Er war ein Mann des Dialogs und der Vermittlung

TRIER. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat den am 11. März im Alter von 81 Jahren verstorbenen früheren Bischof von Mainz, Karl Kardinal Lehmann, als eine der “großen theologischen Persönlichkeiten der Kirche der Nachkonzilszeit“ gewürdigt.

Ackermann sagte, Lehmann sei “ein Mensch von großer Offenheit für die Fragen der Zeit und einer Neugierde auf das Leben“ gewesen. “Er war von außerordentlicher Belesenheit. Zugleich war er ein Mann des Dialogs und der Vermittlung. Er war immer darum bemüht, Brücken zu bauen: zwischen Menschen, zwischen verschiedenen Kontexten und Weltsichten, zwischen Rom und den Ortskirchen. In diesem Sinn war er bis zuletzt unermüdlich im Dienst für die Menschen und die Kirche.“

Der langjährige Bischof des Trierer Nachbarbistums Mainz sei auch für ihn persönlich eine prägende Figur gewesen. “Als damals recht jungem ‘Neuling‘ im Bischofsamt ist er mir von Anfang an mit einer großen Herzlichkeit und Brüderlichkeit begegnet. Wenn ich an ihn denke, fällt mir neben seinem großen theologischen Weitblick vor allem seine durch den Glauben getragene Heiterkeit ein und seine Freude, unter Menschen zu sein – ich habe manches Mal, wenn wir herzlich miteinander gelacht haben, gedacht, dass er auch ein gebürtiger Rheinländer sein könnte“, erinnerte sich Ackermann.

Der Trierer Bischof sagte weiter, Kardinal Lehmann werde fehlen: “als Theologe, als Mitbruder im Bischofsamt, als Hirte, als Mensch. Gemeinsam mit dem ganzen Bistum Trier bete ich für ihn und unsere Schwestern und Brüder in der Diözese Mainz.“ (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen Hinterlasse einen Kommentar

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