Gefahrstoff ‟Legal Highs“

TRIER. Das Thema ‟Legal Highs‟ ist längst in aller Munde. Welche Gefahren von den in harmlos erscheinenden bunten Tütchen angebotenen Präparaten ausgeht, darüber informiert am Mittwoch, 30. November, eine Veranstaltung an der Hochschule Trier auf dem Paulusplatz. Ab 17 Uhr beschäftigen sich die  Fachrichtung Kommunikationsdesign und die Arbeitsgruppe ‟Jugendschutz in der Region Trier‟ in der Aula des Gebäudes S mit diesem Thema.

Sogenannte ‟Legal Highs“ werden als Badesalze, Räuchermischungen, Lufterfrischer, Kräutermischungen oder Forschungschemikalien deklariert. Erhältlich sind sie im Internet als vermeintlich legale Alternative zu illegalen Drogen und tragen exotische Namen wie ‟Amazonas Vanilla“, ‟Bonzai Summer Boost“ oder ‟Spice“.  Was so harmlos klingt, kann jedoch schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen.  Viele der überwiegend jungen Konsumenten mussten nach der Einnahme solcher Substanzen, deren Inhaltsstoffe und Dosierung meist unbekannt sind, aufgrund gesundheitlicher Probleme notärztlich behandelt und in Krankenhäuser verbracht werden. Auch in der Großregion Trier verstarben bereits mehrere Personen nach dem Konsum der vermeintlich harmlosen ‟Legal Highs“.

Die Mitglieder der AG Jugendschutz in der Region Trier sind überzeugt, dass der Bekanntheitsgrad und damit die Problematik dieser Drogen zugenommen haben. Trotz steigender öffentlicher Aufmerksamkeit ist vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen deren Gefahrenpotenzial offenbar nicht bewusst.

Aus Sicht der Mitglieder der Arbeitsgruppe Jugendschutz bedarf es daher verstärkter Information und  Prävention. Und um die Zielgruppe zu erreichen, sollte diese Arbeit idealerweise von jungen Menschen für junge Menschen geleistet werden. Um dies zu erreichen, sind die Hochschule Trier und die AG Jugendschutz eine Kooperation eingegangen, um gemeinsam mit Studierenden der Hochschule Trier – Fachbereich Kommunikationsdesign – Projekte zur Prävention von ‟Legal Highs“ zu entwickeln. Im Zuge dieser Zusammenarbeit entstanden kreative Arbeiten, die im Rahmen der Präventionsarbeit eingesetzt werden können.

Am 30. November 2016 sollen die Ergebnisse der Studierenden nun der Öffentlichkeit präsentiert werden. Eröffnet wird die Veranstaltung durch Privat-Dozent Wolfgang Thomas, Chefarzt der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen. In seinem Impulsvortrag wird er zur Problematik ‟Legal Highs“ aus medizinischer Sicht Stellung nehmen. (tr)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Die Reporter-Meldungen, inside54.de Hinterlasse einen Kommentar

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