Grüne lehnen Globus-Markt ab

Die Trierer Grünen haben sich gegen die Globus-Ansiedlung ausgesprochen.

TRIER. Die Trierer Grünen haben sich auf ihrer jüngsten Mitgliederversammlung am Dienstagabend gegen den Bau des Globusmarktes im Gewerbegebiet an der Niederkircher Straße ausgesprochen. Ferner erhielten die Mandatsträger der Partei den Auftrag, sich für den Schutz des geltenden Einzelhandelskonzepts einzusetzen.

“Es ist sehr gut, dass wir an dieser Stelle nun eine klare grüne Position gefunden haben, die wir nach außen tragen können. Wir haben unseren Mandatsträgerinnen somit dahingehend den Rücken gestärkt, in der Auseinandersetzung um Globus an unseren Positionen und bestehenden Beschlusslagen festzuhalten”, betonte Johannes Wiegel, Sprecher der Trierer Grünen.

Ihre Ablehnung der Globus-Ansiedlung begründen die Grünen neben dem Schutz des innerstädtischen Einzelhandels mit “der zu erwartende Zunahme des Individualverkehrs, der Flächenversiegelung sowie der grundsätzliche Ablehnung von großen Einkaufszentren vor den Toren der Stadt”. Der Beschluss, der bei zwei Enthaltungen einstimmig fiel, fordert die Mandatsträger der Partei auf, an der derzeitigen Bauleitplanung und den bestehenden städtischen Beschlüssen, wie den Zielen des Einzelhandelskonzeptes, unabhängig von konkreten Ansiedlungsvorhaben festzuhalten. Ohnehin sind die Grünen der Auffassung, dass der Bau des Marktes “nach aktueller städtischer Beschlusslage unzulässig ist”.

Ferner befassten die Grünen sich vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung um den Hambacher Forst mit den Möglichkeiten des konkreten Klimaschutzes in Trier. Die Mandatsträger wurden aufgefordert, sich für Klimaschutzmaßnahmen in den Gremien der Stadt und der Beteiligungsgesellschaften einzusetzen. Der Maßnahmenkatalog sieht unter anderem vor: Rückkauf der RWE-Anteile an die SWT, Vorrang des Umweltverbundes, Nein zum Straßenbauprojekt Moselaufstieg, Erstellung eines städtischen Klimaschutzkonzeptes sowie Schaffung der Stelle eines Klimaschutzbeauftragten bei der Stadtverwaltung Trier.

Beschlossen wurden außerdem zwei Anträge der Grünen Jugend. Diese sehen vor, dass es bei eigenen Veranstaltungen der Trierer Grünen künftig nur noch vegane Lebensmittel geben und bei grünen Werbematerialien so weit möglich auf den Einsatz von Plastik verzichtet werden soll. Positiv wurde von der Mitgliederversammlung zudem die Präsentation der Ergebnisse aus den Programmabenden der “Dein Programm für Trier”-Reihe aufgenommen.

“Der heutige Abend hat für mich einmal mehr gezeigt, wovon wir als Partei leben: Offene und für jeden zugängliche Debatten zu relevanten Fragestellungen. Wir haben heute gesehen, dass wir eine Partei sind, die gerne und intensiv diskutiert und dabei zu tragfähigen Ergebnissen kommt. Dass dieser Prozess bei uns dabei nicht nur formal öffentlich ist, sondern dass heute tatsächlich gleiche mehre interessierte Bürger ohne Parteibuch bis zum Ende des Abends dabei geblieben sind, macht mich auch ein wenig stolz auf meine Partei”, sagte Wiegel. (tr/et)

Personalie

Der 27-jährige Student Felix Kluge wurde als Vertreter der Grünen Jugend in den Kreisvorstand gewählt und übernimmt damit künftig den wegen eines Auslandssemesters vakant gewordenen Posten von Martin Hofmann. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen, Featured Hinterlasse einen Kommentar

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