Kommunist unterm Weihnachtsbaum

Marx in der Box kann ab sofort bestellt werden. Foto: KMA

TRIER. Alle Jahre wieder: Weihnachten steht vor der Tür! Damit beginnt auch wieder die Suche nach ausgefallenen Präsenten. Wer seinen Lieben gerne ein besonderes Erlebnis schenken möchte, kann in diesem Jahr eine Karl-Marx-Box oder einen Ticket-Gutschein zur großen Landesausstellung KARL MARX 1818 – 1883. LEBEN. WERK. ZEIT. unter den Weihnachtsbaum legen. Die kulturhistorisch bedeutende Schau wird anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx vom 5. Mai bis 21. Oktober 2018 in den beiden Trierer Museen Rheinisches Landesmuseum und Stadtmuseum Simeonstift zu sehen sein. Die Ticket-Gutscheine können ab sofort in den Museen und der Tourist-Information erworben werden. Die Karl-Marx-Box ist ab sofort online und ab dem 13. Dezember in den Museen und der Tourist-Information erhältlich.

Mit der Karl-Marx-Box kann man den Kulturgenuss stilvoll und hochwertig verpackt verschenken: Die dekorative Metallbox ist in drei verschiedenen Varianten zwischen 35 und 169 Euro erhältlich. Die S-Box für 35 Euro enthält zwei Gutscheine für ein Kombiticket zur Landesausstellung. Ergänzt wird die Box durch Informationen zur Ausstellung sowie Hinweisen zu den Partnerausstellungen, zum Jubiläumsprogramm und zu Stadtführungen. Daneben liegt jeder Marx-Box ein kleines zeitloses Marx-Souvenir bei.

In der M-Box sind zusätzlich zwei Gutscheine für einen geführten Stadtrundgang in Trier enthalten, der auch den Spuren von Karl Marx in dessen Geburtsstadt folgt. Wer den Ausstellungsbesuch zum Anlass für ein Kulturwochenende in Trier machen möchte, dem sei die L-Box empfohlen. Diese enthält neben den Gutscheinen für Ausstellungsbesuch und Stadtführung auch einen Voucher für eine Übernachtung mit Frühstück für zwei Personen in einem der beiden Partnerhotels. Die Karl-Marx-Box ist ab sofort online erhältlich unter karl-marx-ausstellung.de sowie ab dem 13. Dezember auch im Rheinischen Landesmuseum, Stadtmuseum Simeonstift und in der Tourist-Information Trier.

Wer nur den Ausstellungsbesuch verschenken möchte, kann attraktiv gestaltete Gutscheine für ein Kombiticket erwerben. Die Gutscheine sind ab dem 13. Dezember sowohl in der Tourist-Information Trier als auch in den Museumsshops der beiden Ausstellungsstandorte, Rheinisches Landesmuseum Trier und Stadtmuseum Simeonstift Trier, erhältlich.

Extra

Anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx widmet sich die große Landesausstellung in Marx’ Geburtsstadt Trier in zwei Museen den vielen Facetten von Marx als Mensch und Analytiker. Das Rheinische Landesmuseum Trier beleuchtet unter dem Titel “Leben. Werk. Zeit.” Karl Marx und dessen Jahrhundert und zeichnet den intellektuellen wie politischen Werdegang von Marx nach. Die Ausstellung “Stationen eines Lebens” im Stadtmuseum Simeonstift beleuchtet das bewegte Leben von Karl Marx und verfolgt den Lebensweg von Marx’ Kindheit in Trier bis zum Exil in London. Die Landesausstellung nimmt das Jubiläum nicht nur zum Anlass des Erinnerns, sondern will auch die Aktualität der Marxschen Theorien hinterfragen. Die Ausstellung wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags. Schirmherr der Ausstellung ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.


Drucken
Erstellt am Autor trier reporter in Kultur 13 Kommentare

13 Kommentare zu Kommunist unterm Weihnachtsbaum

  1. UnsroterTrier

    Wenn die über 100 Millionen Toten des Marxismus- Terrors sehen könnten wie in Trier mit dieser Ideologie Geld gemacht wird, würden sie in ihren (Massen)-Gräbern rotieren..

