Johann Sebastian Bach, Kit Armstrong, Thomas E. Bauer

Kit Armstrong. Foto: Neda Navaee

TRIER. Der amerikanische Ausnahme-Pianist und -Organist Kit Armstrong ist den Menschen in dieser Region sehr verbunden. Wie anders ist es zu erklären, dass dieser Weltstar mit schöner Regelmäßigkeit beim Mosel Musikfestival zu erleben ist. Am 11. August ist es wieder soweit: Armstrong konzertiert dann zusammen mit dem mehrfach preisgekrönten Bariton Thomas E. Bauer mit “Reflexionen über Bach” in der Basilika St. Paulin auf. Ein Konzert, das der Bayerische Rundfunk in seinem Funkhaus bereits aufgezeichnet hat, das in St. Paulin mit Sicherheit aber eine ganz neue Stimmung haben wird.

“Bescheidenheit ist eine Zier – weiter aber kommt man ohne ihr…” Ein Gedanke, der sich einschleicht, wenn man im aktuellen Programm des Mosel Musikfestivals blättert. Denn hinter dem ziemlich nichtssagenden Titel “Reflexionen über Bach” versteckt sich ein für Freunde der klassischen Musik ausgesprochen hochkarätiges Angebot. Die beiden international erfolgreichen Topstars Kit Armstrong und Thomas E. Bauer setzen sich in ihrem Programm mit dem Barockkomponisten Johann Sebastian Bach auf ungewöhnliche Weise auseinander. Armstrong, der seit seinem 13. Lebensjahr von Alfred Brendel unterrichtet und von ihm einst als “Wunderkind” apostrophiert wurde, arrangierte die instrumentierten Fassungen der Solo-Kantaten “Ich will den Kreuzstab gerne tragen“ und “Ich habe genug“ für Klavier, so dass Bauers Stimme größtmögliche Wirkung entfalten kann.

Thomas E. Bauer
Photo: Marco Borggreve

Dabei sind die beiden Topstars perfekt aufeinander eingestimmt: Jeder Variation des Klaviersatzes folgt der Gesang. Je nach Raum, Stimmung und Instrument gerät so jede Aufführung anders, auch in der spätbarocken Kirche St. Paulin in Trier. Multitaltalent Armstrong (26) setzt Maßstäbe. Sowohl in “Reflexionen über Johann Sebastian Bach“ als auch in jenen Choralvorspielen, die der Kirchenmusiker ursprünglich für Orgel geschrieben hatte.

Thomas E. Bauer (45) ist ein international gefragter Sänger. Er konzertierte mit Orchestern wie dem Boston Symphony, der Philharmonie Berlin, dem Gewandhausorchester und sang zur Eröffnung der Elbphilharmonie in Hamburg. Auf der Opernbühne überzeugte er zuletzt am Teatro alla Scala Milano in Zimmermanns “Die Soldaten“. Seine CDs wurden bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Thomas E. Bauer ist Gründer und Intendant des Festivals Kulturwald Festspiele Bayerischer Wald. Diese finden seit 2014 in dem modernen Konzerthaus Blaibach statt, das bereits zahlreiche Architektenpreise gewonnen hat. Der 26-jährige Kit Armstrong arbeitet mit Dirigenten wie Kent Nagano, Esa Pekka-Salonen oder Christoph Dohnány zusammen. Er war Meisterschüler von Klavierlegende Alfred Brendel, komponiert, dirigiert und gibt Konzerte in den berühmtesten Konzerthallen der Welt. 2016 debütierte er mit großem Erfolg beim Mosel Musikfestival als Organist in der Konstantin-Basilika in Trier. (-flo-/tr)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Kultur, Moselmusikfestival Hinterlasse einen Kommentar

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