Eine zufriedenstellende Halbzeitbilanz

Die Enthüllung der Karl Marx-Statue am 5. Mai war der Auftakt zu einem rund um die Landesausstellung an Ereignissen reichen Jahr. Foto: Rolf Lorig

TRIER. Kulturdezernent Thomas Schmitt ist zufrieden. Am Montag stellte er den Medien die Zwischenbilanz des Karl Marx-Rahmenprogramms vor. Sein Tenor: “Über 40.000 Besucher haben die Veranstaltungen am Rande der großen Landesausstellung und der beteiligten Museen besucht.” Schmitt ist sich sicher, dass bis zum Ende des Karl-Marx-Jahres auch die Zahl 50.000 noch geknackt werden kann.

Und so sieht die Bilanz im Einzelnen aus: Mehrere Hundert Besucher kamen auf den Flying Grass Carpet, um sich dort gemeinsam den Film “Der junge Marx” anzuschauen. Die “Karl Marx Revue” in der Tufa erwies sich ebenfalls als Publikumsmagnet. Alle Veranstaltungen waren demnach ausverkauft, es kamen über 3500 Besucher.

Ein Erfolg auf der ganzen Linie waren auch die szenischen Lesungen im Stadtmuseum: “Alle Veranstaltungen ausgebucht, insgesamt hatten wir dort 800 Besucher.” Eine ähnliche Zahl meldet die “Bühne 1” des Stadttheaters: Das Stück “Der kommende Aufstand” wurde von 900 Interessenten besucht.

Selbst der Marx-Container, der in Metz, Saarbrücken und Luxemburg für die Veranstaltungen in Trier wirbt, wurde laut der Aussage des Kulturdezernenten schon von 3000 Menschen besucht. “Ein echter Eyecatcher” sei nach wie vor die in luftiger Höhe angebrachte Fotoausstellung “Wir sind Marx” in der Fußgängerzone. Dort präsentieren sich Menschen mit dem Namen Marx dem Trierer Publikum. “Unmöglich zu sagen, wie viele Besucher und Einheimische diese Bilder gesehen haben”, meinte der Dezernent. Nicht zuletzt wegen des exklusiven Standortes kann man aber mit Fug und Recht von mehreren Tausend ausgehen.

Dass dieses Interesse weiter anhält, dessen ist sich der Kulturdezernent sicher. So wies er auf das Theaterstück “Marx’ Bankett” hin, das am Wochenende als Inszenierung von Intendant Manfred Langner seine Premiere haben wird. Auch für die drei Aufführungen des Comedy-Musicals “Comeback, Karl Marx” erwartet Schmitt nicht zuletzt wegen des Promistatus (geschrieben u. a. von Tobias Künzel von den Prinzen; bei den Schauspielern steht Lindenstraßen-Iffi Zenker-Darstellerin Rebecca Siemoneit-Barum zusammen mit dem Schlager-Barden Tony Marshall auf der Bühne) jeweils ein ausverkauftes Haus. Und dann war da ja auch noch das von Johannes Kram geschriebene Theaterstück „Marx! Love! Revolution“, das gleichfalls bestens beim Publikum ankam.

Ebenfalls erfreulich wertete Schmitt die Tatsache, dass laut Auskunft der Trier Tourismus Marketing GmbH (ttm) die Marx-Ausstellung bislang die Besucherrate um etwa sechs Prozent gesteigert habe. “Wir haben da eine ganz neue Klientel für uns erschließen können”, stellte Schmitt fest. Diese sei in erster Linie in Arbeitnehmer-Organisationen und -Bewegungen sowie im Gewerkschaftsbereich verortet.

Für den Kulturdezernenten steht fest, dass man diese neue Gruppe mit attraktiven Angeboten über das Jahr 2018 hinaus bedienen muss, um dort so das Interesse an der ältesten Stadt Deutschlands zu sichern. (-flo-)


Drucken
Erstellt am Autor Rolf Lorig in Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

* Eingabe erforderlich (Pflichtfelder). Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Die Angabe eines Klarnamens ist nicht erforderlich.