    Aber um Einnahmen für die klamme Stadtkasse zu generieren, ist sich die Stadt Trier für nichts zu schade..

     
  2. Förster

    Haha noch ein Troll, welch ein geschichtlicher Humbug, kein Plan aber hier rumpalavern! Setzen sechs! “Marxismus Terrors”, was soll das denn sein!? Wenn schon Kommunismus (Russland/China = Kommunistische Partei, ne!), aber da müssen Sie sich wohl erst mal ein bisschen einlesen und selbst dann stimmt Ihre wirre These nicht! Und ich verrat Ihnen noch was, selbst an der Universität Trier werden im Fach VWL und BWL die Schriften von Karl Marx noch als Standardliteratur verwendet und die stehen da ganz offen in der Bibliothek, gehen Sie sie mal lesen, das Kapital zum Beispiel, und dann dürfen Sie sich gerne nochmals qualifiziert über Karl Marx äußern. 😉

     
  3. UnsdümmerTrier...

    …ja, das könnte man bei dem ersten Kommentar annehmen 😉 Jesus war wahrscheinlich tot (also wieder auferstanden, aber nicht mehr auf der Erde wandelnd), als zum Beispiel die Spanier die Urvölker in Südamerika im Namen der Christianisierung und des katholischen Glaubens ausrotteten, wollen Sie jetzt Jesus dafür die Schuld geben!? Oder der erste Weltkrieg, da brüllten die Soldaten aus Deutschland und Frankreich: Gott mit uns! Wollen Sie jetzt Gott die Schuld an den Toten geben!? 😉

     
    • Daniel Karl

      Als Verfasser eines Werkes ist man nach Ihrer Ansicht nicht für dessen Wirkung verantwortlich. Dies ist hochproblematisch. Wie wollen Sie begründen, dass z.B. rechte Hetzschriften verboten werden, wenn diese subtil aber trotzdem mit einer klaren Richtung junge Menschen aufwiegeln. Wenn diese Schriften keine Wirkung entfalten und nicht verantwortlich sind für die Meinungsbildung, dann darf man sie auch nicht verbieten. Man kann diesen massiven Eingriff des Staates in das Recht auf freie Meinungsveräußerung nicht akzeptieren, wenn der Verfasser keine Verantwortung für die Wirkung seiner Schriften trägt.

      Marx hat zur Revolution aufgerufen, er wollte nur noch eine Klasse und legitimierte Gewalt. Die russische und chinesische Interpretation seiner Schriften war konsequent, unter Stalin wurde der Bauernstand ausgerottet, Mao ließ ebenfalls viele Millionen verhungern. Man kann Marx nicht freisprechen!

      Das Problem dieses teuren Marxspektakels liegt woanders. Es geht nicht um eine historische Würdigung, sonst würde man die Wirkungsgeschichte der Arbeiten von Marx nicht ausblenden. Es geht nicht um eine touristische Wirkung, sonst würde man die internationalen Bezüge nicht künstlich weglassen. Es soll eine politische Botschaft vermittelt werden, im Sinne derjenigen die diese Millionensumme für die Ausstellung zur Verfügung stellen. Die Kultur wird missbraucht und insofern sind wir in Rheinland-Pfalz nicht weiter als vor 200 Jahren.

      Die Katholische Kirche ist trotz ihres Konservatismus in ihrer Entwicklungsgeschichte schon etwas weiter als die kommunistischen Regime. Papst Johannes Paul II. hat sich im Jahr 2000 für die Verbrechen entschuldigt, welche im Namen des Katholischen Glaubens begangen worden waren und sich damit auch zur Verantwortung der Kirche bekannt.

       
      • A. Dolf

        @Karl: Fast alles aus dem historischen Kontext gerissen und historisch verdreht, sorry! “Man kann diesen massiven Eingriff des Staates in das Recht auf freie Meinungsveräußerung nicht akzeptieren, wenn der Verfasser keine Verantwortung für die Wirkung seiner Schriften trägt.” Ach Sie sind für die Verbreitung rechter Hetzschriften, hab ich Sie da richtig verstanden!? Bitte lesen Sie noch mal die Gesetze zur freien Meinungsäußerung und deren Grenzen, dann werden auch Sie vielleicht den Unterschied zwischen den Texten von Marx und brauner Hetze erkennen, ich glaube fest an Sie!

