Keine Garantie für Feuerwehrumzug in 2024

Auf der Fläche des alten Polizeipräsidiums soll nach dem Willen der Stadt die neue Hauptwache der Feuerwehr entstehen. Foto: Rolf Lorig

TRIER. Feuerwehrdezernent Thomas Schmitt ist optimistisch, dass die Stadt noch in diesem Jahr das Gelände des alten Polizeipräsidiums in der Südallee kaufen kann. Dort soll nach dem Abriss des Hochhauses die neue Feuerwehr-Hauptwache entstehen.

Im Grunde ist alles eingetütet: Das Gelände in der Südallee ist ausreichend groß und auch die Verkehrsanbindung für einen raschen Einsatz der Feuerwehr war Gegenstand einer Untersuchung durch ein Darmstädter Ingenieurbüro gewesen, sie hatte die grundsätzliche Machbarkeit aufgezeigt.

Jetzt soll es ans Eingemachte gehen. Bei der Pressekonferenz des Stadtvorstands ging der Dezernent aber davon aus, dass der Abriss des Hochhauses nicht vor 2019 erfolgen wird. Geplant ist seinen Worten zufolge, dass die Polizei im Frühjahr 2019 das Gelände verlässt. Die belasteten Bereiche auf dem Grundstück sollen bis 2020 saniert sein, danach wird das Rheinische Landesmuseum dort “über einen längeren Zeitraum” Gelegenheit für Grabungsarbeiten haben.

“Der bestehende Zeitplan ist selbst nach Ansicht des Ministeriums sportlich” sagte Schmitt und dämpfte damit die Hoffnung auf einen früheren Einzug der Wehrleute. Diesem Plan zufolge soll die neue Hauptwache erst 2024 fertig sein. “Bis dahin ist es noch eine lange Zeit”, räumt Schmitt ein und macht deutlich, dass er wegen der Unwägbarkeiten keine Garantie für die termingerechte Fertigstellung geben könne.

Auch ihm bereiten die zunehmenden Schäden an der in die Jahre gekommenen Hauptwache am Barbaraufer Sorgen. Um die in Schach zu halten, werde man dort kontinuierlich alle erforderlichen Bau- und Reparaturmaßnahmen durchführen. Zudem seien bereits einige Maßnahmen erfolgt, die im Sommer zu besseren klimatischen Bedingungen führen sollen.

“Es ist eng geworden in der alten Wache”, sagte auch der Oberbürgermeister, der das Problem aber von der positiven Seite aus betrachtet. Denn die Stellenausschreibungen seien erfolgreich gewesen, etliche fertig ausgebildete Wehrleute habe man zum Teil auch aus benachbarten Bundesländern neu gewinnen können, zudem bilde die Berufsfeuerwehr eigene Nachwuchskräfte aus. Bis die aber fertig sind, vergehen fünf Jahre: “Neben der dreijährigen Ausbildung kommen noch zwei weitere Jahre für die Ausbildung zu Sanitätern on top.”

Positiv ausgewirkt habe sich auch, so Thomas Schmitt, dass man die Residenzpflicht in Trier gelockert habe. (rl)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Gesellschaft 1 Kommentar

Kommentar zu Keine Garantie für Feuerwehrumzug in 2024

  1. V. Clemens

    Ob dieser Standort im Hinblick auf die Künftige Stadtentwicklung der nächsten 20 Jahre so sinnvoll ist? Wenn man einen Blick in den FNP wirft und die Bebauungen der letzten 15-20 Jahre betrachtet, dann wird Trier in Richtung Zewen/Euren und Kockelsberg sowie weiter in die Höhhenstadtteile Kernscheid und Irsch wachsen. Auch eine mögliche Uni-Erweiterung muss beachtet werden. Und bei den gestiegenen Anforderungen auf Personalvorhaltungen und Steigerungen der Einsatzzahlen (bei den freiwilligen Wehren hat sich das bei div. Zügen in den letzten 10 Jahren erheblich gesteigert)und der Verkehrsentwicklung (Viel Verkehr + Engstellen 0 kein durchkommen für Feuerwehr)wird nach meiner Prognose in 20 Jahren Trier nicht drum herum kommen eine dritte Wache einzurichten(Koblenz plant derzeit von einer Wache auf drei zu erweitern).
    Und dann ist der Standort Südallee suboptimal. Besonders die Stadtteile Euren, Zewen und Herresthal werden hier erhebliche probleme bekommen. Auch in der Wasserrettung muss man dann Abstriche machen(bisher lief die rettungsbootbesetzung über die Straße zum Anleger, in Zukunft müssen die erst mit einem Fahrzeug durch die ganze Kaiserstraße ans Ufer fahren). Warum nicht ein komplett Um-/Neubau am alten Standort. Und dann perspektivisch eine 3 Wache im Bereich Uni? Kann es daran liegen, das einige Politiker bereits das Gelände am Ufer verplant haben? Bereits zur 150-Jahrfeier der Feuerwehr Trier wurde der Bedarf erkannt, das die Feuerwache am St. Barbara-Ufer nicht mehr den Anforderungen an Platz und Ergonomie gerecht wird und es wurde in der Presse und den Gremien über mögl. Standorte für einen Neubau sinniert. Seinerzeit war das Castel Feurvier der bevorzugte Standort. das war übrigens in 1996.
    Eins ist sicher: Für die Feuerwehr muss uns das beste grade gut genug sein.
    Es muss jetzt was passieren. Zügig, aber sorgfältig. Und mit Weitsicht.

     

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