Fit von der Ferse bis zum Zeh

Anhand eines Fußmodells erklärt Arne-Björn Jäger Aufbau und Funktionen des Fußes. Foto: Brüderkrankenhaus

TRIER. “Woraus besteht der Fuß überhaupt?”, und “Warum sollten wir unsere Fußgesundheit früh fördern?” Bei der Aktion “Zeigt her Eure Füße!” des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie erhielten Schülerinnen und Schüler der Trierer Egbert-Grundschule auf spielerische Weise Antworten auf Fragen rund um die Fußgesundheit. Die Abteilung für Orthopädie des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier beteiligte sich an der achten Auflage der Kampagne zur Förderung eines gesunden Fußstands.

Eins, zwei, drei, vier, fünf,… in Gedanken und unter Zuhilfenahme des Zeigefingers zählt ein Schüler die einzelnen Knochen am Fußmodell ab, welches Arne-Björn Jäger, Oberarzt der Abteilung für Orthopädie im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, mitgebracht hatte, um den Erst- und Zweitklässlern den Aufbau eines der körpereigenen Fortbewegungsmittel anschaulich zu vermitteln. 26 Knochen sind es, die sich auf die Fußwurzel sowie den Mittel- und den Vorfuß verteilen. Die Sechs- bis Siebenjährigen lernten nicht nur wie der Fuß aufgebaut ist, sondern auch wieso wir einen kalten Boden überhaupt als kalt wahrnehmen oder den Fuß bewegen können.

“Es geht vor allem um Prävention. Kinder sollten dafür sensibilisiert werden, wie wichtig das Thema Fußgesundheit und deren Unterstützung durch Bewegung ist”, sagt Jäger. Der Oberarzt unterstützte die Aktion “Zeigt her Eure Füße” dieses Jahr zum dritten Mal und besuchte zwei erste Klassen sowie eine zweite Klasse der Egbert-Grundschule.

Erst im Alter zwischen 14 und 16 Jahren entwickelt sich die endgültige Fußform – so könne die Entwicklung der Füße zuvor noch durch gezieltes Training beeinflusst werden, weiß Jäger. Wenn mögliche Fehlstellungen nicht frühzeitig eine Behandlung erfahren, kann dies den Halte- und Bewegungsapparat ein Leben lang beeinträchtigen. Zudem wirkt sich Bewegungsmangel unter anderem negativ auf den Fett- oder Blutzuckerstoffwechsel aus.

Damit die jungen Füße in Bewegung bleiben, gab der erfahrene Mediziner im Klassenzimmer Übungen zum Trainieren der eigenen Fußgesundheit an die Hand: Die Erst- und Zweitklässler fühlten mit ihren Füßen die unterschiedliche Oberfläche von Schwamm und Tennisball, zerrissen damit eine Zeitung, griffen mit den Zehen Murmeln oder nutzten sie zum Schreiben ihres Namens und balancierten auf einem Stoffband. Alle Schüler waren mit Begeisterung dabei und stellten die Beweglichkeit ihrer Füße auf die Probe. Am Ende der Stunde zur Fußgesundheit fertigte jeder noch seinen ganz persönlichen Fußabdruck an. (tr)


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