         
        • Daniel Karl

          @A. Dolf: Sie unterstellen mir eine rechte Gesinnung? Dann muss ich Strafanzeige gegen Sie erstatten, erfahre vielleicht ihren richtigen Namen und veröffentliche ihn dann hier in diesem Forum. Ich vermute, dass Sie den Text nicht verstanden haben, kann mich aber auch täuschen. Ersetzen Sie einfach „rechte Hetzschriften“ durch „linke Hetzschriften“, vielleicht wird Ihnen dann klar, dass es nicht um politische Bewertungen geht.

           
          • UnsdümmerTrier...

            Meinungsfreiheit gilt nur für Sie, ist klar!

          • A. Dolf

            ja, wo bitte schön hab ich das getan, und was wäre daran eine Straftat, wenn dem so wäre? Ich hab nur gefragt, ob ich Sie richtig verstanden haben wegen der Verbreitung von Schriften, das impliziert ja Ihren Vorwurf nicht! Sie müssen schon das lesen, was da steht, nicht das was Sie hineinprojizieren. Aber lassen wir es gut sein. Ich wünsche Ihnen noch ein schönes Leben!

          • Lutz Berg

            Als CDUler drohen Sie hier Menschen, wenn Sie Ihre Meinung sagen mit Strafanzeigen, und dann noch für Dinge die Sie gar nicht gesagt haben!?

  4. UnsdümmerTrier...

    Ohne Marx würden Sie hier wahrscheinlich gar kein Kommentar offen abgeben können!

     
  5. UnsdümmerTrier...

    Natürlich ist er für sein Werk verantwortlich, aber nicht für die Interpretation seines Werkes durch einen Dritten. Und was war jetzt mit der französischen Revolution, da haben sie wohl mit Wattebäuschen geworfen, oder!? Marx mit rechten Hetzschriften zu vergleichen zeigt ein wirres Geschichtsbild! Und vor Marx haben die Adligen und die Oligarchen usw. die unteren Schichten immer ganz lieb und pädagogisch angefasst, gell!? Die durften auch richtig lang arbeiten, und die Kinder durften auch richtig malochen, ach war das schön!

    „An die Stelle der alten bürgerlichen Gesellschaft mit ihren Klassen und Klassengegensätzen tritt eine Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist.“ – MEW 4:482 Was ist daran falsch!?

    Sie sind also für eine Klassengesellschaft nach feudalem Muster, wo es die Oberen und die Niedrigen gibt, am liebsten noch einen Kaiser oder Führer, oder wie jetzt!?
    Marx legitimierte Gewalt nur dann, wenn es mit friedlichen Mitteln nicht ginge, und da müssten sie fast alle Revolutionen in der Geschichte verurteilen (siehe Französische Revolution), von denen Sie profitieren und heute ein weitgehend selbst bestimmtes Leben mit freier Meinungsäußerung führen können. Sie können Marx Werke nicht einfach aus dem historischen Kontext reißen und mit heutigen Maßstäben beurteilen. Niemand ist für Gewalt, doch von wem ging denn damals die Gewalt aus!? Wer betriebt den Sklavenhandel usw. Die russische und chinesische Interpretation seiner Schriften war nur eine mögliche Interpretation, deswegen gab es ja auch den Begriff “Real existierender Sozialismus bzw. Kommunismus”. Und ganz im Gegenteil sind diese Gesellschaften immer noch stärkere Klassengesellschaften als die westlichen! So und dann nochmal die Unterscheidungen:
    “Kommunismus (lateinisch communis ‚gemeinsam‘) ist ein um 1840 in Frankreich entstandener politisch-ideologischer Begriff mit mehreren Bedeutungen: Er bezeichnet erstens gesellschaftstheoretische Utopien, beruhend auf Ideen sozialer Gleichheit und Freiheit aller Gesellschaftsmitglieder, auf der Basis von Gemeineigentum und kollektiver Problemlösung.

    Zweitens steht der Begriff, im Wesentlichen gestützt auf die Theorien von Karl Marx, Friedrich Engels und Wladimir Iljitsch Lenin, für ökonomische und politische Lehren, mit dem Ziel, eine herrschaftsfreie und klassenlose Gesellschaft zu errichten.

