untergang der Trierer Welt. Zeigen aber würde sie, dass diese Stadt immer noch nicht reif für ein Umdenken ist.“

    Vielleicht zeigt die Abstimmung am Sonntag ja zumindest eines:
    Dass Bürger letztlich die Stadt bekommen, die sie verdienen, und einen folglich nicht wundern muss, wie es in Trier heute (im Vergleich zu vergleichbaren Städten) aussieht.

    Schade nur, dass es ausgerchnet DIE sind, die Trier vor dem Rest der Welt ein ums andere Mal nach Kräften blamieren, die sich gerne immer wieder als „die einzig echten Trierer“ gerieren. Manchmal wünscht man sich, die Porta könnte sprechen. dann würde sie vielleicht selbst einmal sagen, was sie, nach allem, was sie schon hat kommen und gehen sehen, von denen hält, die sie sich da heute – im Kampf um jeden erdenklichen Schwachsinn – auf die Fahnen malen.

     
  2. Michael Ternes

    “..immer noch nicht reif für EIN Umdenken..”

    dieser Satz impliziert so Einiges durch die Hintertür. Vielleicht sind die Trierer ja garnicht doof oder ewig Gestrige, vielleicht sind sie ja sehr wohl “reif” für pragmatisches, realitätsnahes Umdenken, wollen bloß keinen völlig betriebsblinden Aktionismus mit nem Bauernopfer, sondern GUTES Umdenken, nicht irgend ein Umdenken.
    Vielleicht sind es ja garnicht die “Euch” peinlichen Ur-Trierer, die halt sind wie sie sind, authentische Mosel-Indianer eben, vielleicht blamieren die verbohrten Schreibtisch-Hengste mit ihrer Sturköpfigkeit ja unsre Stadt. Könnte zumindest sein. Des Kaisers neue Kleider sag’ ich da nur. Nicht alles Neue ist automatisch auch besser.

    Großflächige Fahrradstationen, pfff .. für wen ? Ich bin Trierer, mein Fahrrad steht unten im Hausflur, und das ist auch gut so.

     
  3. Sascha

    Ist die Ursache für die hohe Lungenkrebsrate in Trier nicht eher in dem mangelhaften Nichtraucherschutzgesetz von Rheinland-Pfalz zu suchen und in der Nähe zu billigen Zigaretten in Luxemburg?

     
  4. paddy

    Ball flach halten. An der Araltankstelle wird sich das Schicksal Triers nicht entscheiden. Wer allerdings peinlich berührt ist, wenn er auf seine Stadt angesprochen wird, sollte sich mal über sein Statusdenken Gedanken machen. Es muss einem nicht peinlich sein aus einer „provinziellen“ Stadt zu kommen. Und wem es peinlich ist der soll sich doch einfach so eine echte moderne und nicht ewiggestrige Weltstadt suchen. Da brauch er sich dann auch nicht für schämen wenn er auf seinen Wohnsitz angesprochen wird.

     
    • Stephan Jäger

      Wenn einem die Stadt an sich, die Landschaft in der sie liegt (die, da bin ich recht sicher, eine der Schönsten in ganz Deutschland ist) und das Klima gefallen, kann einem doch trotzdem die all das und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten nicht wahrnehmende, stets nur bis zur eigenen Nasenspitze blickende Hinterwäldler-Mentalität eines großen Teils der Bewohner peinlich sein.

      Da sehe ich jetzt keinen Widerspruch. Und erst recht käme ich nicht auf die Idee, deshalb aus meiner Heimatstadt, in der ich geboren und aufgewachsen bin, wegzulaufen. Im Gegenteil: Ich halte es GERADE für wichtig, ein solches Kleinod nicht widerstandslos solchen ***** zu überlassen.

