Ein verbessertes Outfit für das Bürgeramt

Sie wollen das Bürgeramt modernisieren: Amtsleiter Guido Briel und Dezernent Thomas Schmitt. Foto: Rolf Lorig

TRIER. Das städtische Bürgeramt wird im ersten Halbjahr 2018 renoviert und neugestaltet. Im Schnitt kommen während der Öffnungszeiten täglich 420 Bürger mit ihren Anliegen hierher. Wegen der großen Zahl und der stetig ansteigenden Anforderungen der Kunden sind hier grundsätzliche Veränderungen erforderlich geworden. Darüber informierten Dezernent Thomas Schmitt und Amtsleiter Guido Briel in einem Pressegespräch.

Als das Bürgeramt 1995 mit acht Schalterplätzen an den Start ging, war es vom Fleck weg ein Erfolg. Und dieser Erfolg hat bis zum heutigen Tag nicht nachgelassen. Was allerdings auch seine Schattenseiten hat: “Zu bestimmten Zeiten erlebt man hier lange Schlangen, die bis in den Eingangsbereich des Rathauses reichen. Die werden zwar zügig abgebaut, dennoch ist das für die Menschen nicht sonderlich angenehm”, weiß Dezernent Thomas Schmitt. Nicht nur für ihn ist das ein Zustand, mit dem niemand zufrieden sein kann.

Der rechte Bereich der Grafik zeigt den Wartebereich und die Neugestaltung der Arbeitsplätze. Grafik: Stadt Trier

Im April 2017 wurde deshalb ein Projekt initiiert, das sich mit der Weiterentwicklung des Bürgeramtes beschäftigt. Innerhalb dieses Projektes wurde über verschiedene Szenarien und Möglichkeiten nachgedacht, die die Situation im Bürgeramt sowohl für die Kunden als auch für die Mitarbeitenden verbessern sollen.

Das Ergebnis all dieser Überlegungen ist nun ein Bündel von fünf Maßnahmen, die Amtsleiter Guido Briel vorstellt: “Da wäre zum einen die Einrichtung eines Wartebereichs mit Sitzplätzen für gut 30 Personen plus einer Fläche für Rollstuhlfahrer nebst der Schaffung eines Informationsschalters. Dann werden wir – genau wie in der Kfz-Zulassungsstelle – eine Aufrufanlage einschließlich einer Online-Terminvergabe aufbauen. Zudem wird es ein Selbstbedienungsterminal geben und wir werden an zwei Tagen die Öffnungszeiten anpassen, dann hat das Bürgeramt von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Zudem wird es an einem Tag im Bereich der Online-Termine eine Öffnungszeit bis 19 Uhr geben.” Neu wird auch die Anordnung der Arbeitsplätze sein, die dank 140 Zentimeter hoher Trennwände ein noch höheres Maß an Privatsphäre garantieren.

Und schließlich und endlich soll das seit 1995 im Bürgeramt befindliche Mobiliar zum Teil durch eine funktionstüchtige und zeitgemäße Möblierung ersetzt werden.

Wert legen sowohl der Amtsleiter wie auch der Dezernent darauf, dass das bereits im Oktober 2017 erfolgreich praktizierte Angebot eines mobilen Bürgeramtes an der Hochschule Trier wie auch an der Universität Trier beibehalten wird. Hier gab es alleine an zwei mal zwei Tagen rund 250 Ummeldungen.

Doch zurück zum kommenden Wartebereich. Hier werden zwei Schalter entfallen, die dann ihren Platz im Büro des Amtsleiters finden. Alles in allem stehen auch künftig unverändert zwölf Schalterarbeitsplätze zur Verfügung. Um den Bürgern die Zeit zu verkürzen, sollen über einen Bildschirm Informationen zu städtischen Einrichtungen und Veranstaltungen vermitteln.  “Bei der Einrichtung des neuen Wartebereiches und der Schalterarbeitsplätze werden wir von Anfang an engen Kontakt zu Gerd Dahm, dem Behindertenbeauftragten der Stadt Trier, halten, um die Barrierefreiheit zu optimieren und damit dem Gedanken der Inklusion Rechnung zu tragen”, betont Dezernent Thomas Schmitt.

Die Umbauarbeiten sollen im ersten Halbjahr des kommenden Jahres beginnen und zwischen drei bis sechs Monaten dauern. “Für die Dauer des Umbaus werden wir in die Jägerkaserne umziehen”, teilt Amtsleiter Briel mit.

Rund 240.000 Euro soll der Umbau einschließlich der beiden Umzüge vom Rathaus zur Jägerkaserne und zurück kosten, sagt Thomas Schmitt. “Das Problem hier ist der Fußboden, den wir etwa 50 Zentimeter tief abtragen müssen. Eine Maßnahme, die sich leider verteuernd auf das Vorhaben auswirken wird”, bedauert der Dezernent. Weitere 50.000 Euro fallen dann noch für den Kauf neuer Möbel an. (rl)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Politik Hinterlasse einen Kommentar

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