Grünflächemamt sagt Danke für’s Gießen

Dank des freiwilligen Einsatzes von der Olewiger Wehr bekommt auch die stadtbildprägende Zeder auf dem Kornmarkt das lebensnotwenige Wasser. Foto: Presseamt

TRIER. Das Trierer Grünflächenamt bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die derzeit beim Gießen von Bäumen und Pflanzen helfen. “Ich finde das super, dass so viele Leute in Trier uns unterstützen“, sagte Petra-Christine Schacht, Leiterin des Grünflächenamtes.

Schacht machte sich vor Ort ein Bild von der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Olewig und dankte den ehrenamtlichen Helfern stellvertretend für alle diejenigen Gruppen und Privatpersonen, die den städtischen Gärtnern derzeit zur Hand gehen und das vom Verdursten bedrohte Stadtgrün gießen. Das Grünflächenamt hatte Ende Juli aufgrund der außergewöhnlichen Trockenheit in diesem Jahr an die Trierer appelliert, die Stadtgärtner zu unterstützen. Andernfalls drohten vor allem viele Jungbäume einzugehen – für die Stadt nicht nur ein großer materieller Schaden.

“Das Grün in der Stadt ist nicht nur Deko“, unterstrich Schacht die große Bedeutung vor allem der Bäume, “die Pflanzen in Trier sind sehr wertvoll, vor allem als Schattenspender, und für das Mikroklima.“ Viele Bäume seien durch die ungewöhnliche Trockenheit in diesem Jahr bedroht. “Wir hatten seit Mai kaum Regen, der Boden ist so ausgetrocknet, dass auch ein paar Stunden Regen kaum Linderung bringt.“ Daher müsse trotz gelegentlichen Regens auch weiterhin gegossen werden, damit Bäume und Beete nicht vertrocknen.

“Wir gießen so lange das Wasser nicht knapp wird und wir gebraucht werden“, sagte Andreas Terges, stellvertretender Löschzugführer der Freiwilligen Feuerwehr Olewig. Jede Woche wässern vier bis fünf der rund 40 ehrenamtlichen Olewiger Feuerwehrleute einmal rund 80 Bäume und zehn Beete in ihrem Stadtteil. Dazu müssen sie den 1.600 Liter Wasser fassenden Tank ihres Löschfahrzeugs insgesamt achtmal füllen. “Für das Gießen in Olewig alleine benötigen wir gut fünf Stunden die Woche“, schätzt Terges. Und weil auch die Bäume in der Innenstadt Durst haben, gießen sie auch gleich noch 24 Bäume am Kornmarkt, 14 Bäume am Pferdemarkt, an der Treviris-Passage, in der Oerenstraße, am Irminenfreihof, am Johanniterufer, der Dampfschiffstraße, an der Tufa. in der Weberbach und im Alleenring mit. “Wir haben den Aufruf des Grünflächenamtes gelesen und dachten, wenn es um viel Wasser geht, da können wir helfen“, sagte Terges und legte Wert darauf, dass das alles ehrenamtlich und neben den eigentlichen Feuerwehreinsätzen geschehe, die es in diesem Jahr besonders zahlreich gebe. Bester Kunde der Feuerwehr ist die 112 Jahre alte Atlas-Zeder am Kornmarkt, die als stadtbildprägendes Naturdenkmal besondere Aufmerksamkeit bekommt: 3.000 Liter Wasser pro Woche geben die Feuerwehrleute dem grünen Riesen.

Die Olewiger Floriansjünger stehen mit ihrem Engagement für Triers Bäume nicht alleine da: Ihre Kameraden von den Freiwilligen Feuerwehren Zewen, Pfalzel, Euren, Ehrang und dem Löschzug Mitte helfen ebenfalls tatkräftig beim Bewässern der Pflanzen. Daneben gibt es auch zahlreiche Vereine und Gruppierungen, die zu Schlauch und Gießkanne greifen, auch Privatpersonen kümmern sich mit ums Stadtgrün.

“Wir sind außerordentlich dankbar, dass uns viele Leute unterstützen und Bürgersinn für ihre Stadt zeigen“, zeigte sich Petra-Christine Schacht beeindruckt. Vom Engagement profitierten letztlich alle Bewohner: „Die Bäume danken uns jeden Tropfen Wasser mit kühlem Schatten und einem besseren Stadtklima.“ (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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