Konz für Respekt und Menschenwürde

KONZ/TRIER. ‟Rassismus und Faschismus sind keine Alternativen!” Unter diesem Motto steht am heutigen Samstag um 15 Uhr eine Demonstration auf dem Rathausplatz in Konz. Unterstützt von zahlreichen Politikern und Gruppen, die sich für den Frieden und ein soziales Miteinander einsetzen, setzen sich Konzer und Trierer Frauen und Männer mit dieser Veranstaltung für ein friedliches Miteinander der verschiedenen Kulturen ein.

‟Es gibt weltweit und auch in Deutschland viele komplexe Probleme und gute Gründe sich Sorgen zu machen: Soziale Kälte, Diskriminierung, Menschen leiden unter Krieg, Terror, Verfolgung, Ausbeutung, Armut, Hunger und die Zerstörung der Umwelt. Gegen all das müssen wir gemeinsam aufstehen‟, sagt Sarah Rosche, die als Pressebeauftragte gegenüber den Medien verantwortlich zeichnet.

Rosche: ‟Die sich europaweit ausbreitende „Identitäre Bewegung“ hingegen kennt keine Lösung für auch nur ein einziges dieser Probleme, aber sie ist sich ganz sicher wer Schuld hat: Menschen, die sie als “Fremde” ansehen, weil sie zufällig nicht hier geboren sind, und die unsere Partner*innen, Freund*innen, Verwandten, Nachbar*innen oder Kolleg*innen sind!”

Von Konz ausgehend versucht die Identitäre Bewegung (IB) seit 2013 in der Region rund um Trier immer wieder ihre Propaganda zu verbreiten. Und offenbar scheint es Menschen zu geben, die sich von den hetzerischen rechtspopulistischen Parolen, die die ‟IB‟ hauptsächlich durch Banner und Graffitis an öffentlichen Plätzen in Konz und Umgebung verbreitet, ansprechen lassen. Wobei sich die Faschisten nicht zu schade sind, ihre menschenverachtenden Parolen auch vor einer Grundschule zu platzieren.

In Konz leben seit Jahrzehnten verschiedenste Kulturen Tür an Tür, was die Stadt an Saar und Mosel zu einem bunten und weltoffenen Ort macht. Die Identitären versuchen, eine völlig unbegründete ‟Angst vor Überfremdung“ zu schüren und damit die Gesellschaft zu spalten. ‟Wir lassen sie damit nicht durchkommen. Es ist an der Zeit, ein Zeichen zu setzen gegen Rassismus, Intoleranz und Diskriminierung, für Zusammenhalt und Vielfältigkeit, für ein buntes Konz. Wir halten zusammen, stehen füreinander ein und lassen uns nicht von rassistischer Hetze auseinandertreiben‟, so Rosche. (tr)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Die Reporter-Meldungen Hinterlasse einen Kommentar

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