Einsatz gegen Kinderarbeit und für die Bildung

Pressetermin mit Sternsinger: Stellvertretend blicken Helena, Lukas, Stella und Emma (von links) in die Kameras. Begleitet werden sie von Prälat Klaus Krämer, Bischof Ackermann, Pfarrer Dirk Bingener und Susanne Kiefer vom BDKJ. Fotos: Rolf Lorig

TRIER. Zum 60. Mal werden rund um den 6. Januar 2018 die Sternsänger bundesweit unterwegs sein. “Segen bringen. Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!” heißt das Leitwort der Aktion Dreikönigssingen. Eröffnet wird diese Aktion am Freitag, 29. Dezember, in Trier. Dazu kommen 2600 Sternsinger aus neun Bistümern in den Trierer Dom.

Was auf den ersten Blick kaum jemand sieht, ist in Ländern wie Indien seit vielen Jahren traurige Realität: “Zwischen zwölf bis 60 Millionen Kinder gehen dort nicht zur Schule, sondern arbeiten täglich hart, um der Familie das Überleben zu sichern”, weiß der Trierer Bischof Stephan Ackermann. Und nennt ein Beispiel: “Viele Grabsteine, die bei uns für die Verstorbenen gekauft werden, kommen aus Indien. Geschaffen werden die Rohlinge dort vor allem von Kindern.”

Für Prälat Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerkes ‘Die Sternsinger’, ist da ein unhaltbarer Zustand. “Die Ursache für Kinderarbeit ist immer die Armut. Die Eltern haben kein Geld, mit dem sie den Schulbesuch der Kinder bezahlen könnten. Also rückt die Arbeitskraft des Kindes in den Fokus und trägt so zum Familieneinkommen bei.” Die Anwesenheit von Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe bei der Eröffnungsaktion wollen Bischof Ackermann und Prälat Krämer zu Gesprächen nutzen, inwieweit die regionale und lokale Politik Einfluss auf von Kindern hergestellte Grabsteine auf rheinland-pfälzischen und Trierer Friedhöfen nehmen kann.

Verbündete im Kampf gegen Kinderarbeit: Prälat Klaus Krämer und Bischof Stephan Ackermann

Fokus liegt auf Bildung und Gesundheit

Mit ihrer Aktion wollen die rund 300.000 Mädchen und Jungen, die hierzulande alljährlich als Sternsinger von Tür zu Tür ziehen, auf die Not der Kinder aufmerksam machen. Laut Prälat Krämer wurden im vergangenen Jahr knapp 47 Mio. Euro an den Türen gesammelt. “Mit dem Geld haben wir 1700 Projekte unterstützt, wobei unser Fokus vor allem auf Bildung und Gesundheit gelegen hat”, klärt der Prälat auf.

Seit dem Start der Sternsinger-Aktion im Jahr 1959 hat sich diese Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Nach Auskunft des Kindermissionswerkes wurden bislang mehr als eine Milliarde Euro gesammelt. Von diesem Geld finanzierten sich mehr als 71.700 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa.

Die Eröffnung des 60. Dreikönigssingen am 29. Dezember in Trier beginnt um 10 Uhr im Dom St. Peter. Nach einem kurzen Auftakt gibt es in Schulen, Kirchen und Kinos der Stadt ein buntes Mitmachprogramm für die Sternsinger. Um 14 Uhr zieht der große Zug der Sternsinger durch die Porta Nigra und die Innenstadt zum Domplatz. Im Dom beginnt um 15 Uhr der feierliche Gottesdienst zur Aktionseröffnung mit dem Trierer Bischof Stephan Ackermann. Ihm zur Seite stehen Prälat Klaus Krämer vom Kindermissionswerk ‘Die Sternsinger’ und Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

Traditionell werden einzelne Gruppen der Sternsinger auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin empfangen. Im kommenden Jahr ist das am 8. Januar der Fall. Dann sind jeweils vier Sternsinger aus allen 27 Diözesen im Bundeskanzleramt zu Gast. (rl/tr)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Gesellschaft 1 Kommentar

Kommentar zu Einsatz gegen Kinderarbeit und für die Bildung

  1. W. Zumsonntag

    oh eine kritische Sache für Herr Buggenum und Herr Hansen, die Drei Könige kamen doch glatt aus dem Morgenland, Mist, falscher Kulturkreis! So überhaupt, Josef, Maria und das Christkind, uiuiui, liebe Wutbürgerchen, kamen alle aus dem von Ihnen so titulierten falschen Kulturkreis! Na Sie werden doch wohl nicht jetzt Weihnachten gefeiert haben, die Geburt eines Kindes aus dem Nahen Osten!? Na aber bittschön, was eine Doppelmoral. Und wie war das, was suchten Maria und Josef händeringend!? Eine Unterkunft! Ach, heute würde man vielleicht übersetzen “Asyl”! Lest nochmals die Bibel, liebe Buggenums, Hnsen usw. dann wird euch eure Kultur, falls Ihr Christen seid, nochmal bewusst und wofür die steht, was Jesus von euch erwartet. Wie kann man als Christ, wie diese Wutbürger, seine Religion und das Neue Testament so verleugnen und nicht ehren!?

     

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