“Glaube bedeutet für mich Beziehungen”

Maria Almeida hilft bei den Heilig-Rock-Tagen. Foto: Bistum Trier

Maria Almeida hilft bei den Heilig-Rock-Tagen. Foto: Bistum Trier

TRIER. Maria Almeida steht im Dom, eine Holzschale mit Weihwasser in den Händen. Freundlich lächelnd begrüßt sie die Besucher, die einen Blick in den Dom und vielleicht auch in die Heilig-Rock-Kapelle werfen wollen. Um den Hals trägt die Rentnerin aus Hargesheim ein rotes Schlüsselband mit einem Namensschild. Ein Zeichen, das verrät: Hier ist jemand, der sich engagiert, der Fragen beantwortet, der sich Zeit nimmt, um die Heilig-Rock-Tage als ehrenamtlicher Helfer zu bereichern. Und das Lächeln verrät: Maria Almeida macht das gerne.

Sie ist eine von rund 260 freiwilligen Helferinnen und Helfern bei den Heilig-Rock-Tagen. Hier dabei zu sein, sei für sie “ein Teil des Glaubens”, sagt Almeida. “Glaube bedeutet für mich Beziehungen. Die Beziehung zu Gott, zu mir und zu den Menschen.” Bei den Heilig-Rock-Tagen hat sie die Möglichkeit, jede dieser Beziehungen zu pflegen. Als Helferin im Besucherdienst kommt sie mit vielen Leuten ins Gespräch. “Dieser menschliche Kontakt vertieft meinen Glauben.” Viele kämen nur durch Zufall mit den Heilig-Rock-Tagen in Kontakt, zum Beispiel auf dem Domfreihof. “Ich gehe auf die Leute zu, mit einem Lächeln oder mit einem guten Wort”, sagt Almeida. So will sie den Menschen zeigen: “Ich bin da. Wenn du etwas brauchst, kannst du zu mir kommen.” Und so will sie den Menschen auch signalisieren: “Gott ist für dich da.”

Bei den Heilig-Rock-Tagen begrüßt sie die Leute, ist Ansprechpartnerin bei Fragen oder hört den Leuten einfach zu, wenn sie etwas erzählen wollen. Die gebürtige Portugiesin hat auch schon mitgeholfen, Texte für die Flyer zu übersetzen. In der Pfarrei St. Nikolaus in Bad Kreuznach ist sie noch länger engagiert: Sie hilft mit beim Besuchsdienst der Caritas, ist beim Bibelkreis dabei, in der Seniorenrunde bereitet sie Gottesdienste vor und trifft sich zum “gemütlichen Beisammensein”. Eben “alles Soziale” spreche sie an.

Von Sonntag bis Freitag ist Almeida bei den Heilig-Rock-Tagen im Dienst und arbeitet täglich vier oder acht Stunden. Doch es ist ihr wichtig, zwischendurch aufzutanken. Deswegen hat sie sich ihre Dienste so gelegt, dass sie einige Veranstaltungen auch ganz für sich besuchen kann. “Damit ich etwas an die Menschen weitergeben kann, muss ich erst etwas haben”, sagt Almeida. An diesem Tag hat sie bis 15 Uhr Dienst. “Dann habe ich Zeit für mich und das Pontifikalamt.”

Für sich sein und mit anderen sein: Almeida braucht und genießt beides. Auch den Kontakt zu den anderen Helfern. “Es ist eine gute Atmosphäre untereinander und schön, die Leute jedes Jahr wieder zu sehen”, sagt sie. Sogar Freundschaften seien entstanden. Der Kontakt im Kreis der Helfer und mit den Besuchern der Heilig-Rock-Tage hat für sie darüber hinaus Bedeutung: “Ein Christ allein ist kein Christ. Aber in Gemeinschaft werden wir zur Kirche”, sagt Almeida. Bei den Heilig-Rock-Tagen treffe sie Menschen aus verschiedenen Orten, Bistümern und Ländern. “Die universale Kirche ist hier spürbar”.

Vom 17. bis zum 26. April lädt das Bistum Trier ein zu den “Heilig-Rock-Tagen 2015”. Weitere Informationen zum Besucherdienst gibt es beim Bereich Bistumsveranstaltungen, Heike Backes, E-Mail: bistumsveranstaltungen@bistum-trier.de, TelEFON 0651-7105-568. Weitere Informationen zum Bistumsfest unter bistum-trier.de/heilig-rock-tage.


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen Hinterlasse einen Kommentar

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