    Drittens werden damit Bewegungen und politische Parteien (vgl. Kommunistische Partei) bezeichnet, die das Ziel verfolgen, Gesellschaften zum Kommunismus zu überführen bzw. solche Lehren praktisch umzusetzen.

    Viertens bezeichnet er – als von der ersten Bedeutung unterschiedene Fremdbezeichnung – daraus hervorgegangene Herrschaftssysteme. Das mächtigste dieser war die Sowjetunion, die mit ihren Verbündeten, den sogenannten Ostblockstaaten, zu Beginn des Kalten Krieges etwa ein Fünftel der Erdoberfläche beherrschte. In einigen dieser kommunistischen Parteidiktaturen (REALSOZIALISMUS!!!) kam es zu Massenverbrechen (etwa dem Großen Terror in der stalinistischen Sowjetunion der 1930er Jahre oder in der maoistischen Kulturrevolution in der Volksrepublik China in den 1960er und 1970er Jahren). Die meisten realsozialistischen Staaten brachen um das Jahr 1990 zusammen.”
    Der Begriff Kommunismus für eine dauerhaft sozial gerechte und freie Zukunftsgesellschaft wurde im 19. Jahrhundert geprägt. Nach Lorenz von Stein war der französische Revolutionär François Noël Babeuf der erste Kommunist.
    Maoismus: der den Marxismus-Leninismus mit der traditionellen chinesischen Philosophie des Konfuzianismus verbindet.Josef Stalin baute die Alleinherrschaft der Partei ab 1924 zur unumschränkten Macht ohne gesellschaftliches Korrektiv aus. Er entmachtete im internen Machtkampf in der KPdSU bis 1927 die „Linke Opposition“ um Leo Trotzki und Lew Borissowitsch Kamenew und erreichte damit die Alleinherrschaft. Die Bezeichnung „real existierender Sozialismus“ (kurz Realsozialismus) ist eine Eigenbezeichnung der ehemaligen oder bestehenden sozialistischen Gesellschaftssysteme mit meist einem Ein-Parteien-System und marxistisch-leninistischer Staatsideologie. Darunter werden vor allem die ehemaligen sozialistischen Länder der Warschauer Vertragsorganisation und des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (zum Beispiel die Sowjetunion und die Deutsche Demokratische Republik) verstanden. Dieser Terminus, der Selbst- und Fremdbezeichnung war, drückt zum einen aus, dass der Sozialismus tatsächlich existiere und zum anderen wird dieser Begriff auch kritisch verwendet, um eine Diskrepanz zwischen der Theorie und den tatsächlichen politischen Verhältnissen des Sozialismus/Kommunismus auszudrücken.

     
    • Daniel Karl

      @UnsdümmerTrier: Ich verzichte aus Zeitgründen darauf, ihr polittheoretischen Ausführungen und ihre Unterstellungen gegenüber meiner angeblichen Meinung zu kommentieren, möchte nur nochmal auf den eigentlichen Kern zurückkommen. Wenn ich Sie richtig verstehe, hat Marx Anteil daran, dass es heute bei uns Meinungsfreiheit gibt. Inhaltlich will ich diese Aussage nicht bewerten, allerdings schreiben Sie seinen Schriften dann doch eine Wirkung zu und sehen ihn auch als Verantwortlichen an. Sonst müsste ich Marx nicht danken, wenn er nicht verantwortlich ist. Sie können aber nicht auf der einen Seite die positive Wirkung seiner Schriften bejahen und die negative Wirkung sowie die Verantwortlichkeit verneinen. Da sollten sich dann zumindest für eine Grundhaltung entscheiden.

      Eine gewisse Ironie beinhaltet der Hinweis auf die Meinungsfreiheit allerdings, wird doch heute noch in China u.a. unter Beruf auf die Lehre von Marx die freie Meinungsäußerung unterdrückt.

       
  6. Det

    Ihr habt wirklich Sorgen!
    Gratulierte!

     

Hinterlasse einen Kommentar

* Eingabe erforderlich (Pflichtfelder). Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Die Angabe eines Klarnamens ist nicht erforderlich.