Hochschule Trier tragende Säule

Ministerpräsidentin Malu Dreyer ist das 20-jährige Jubiläum eine Erfolgsgeschichte der heimischen Wissenschaftslandschaft. Foto: Hochschule Trier

Ministerpräsidentin Malu Dreyer ist das 20-jährige Jubiläum eine Erfolgsgeschichte der heimischen Wissenschaftslandschaft. Foto: Hochschule Trier

MAINZ/TRIER. Für Ministerpräsidentin Malu Dreyer ist das 20-jährige Jubiläum der Hochschulen im Land eine Erfolgsgeschichte der heimischen Wissenschaftslandschaft. Mit knapp 40.000 Studierenden im Wintersemester 2015/2016 bilden die Fachhochschulen etwa ein Drittel aller Studierenden in Rheinland-Pfalz aus. Mit rund 8.000 Studierenden ist die Hochschule Trier eine der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Rheinland-Pfalz.

Bei einer Feierstunde in der Staatskanzlei erinnerte die Ministerpräsidentin an die Anfänge: “Vor 20 Jahren wurde die ‚Fachhochschule Rheinland-Pfalz’ in sieben Hochschulen umstrukturiert. Mehr Eigenverantwortung und eine bessere regionale Einbindung waren das Ergebnis. Heute sind sie zentrale Akteure im Wissenschaftsland Rheinland-Pfalz.“ Ihnen sei es gelungen, ein anwendungsorientiertes Profil zu entwickeln. Damit seien sie nicht nur für Studieninteressierte attraktiv, die eine moderne Ausbildung auf akademischem Niveau suchen, sondern in der Forschung und Entwicklung auch für innovative Unternehmen in den Regionen, sagte Dreyer.

Die Ministerpräsidentin stellte anerkennend fest, dass die Fachhochschulen von 1996 bis 2014 ihre Drittmitteleinnahmen auf 24,0 Millionen Euro gesteigert und ihre Kooperationen und Vernetzungen ausgebaut haben. Norbert Kuhn, Präsident der Hochschule Trier, macht in diesem Zusammenhang deutlich, dass die Hochschule Trier die drittmittelstärkste Hochschule in Rheinland-Pfalz ist. Sie habe sich bei der Höhe der eingeworbenen Drittmittel seit Jahren kontinuierlich gesteigert. Dies hänge mit innovativen und anwendungsorientierten Projekten zusammen, die den positiven Trend bei den forschungsbezogenen Drittmittelaktivitäten verstärken. Rund die Hälfte der Drittmittel der Hochschule in Höhe von mehr als 8 Millionen Euro werbe das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) ein, das am Umwelt-Campus Birkenfeld angesiedelt ist. Norbert Kuhn: “Die Hochschule Trier ist sich ihrer Verantwortung als qualitativer Bildungsträger mit klarer Ausrichtung zur Innovation und Interdisziplinarität bewusst. Drittmittel unterstützen in diesem Bestreben.“

Die breite regionale Verteilung der Hochschulstandorte im Land sichert laut Dreyer eine gute Versorgung mit Studienangeboten, die nicht nur innovativ sind, sondern zunehmend auch im Rahmen eines Fernstudiums oder dualen Studiums in Anspruch genommen werden. “Den Fachhochschulen kommt damit eine Schlüsselfunktion zu, die große gesellschaftliche Nachfrage nach einer akademischen Ausbildung für nahezu alle beruflichen Felder abzudecken. Neben der exzellenten Lehre bildet die angewandte Forschung, die an den Fachhochschulen im Land betrieben wird, die Grundlage für ihren Erfolg“, ergänzte Wissenschaftsminister Konrad Wolf. Die Landesregierung fördere diese angewandte Forschung durch die Forschungsinitiative des Landes seit dem Jahr 2010 mit insgesamt rund 10 Millionen Euro. Durch die neue Bund-Länder-Initiative “Innovative Hochschule“ könnten die strategischen Kooperationen der Hochschulen untereinander und mit außerhochschulischen Forschungseinrichtungen, der Wirtschaft und gesellschaftlichen Akteuren gestärkt werden. “Bund und Länder stellen für diesen Wettbewerb bis 2027 rund 550 Millionen Euro zur Verfügung“, betonte der Wissenschaftsminister.

Die Hochschule Trier wird auch in den nächsten Jahren auf einer breit gefächerten, sehr projektorientierten Lehre aufbauen. Professor Kuhn sieht die Entwicklung für die Hochschule Trier in den nächsten Jahren weiterhin positiv, da die über Jahre gefestigte Forschungsinfrastruktur stetig ausgeweitet wird und die Hochschule Trier mit ihrer praxisorientierten Vielfältigkeit ein attraktiver Studienstandort ist. (tr)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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