       
  5. Sascha

    Es ist ja schon so, dass man sich den Ort an dem man lebt, aufgrund verschiedenster Faktoren (Familie, Job, …) nicht unbedingt aussuchen kann.
    Peinlich ist es sicher nicht, in Trier zu wohnen, aber wenn man sieht, wie “gut” Trier an das Bahnnetz angebunden ist (insbesondere Fernverkehr), wie “dicht” der ÖPNV ist (vor allem ausserhalb der Innenstadt oder generell Abends und am Wochenende) oder wie “reichhaltig” das kulturelle Leben ist, um nur paar Beispiele zu nennen.
    Übrigens, mein blamables Beispiel eines Gespräches über Trier auf einer Bahnfahrt in Norddeutschland war, dass der Mensch mit dem ich sprach, vor paar Monaten eine Woche Urlaub in trier gemacht hat, und sich als erstes an die Stadt mit den viel zu vielen Autos und dem vielen Verkehr erinnerte.

     
    • Förster

      Ich habe viele Jahre als Trierer in Hamburg gelebt, toll, groß, eine tolle Stadt! Aber zum Leben, nein, da fühle ich mich in Trier wohler, gerade vielleicht, weil es hier noch nicht so kalt und herzlos abgeht wie in Hamburg oder Berlin! Ich möchte ganz bewusst nicht mehr in einer Großstadt wie Hamburg leben, in der die Lebensqualität bei weitem nicht so hoch ist, wie in Trier, aber das kommt natürlich darauf an, was der einzelne als “Lebensqualität” definiert. Deswegen ist eine Diskussion, welche Stadt mehr Lebensqualität bietet immer nur eine subjektive, den Einzelnen betreffende, ein Vergleich ist daher objektiv nicht möglich. Und noch was: Die Trierer waren und sind nicht ewig “gestrig” und “doof”, auch nicht hinterwäldlerisch, wir waren sogar schon mal die Hauptstadt des Weströmischen Reiches und weit voraus vor allen anderen Deutschen Städten! Auch heute sind wir durch die Nähe zu Luxemburg und Frankreich immer noch alles andere als hinterwäldlerisch! Eine Behauptung, dass die Mehrheit der Trierer hinterwäldlerisch sein, hängt wohl daran, dass der, der diese Behauptung aufstellt, an seine eigenen Nasenspitze hängengeblieben ist! 😉 Wer sollen auch diese “Trierer” sein, ich weiß ja nicht, welchen Umgang hier manche pflegen. “Schade nur, dass es ausgerchnet DIE sind, die Trier vor dem Rest der Welt ein ums andere Mal nach Kräften blamieren, die sich gerne immer wieder als „die einzig echten Trierer“ gerieren.” Wen meint man damit, kein einziger der Dezernenten noch der OB ist Trierer!? Wen man sein ganzes Leben in Trier verbracht hat, was aj nicht schlimm ist, fällt aber manchen vielleicht trotzdem schwerer, den hohen Wert Triers einzuschätzen. Ich weiß durch meine Zeit im “Exil”, so apropos Tellerrand, was ich an meiner Heimatstadt Trier habe, und das würde ich für keine Stadt mehrt in Deutschland aufgeben!

       
      • Stephan Jäger

        „Die Trierer waren und sind nicht ewig “gestrig” und “doof”, auch nicht hinterwäldlerisch, wir waren sogar schon mal die Hauptstadt des Weströmischen Reiches und weit voraus vor allen anderen Deutschen Städten!“

        Richtig!

        …nur ist das leider fast 2.000 Jahre her! Und weder können die heutigen Trierer etwas dafür, noch ist es (noch viel weniger) ihr „Verdienst“! Ich bin, im Gegenteil, recht sicher, dass die, die Trier zu dem gemacht haben, was es damals war, die acht innerstädtischen Welterbestätten woanders gebaut hätten, wenn sie geahnt hätten, dass diese 20 Jahrhunderte später mehr oder weniger unbeachtet herumstehen würden und ihre komplette monumentale Wirkung dem ach so wichtigen Götzen Autoverkehr geopfert würde.

        Ebenso wenig können die heutigen Trierer für die geografisch zentrale Lage im Herzen Europas. Die Vorzüge, das Potenzial der Stadt, habe ich nicht infrage gestellt. Oder finden Sie dergleichen in meinen Kommentaren?

