Für den Erhalt der Trierer Zebrastreifen

Der VCD spricht sich für eine Beibehaltung der Zebrastreifen in Trier aus.

TRIER. Die Pläne der Trierer Stadtverwaltung, einen Großteil der Zebrastreifen im Stadtgebiet aufgrund mangelnder Beleuchtung zu entfernen, würden zu einer Verminderung der Fußgängersicherheit in Trier führen. Darauf weist der Bezirk Trier-Saarburg im Verkehrsclub Deutschland (VCD) hin und hat sich in einer Pressemitteilung für den Erhalt der Trierer Zebrastreifen ausgesprochen.

Aus zahlreichen Unfallanalysen der letzten Jahrzehnte ergebe sich das eindeutige Bild, dass nur ein dichtes Netz von Fußgängerüberwegen in einer Stadt zur Sicherheit der Fußgänger beitrage.
Auch sei keinesfalls festzustellen, dass Zebrastreifen unsicherer seien als Überwege mit Ampeln, so der VCD. Dies vor allem, wenn Ampeln in Schwachlastzeiten ausgeschaltet seien. Nach Auffassung des VCD bietet die sogenannte “Fußgängerfurt“ den Fußgängern keinerlei Schutz und schon gar nicht einen Vortritt vor dem Autoverkehr.

Die “Richtlinie für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen“ von 2001 schreibe eine Beleuchtung des Zebrastreifens zwar vor, das heiße aber nicht, dass eine spezielle Beleuchtung
erforderlich sei. Vielmehr könne die normale Straßenbeleuchtung durchaus ausreichend sein.

Deswegen fordert der VCD Trier-Saarburg die Stadtverwaltung auf, alle Zebrastreifen genau zu überprüfen und durch entsprechende Anpassung der Beleuchtung möglichst viele der Zebrastreifen
zu erhalten oder zumindest anderweitige Möglichkeiten zu schaffen um Fußgängern, Rollstuhlfahrern, Kindern mit Fahrrädern und Menschen mit Geh-Hilfen sichere Passagen zu überlassen. Die von der Verwaltung geplante Wegnahme von Zebrastreifen im vorliegenden Umfang wäre jedenfalls eine unnötige, weitere Gefährdung der schwächsten Verkehrsteilnehmer Triers.

Die Priorität der Verwaltung solle vielmehr auf einer weiteren Verbesserung der Fußgängerfreundlichkeit liegen, um die Attraktivität Triers als Wohn- und Einkaufsstadt weiter zu steigern und um die Stadt kinder- und seniorenfreundlicher zu machen. “Konkret fehlt es an der Umsetzung von Fußgängerampeln über die Ostallee in Höhe Schützenstraße und über die Theodor-Heuss-Allee in Höhe Petrusstraße, wie sie im Mobilitätskonzept der Stadt auch vorgesehen sind. Zudem sollte dringend eine Verbesserung der Ampelschaltung für Fußgänger von der Bahnhofstraße zur Christophstraße umgesetzt werden”, so der VCD.

Schon in der Vergangenheit hat der VCD Trier-Saarburg in Schreiben an die Ortsvorsteher von Trier-Mitte/Gartenfeld und Trier-Nord die Querung des Fußgänger- und Fahrradverkehrs aus dem Grünbereich der Nordallee über die Fahrbahn der Nordallee in die Theobaldstraße gefordert. Dies sei erforderlich, um einerseits das Brüderkrankenhaus und das Mutterhaus-Nord (ehem. Elisabeth-Krankenhaus) auf direktem Weg zu erreichen, andererseits zur Schaffung einer umwegfreien fußläufigen Verbindung zwischen dem Brüderkrankenhaus und dem von ihm betreuten Seniorenheim (Josefsstift) in der Franz-Ludwig-Straße. (tr)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Politik Hinterlasse einen Kommentar

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