Heimatfest ja – Feuerwerk nein

Auf das Prachtfeuerwerk werden die Besucher des Zurlaubener Heimatfestes in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen verzichten müssen. Foto: Rolf Lorig

TRIER. Das traditionelle Zurlaubener Heimatfest findet auch in diesem Jahr statt. Wegen der Baumaßnahmen am Hochwasserschutzdamm und im Uferbereich allerdings nur in einer reduzierten Form. Das hat der Geschäftsführer des Moselfestes, Christian Reichert, dem reporter exklusiv mitgeteilt.

Die zentrale Frage beim Treffen des Festausschusses mit Vertretern des städtischen Tiefbauamts, des Ordnungsamts sowie von Polizei und Feuerwehr war klar formuliert: ‟Kann das traditionelle Zurlaubener Heimatfest trotz der Beeinträchtigungen durch die Baustelle in diesem Jahr stattfinden?” Die Antwort am Ende des Treffens war ebenso klar: ‟Ja, das Zulaubener Heimatfest findet statt wie in den 50 Jahren davor‟, sagte Geschäftsführer Reichert. ‟Allerdings mussten wir im Interesse der Sicherheit einige Veränderungen vornehmen.”

Die größte Veränderung wird der Wegfall des Feuerwerks sein: ‟Darauf werden wir in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen verzichten müssen‟, sagt Reichert. Nicht verzichten müssen die Besucher auf den musikalischen Genuss. ‟Die Bühne wird wieder mit dabei sein, allerdings müssen wir die um ein paar Meter zur Seite hin verschieben.” Etwas reduziert wird wohl auch die Zahl der Stände sein. ‟Wir haben im Augenblick eben nicht die gewohnte Fläche wie bei den früheren Festen zur Verfügung.”

Auf den Hang als Sitzfläche werden die Besucher ebenfalls verzichten müssen. ‟Die Situation ist nun mal wie sie ist, das werden wir in der Kürze der Zeit nicht ändern können‟, sagt Reichert und verweist darauf, dass die Aussaat des Grases erst lange nach dem Heimatfest erfolgen soll. Eine Entlastung erhofft sich der Geschäftsführer von der neuen Treppenanlage, die atriumartig angelegt werden soll. Nach Auskunft der Stadt soll dieses Vorhaben rechtzeitig zum Fest zur Verfügung stehen. Sichergestellt ist auch die Kirmes, die Fahrgeschäfte werden sich wie gewohnt im Bereich der früheren Kabinenbahn befinden.

Der Parkplatz, auf dem aktuell noch Baumaterialien gelagert werden, soll geräumt und als Stellfläche für Rettungs- und Sicherheitsdienste sowie für Kühlwagen und Versorgungsfahrzeuge genutzt werden.

Trotz der erschwerten Voraussetzungen sieht Christian Reichert dem Fest optimistisch entgegen. “Ich bin froh über die gute und sehr konstruktive Zusammenarbeit mit den Behörden‟, sagt der Geschäftsführer. Freude gibt es aber auch auf Seiten der Zurlaubener Wirte. Denn rechtzeitig zum Saisonbeginn sind alle Wege entlang der Gastro-Terrassen fertiggestellt. ‟Sechs Monate hatten wir Sparflamme‟, zeigt sich Gastronom Karl Schmelzer (Bagatelle und Paulaner) erleichtert. ‟Dem Fest sehen wir jetzt mit Freude entgegen.” (rl)


Drucken
Erstellt am Autor Rolf Lorig in Gesellschaft 12 Kommentare

12 Kommentare zu Heimatfest ja – Feuerwerk nein

  1. Jessica Niemeyer

    Ohne Feuerwerk werden dem Fest tausende Besucher fehlen – sehr schade !

     
  2. Anne-K. Walter

    Trier baut ab!
    In Trier leben viele Geschäftsleute vom Tourismus. Nun wurden und werden zwei Besuchermagneten aus Trier verbannt – die Rallye um Trier mit dem Fahrerlager in Trier und nun vermutlich das Moselfest. Man hat den Eindruck, dass die politischen Entscheider oder “Macher” in Trier den gleichen Weg gehen wie die Mannschaft von Eintracht Trier: statt Aufstieg künftig nur noch Kreisklasse! Die Trierer hätten besseres verdient!