        Dafür allerdings, dass sie aus all dem nichts machen, dass Trier, trotz all der Möglichkeiten, gefühlt immer noch nicht im Zentrum Europas sondern am Arsch der Welt liegt, weil die Befriedigung kurzsichtiger, egoistischer Partikularinteressen, eifersüchtiges, missgünstiges Gezerre, immer vor gemeinsamer Anstrengung für das allen zugute kommende Ganze stand, DAFÜR können sie was! Insofern bin ich sehr froh, dass der heutige Stadtvorstand fest in auswärtiger Hand ist und dort keine „Trierer Amigos“ mehr sitzen, die, verfilzt mit der heimischen „Wirtschaft“ und dem erfolglosen Fußballverein, mit der Stadt umgehen, als ob sie ihr Privateigentum wäre.

         
  6. Stephan Jäger

    Ach so, und bezüglich „Tellerrand“:

    Abgesehen davon, dass auch mir selbst vier Jahre „in der Fremde“ einen gewissen Vergleich ermöglichen, fällt mir hierzu ein recht klares Statement meiner seit über 25 Jahren in Köln lebenden Schwester ein. Anlässlich der Beerdigung meines Vaters in Trier weilend, äußerte sie gegenüber einer meiner Tanten, dass, wenn SIE irgendwer in Trier beerdigen wollte, sie vermutlich noch vom Leichenwagen springen würde.

    So weit können Meinungen auseinander gehen…

     
    • Förster

      Schön, dass Sie den Begriff “subjektiv” in meinem Kommentar verstanden haben, ist doch auch ein Fortschritt! Warum leben Sie nochmal in Trier?! Und die Lebensart “höher, schneller, weiter… größer” ist auch eine subjektive Lebenseinstellung. Ich akzeptiere die Meinung Ihrer Schwester, nur ist sie weder objektiv noch repräsentativ! “..wenn sie geahnt hätten, dass diese 20 Jahrhunderte später mehr oder weniger unbeachtet herumstehen würden”… ist dem so? Sie scheinen doch eher zu der Art der ewig Schwarzmalenden zu gehören! Von wegen Trierer Amigos: Hans-Joachim Doerfert zum Beispiel, unter dem die Eintracht fast aufgelöst wurde durch seinen Skandal um Veruntreuung, kam nicht aus Trier!

       
      • Stephan Jäger

        „Warum leben Sie nochmal in Trier?“

        Weil ich hier ein innenstadtnahes schönes Haus mit schönem Garten habe, das ich mir woanders kaum hätte leisten können (und heute ganz sicher nicht einmal mehr hier leisten könnte). Weil ich, wie schon angedeutet, die Gegend SEHR, manches an der Stadt und das milde Klima mag…und hier genug nette Leute kenne, um mich mit denen, die mir am **** vorbei gehen nicht abgeben zu müssen.

        Ja, Herr Doerfert stammt aus dem Saarland. Aber ein Filz-System, das einen ohne jemanden umgebracht zu haben für mehr als 10 Jahre in den Knast bringt, hätte wohl nicht an vielen Orten in deutschen Landen funktionieren können…außer eben in „Uns schöner Trier“.

         
        • Förster

          oder in der Großstadt Köln! 😉 De Kölner Filz, ne!

           
        • Förster

          sehen Sie, viele positive Dinge, die die Stadt Trier als tolle Stadt auszeichnen, geht doch!

           
  7. Rainer Landele

    “Am Sonntagabend ist endlich Schluss. Schluss mit überbordenden Emotionen. Schluss mit Märchen. Schluss mit Verdächtigungen. Schluss mit Verschwörungstheorien.”

    ziemlich sicher nicht.

    1. annahme: das ja lager unterliegt

    dann wird der stadtrat sich mit dem bürgerbegehren nochmals befassen müssen.

    2. annahme: das ja lager gewinnt

    dann werden die gegner der tanke weiter daran arbeiten, die tanke weg zu bekommen.

    in anbetracht eines aktuellen sz artikels, in dem es heißt, der pächter wolle in zwei jahren eh aufhören, muss ich dazu sagen: dann zu recht.

     

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