Erneuter Erfolg für das Broadway-Filmtheater

Erneuter Erfolg für das Trierer Broadway Filmtheater. Foto: geralt

TRIER. Auch in diesem Jahr ging das Broadway Filmtheater bei der Vergabe der Kinoprogrammpreise nicht leer aus. Dabei konnte sich das Kino gleich über zwei Preise freuen. Bei der 27. Vergabe des Kinoprogrammpreises in Neustadt überreichte Staatssekretär Salvatore Barbaro während einer Feierstunde dem Trierer Filmtheater einen mit 6750 Euro dotierten Hauptpreis und weitere 1250 Euro in der Kategorie Kinder- und Jugendfilm-Programmpreis. Der Kinoprogrammpreis wird an Kinos in Rheinland-Pfalz verliehen, die “mit ihrem anspruchsvollen und außergewöhnlichen Filmprogramm die Kulturlandschaft in Rheinland-Pfalz bereichern.“

“Wir haben in unserem Bundesland eine vielfältige Kinolandschaft, zu der die großen Multiplexe ebenso gehören wie die kleinen Filmtheater und Programmkinos in der Fläche. Sie alle pflegen die Filmkunst auf unterschiedliche und zugleich unverzichtbare Weise und leisten damit einen unschätzbaren Beitrag. Das Kino ist und bleibt auch in Zeiten der digitalen Medienvielfalt der physische Ort, an dem der Film seine Wirkung, öffentliche Aufmerksamkeit sowie Relevanz entfalten kann. Gutes Kino ist weit mehr als nur Abspielstätte von Filmen. Die Institution Kino steht für Vielfalt, Emotionen und Gemeinschaft“, betonte Barbaro.

Mit dem Kinoprogrammpreis fördert das Land Rheinland-Pfalz seit 1991 das Kulturgut “Film“. Dabei ist die Qualität des Programms unter besonderer Berücksichtigung der spezifischen Standortsituation der einzelnen Kinos ausschlaggebend. Ziel des Landes Rheinland-Pfalz ist dabei auch, ein vielfältiges Angebot jenseits der großen Kinoketten zu ermöglichen. Traditionell findet die Verleihung jedes Jahr in einem anderen Kino statt. Mit dieser Veranstaltungsreihe soll die Vielfältigkeit und das besondere Flair der rheinland-pfälzischen Kinos immer wieder neu erlebbar gemacht werden.

Aus der jährlich von der Filmförderungsanstalt (FFA) herausgegebenen Studie zu den “Programmkinos in der Bundesrepublik Deutschland und das Publikum von Arthouse-Filmen“ geht hervor, dass 2017 insgesamt 15,3 Millionen Menschen einen Arthouse-Film oder Autorenfilme in einem Programmkino gesehen haben. Damit wurde bei 122,3 Millionen Gesamtbesuchen jede achte Kinokarte (12,5%) in einem Programmkino erstanden. Den prozentual größten Sprung an Programmkinosälen gegenüber 2016 machte Berlin mit einem Plus von 11 Prozent, gefolgt von Rheinland-Pfalz mit einem Plus von 10 Prozent. (tr)


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