     
  3. Stephan Jäger

    Wie wäre es, sich einfach mal darüber zu freuen, dass es Leute gibt, die alle Hebel in Bewegung setzten, um das Fest überhaupt zu ermöglichen…

    …TROTZ der Baumaßnahmen, die unumgänglich und notwendig sind, um zumindest Teilen des Trierer Moselufers endlich ein etwas würdigeres, ein Mindestmaß Aufenthaltsqualität bietendes Ambiente und den Anwohnern eine bessere Hochwassersicherheit zu bieten?

    Von einer „Abschaffung des Moselfests“, Frau Walter, kann ja nicht die Rede sein. Nur, „Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass!“ gibt es eben nicht.

    Aber Trierer wäre nicht Trier und vor allem Trierer nicht Trierer, wenn nicht wieder ausschließlich gemault würde.

     
    • Stephan Jäger

      Ach ja: „Frau“ Walter!

       
      • Der Anfang

        uiuiui “Frau”, die Paranoia scheint zu beginnen! 😉

         
  4. Alain Dinkelkraut

    Das Geballere und die überflüssige Kirmes sind mir wurscht, aber die Livemusik nicht vom Hang aus verfolgen zu können, nimmt dem Fest jeglichen Reiz.

     
  5. Walter, Anne-K.

    Hallo Herr Jäger,
    Ich gebe Ihnen Recht, dass Trier sein Moselufer sträflich vernachlässigt hat. Ohne die privaten Initiativen der Zurlaubener wäre es nicht der Anziehungspunkt, der er ist.
    Gleichwohl habe ich als Triererin, die nur noch zu Gast in meiner Heimatstadt weilt, das Gefühl, dass die wenigen positiven Dinge in Trier kaputt gemacht werden.
    Und ja, ich bin eine Frau, kein “Es” und kein “Er”!

     
    • Stephan Jäger

      „Und ja, ich bin eine Frau, kein “Es” und kein “Er”!“
      Dann war das eine Verwechslung mit einem in Trier „eine gewisse Bekanntheit“ genießenden Namensvetter, der schon mal gerne unter diversen „Tarnnamen“ kommentiert und wohl auch dem heimischen Fußball verbunden ist. Sorry dafür!

      Aber, dass das Moselfest „kaputt gemacht“ wird, sehe ich hier halt absolut nicht. Es gibt nun mal Arbeiten, die sind, ob einem das nun gefällt oder nicht, halt beim besten Willen nicht „zwischen zwei Moselfesten“ (also in weniger als einem Jahr) zu regeln. Da gilt es dann, das Beste draus zu machen. Und genau das geschieht hier.

      Natürlich lebt Trier vom Tourismus. Aber eben nicht nur an drei Tagen im Jahr. Und den Rest der Zeit fragen sich die Touristen, zumindest die, die schon mal beispielsweise in Heidelberg oder Basel oder auch nur irgendwo im Rest des Moseltals waren, wohl seit Jahrzehnten mit allem Recht der Welt, ob man an einem solchen Fluss eigentlich nichts netteres machen kann, als auf einer vierspurigen Straße mit dem Auto an meterhohen Brennnesseln längs zu fahren. Es wurde also allerhöchste Zeit, dass – nach sieben jahren „Stadt am Fluss“, in denen absolut NICHTS passiert ist – da endlich mal irgendwas losgeht!

       
  6. Maximilian Hubig

    Als ob die “stadtbekannte” Persönlichkeit das Pseudonym “Frau” Walter benutzen würde! Lächerlich!

     
    • Stephan Jäger

      Nee klar! Wie konnt’ ich drauf kommen? Echte Männer sind doch keine Frauen!

      Ich Dummerchen!

       
      • weiblicher Walter

        Lieber zu spät als nie! 😉

         
  7. Maximilian Hubig

    Würde in der Sache der Finger in die Wunde gelegt?

     

Hinterlasse einen Kommentar

* Eingabe erforderlich (Pflichtfelder). Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Die Angabe eines Klarnamens ist nicht erforderlich.