Kathrin Hegner trägt die Mosel-Krone

Die Krönung der neuen Weinmajestäten durch ihre Vorgängerinnen: Marie Jakoby, Kathrin Hegner und Alina Scholtes (v.L.), dahinter die bisherigen Mosel-Weinhoheiten Anna Maria Dehen, Lisa Schmitt und Sarah Schmitt (v.l.). Foto: Moselwein e.V./Alfons von der Lahr

TRIER/REGION. Die Mosel-Weinkönigin 2017/18 kommt aus dem Ruwertal: Die 24-jährige Kathrin Hegner aus Waldrach wurde am Freitagabend in der Trierer Europahalle zur neuen Gebietsweinkönigin gewählt und von ihrer Vorgängerin Lisa Schmitt gekrönt. Zu neuen Mosel-Weinprinzessinnen wurden Alina Scholtes aus Trittenheim und Marie Jakoby aus Maring-Noviand gewählt. Zuletzt kam die Gebietsweinkönigin 1985 aus dem Ruwertal: Damals wurde Mechthild Weis, geborene Meyer, gewählt, die ein Jahr später auch deutsche Weinkönigin wurde.

Die Entscheidung fiel erst im dritten Wahlgang. In den beiden ersten Wahlgängen erreichte keine der Kandidatinnen die nötige Mehrheit. Die Spannung unter den mehr als 400 Gästen in der Europahalle – darunter die Deutsche Weinkönigin Lena Endesfelder und Bundesfamilienministerin Katharina Barley sowie zahlreiche Vertreter aus Parlamenten, von Gemeinden, Verbänden und Kammern – war groß, denn die fünf Bewerberinnen lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In Talkrunden mit Moderator Ludger Peters und bei einer Stehgreifrede stellten sie ihre Bühnenpräsenz, Schlagfertigkeit und rhetorische Fähigkeiten unter Beweis.

In Video-Einspielungen präsentierte jede der Frauen sich, ihre Hobbys und ihre Heimatorte dem Publikum. Ihr Fachwissen zeigten die Kandidatinnen bei der Erkennung und Beschreibung von drei verdeckten Weinen der Rebsorten Riesling, Elbling und Weißburgunder. Sportlich ging es bei einem Ausflug in die Kellertechnik zu, als die jungen Frauen eine Weinflasche aus einem Fass befüllen, verkorken und wieder öffnen mussten. Vor der Jury aus Wein- und Tourismusfachleuten sowie Medienvertretern hatten die Kandidatinnen bereits am Nachmittag Fachfragen aus Weinbau, Oenologie, Weinvermarktung und zu Verbraucherthemen beantwortet.

Der Vorsitzende des Moselwein e.V., Weinbaupräsident Rolf Haxel, sprach den Bewerberinnen Kathrin Hegner, Alina Scholtes, Marie Jakoby, Hanna Gietzen und Sarah Helm in seiner Begrüßungsrede Hochachtung aus, sich dieser Wahl zu stellen und viele Stunden in Vorbereitungen, Seminare und Filmarbeiten zu investieren. Zuvor hatte Haxel die scheidenden Weinmajestäten Lisa Schmitt aus Leiwen, Anna Maria Dehen aus Müden und Sarah Schmitt aus Konz-Filzen verabschiedet, die seit September 2016 bei Hunderten von Einsätzen in ganz Deutschland für das Weinanbaugebiet Mosel, dessen Winzer und Weine geworben hatten. Lisa Schmitt wird die Mosel am 23. September bei der Wahl zur Deutschen Weinkönigin in Neustadt an der Weinstraße vertreten.

Das Rennen um die Mosel-Krone entschied letztlich Kathrin Hegner für sich. Sie wurde unter dem Jubel ihrer Anhänger gekrönt. Die 24-jährige bisherige Ruwer-Weinkönigin ist Gesundheits- und Krankenpflegerin im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Trier und studiert zudem das Fach Pflegeexpertise an der Philosophisch-Theologischen Fakultät Vallendar. In den nächsten zwölf Monaten wird sie bei vielen regionalen und überregionalen Veranstaltungen für das Anbaugebiet Mosel werben, ob beim Weinforum im Januar in Trier oder der weltweit wichtigsten Weinfachmesse ProWein in Düsseldorf.

Auch Hegners Weinprinzessin werden viel auf Reisen sein. Die ebenfalls 24-jährige Alina Scholtes aus Trittenheim hat an der Weinuniversität in Geisenheim bereits erfolgreich ihr Bachelor-Studium in Internationaler Weinwirtschaft abgeschlossen und macht nun ihren Master of Science in Weinwirtschaft an der Universität Gießen. Marie Jakoby ist 21 Jahre alt und arbeitet als Weintechnologin in einem großen Mosel-Weingut. Sie war von 2014 bis 2017 Ortsweinkönigin ihrer Heimatgemeinde Maring-Noviand. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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