Grabungen auf dem Simeonstiftplatz

Wird sich im Schatten der alten Mauern gut in den Gesamteindruck des Platzes einfügen: die Karl Marx-Statue. Foto: Rolf Lorig

TRIER. In Trier wird wieder gegraben. Dieses Mal begleitet die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landesarchäologie Trier, die Vorbereitungen zur Aufstellung der Karl-Marx-Statue auf dem Simeonstiftplatz, nahe der Porta Nigra. Der historisch bedeutsame Platz birgt höchstwahrscheinlich archäologische Funde unter den Pflastersteinen und macht eine wissenschaftliche Begleitung der Ausgrabungen notwendig.

Daher sind ab der nächsten Woche auch die Mitarbeiter der Landesarchäologie, mit Sitz im Rheinischen Landesmuseum, vor Ort, um die archäologische Substanz zu begutachten. Der vorgesehene Sockel der Statue wird ca. einen Meter in die Erde hineinreichen. Aufgrund der geringen Tiefe der Grube werden keine römischen Funde erwartet. Die Zeugnisse des antiken Triers lagern vermutlich etwas tiefer unter dem Boden und werden von zeitlich jüngeren Objekten verdeckt.

Bei einer Grabung von einem Meter Tiefe an diesem exponierten Platz im Herzen von Trier ist es sehr gut möglich, dass Reste der mittelalterlichen Anlage des Simeonstifts ans Tageslicht kommen. Die im 11. Jahrhundert zu Ehren des Heiligen Simeon erbaute Anlage grenzt unmittelbar an die Porta Nigra und ist in weiten Teilen bis heute erhalten beziehungsweise als Rekonstruktion sichtbar.

Ob und in welchem Ausmaß die mittelalterliche Architektur offen gelegt wird, bleibt abzuwarten. Je nach Befundlage wird die Baustruktur durch die Mitarbeiter des Rheinischen Landesmuseum dokumentiert beziehungsweise geborgen werden. (tr)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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