Emil Waas: “Kunst zu überleben”

TRIER. Seit dem 15.Dezember ist die Ausstellung ‟Kunst zu überleben“ in der Europäischen Kunstakademie Trier zu sehen und ihre virtuelle Aufbereitung auf der Website emil-waas.de online geschaltet. Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit der Gedenkstätte für NS-Opfer in Neustadt/W. und der Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier mit der Hochschule Trier.

Gezeigt werden Arbeiten von Emil Waas (1919-1981), der in vierjähriger Kriegsgefangenschaft in Russland unter seinem Künstlernamen “elwa” mehr als 900 Bilder im Miniaturformat malte. Damit hinterließ er die ‟größte Kriegsgefangenenkunstsammlung der Welt und der Geschichte der Menschheit“ (Britisches Kriegsmuseum, London).

An der Entwicklung der Website emilwaas.de haben Marcel Hinz, Zhuoqun Wang und Jasmin Maier mitgewirkt, die durch Adam Lorek und Marcus Haberkorn betreut wurden. In ihrem Gebiet können Studierende praktische Arbeiten für gemeinnützige, gesellschaftsdienliche Zwecke entwickeln. In den letzten Jahren sind hier bereits über 20 Projekte für lokale bis grenzüberschreitende Zwecke entstanden, u.a. die Mobile App “Stolpersteine Guide“, an die sich bereits über 50 deutsche Städte angeschlossen haben.

Die Ausstellung ist noch bis zum 15. Januar 2017 geöffnet. Sie endet an diesem Tag um 14 Uhr mit einer Finissage, bei der Tochter Margit Waas Einblicke in das Leben ihres Vaters gibt. Der Eintritt ist frei.


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Die Reporter-Meldungen, inside54.de Hinterlasse einen Kommentar

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