“Ich habe niemanden unsittlich angefasst“

TRIER. Am Dienstag, 20. März, 19 Uhr, geht es im Stadtmuseum Simeonstift um einen Fall von staatsanwaltlicher und polizeilicher Ermittlungsarbeit auf der Grundlage von § 175 RStGB.

Wortlaut § 175 RStGB: “Ein Mann, der mit einem anderen Mann Unzucht treibt oder sich von ihm zur Unzucht missbrauchen läßt, wird mit Gefängnis bestraft“: In dieser 1935 durch die Nationalsozialisten verschärften Fassung blieb der sogenannte “175er“ in der neu gegründeten Bundesrepublik zunächst unverändert bestehen. Vollständig gestrichen wurde der Paragraph erst 1994.

Die Rehabilitierung der in der NS-Zeit wegen homosexueller Handlungen Verurteilten erfolgte gar erst im Jahr 2002. Entsprechend spät begann die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der bis dato vernachlässigten Opfergruppe der Homosexuellen. Die Historikerin Franziska Leitzgen beleuchtet das Thema in einem Vortrag im Rahmen der Gestapo-Vortragsreihe.

Die Veranstaltung am Dienstag, 20. März, im Stadtmuseum Simeonstift beginnt um 19:00 Uhr, der Eintritt beträgt sechs Euro, für Studierende ist der Eintritt frei. (tr)


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