Konzert im Zeichen Richard Wagners

TRIER. Am 18. Januar steht um 20 Uhr im Theater Trier das 4. Sinfoniekonzert auf dem Programm. Das von GMD Victor Puhl geleitete Konzert steht ganz im Zeichen Richard Wagners.

Zu Beginn des Konzerts erklingen Vorspiel und Isoldes Liebestod aus “Tristan und Isolde”. Das Musikdrama, in dem Richard Wagner seine Kunst des Übergangs und die Idee der unendlichen Melodie verwirklicht, markiert auch im Hinblick auf die ihm eigene Harmonik – Ausdruck einer unaussprechlichen Sehnsucht – den Beginn einer neuen musikalischen Ära.

Es folgen Ausschnitte aus Götterdämmerung, dem letzten Teil der Tetralogie “Der Ring des Nibelungen”: Morgendämmerung, Siegfrieds Rheinfahrt und der Schlussmonolog der Brünnhilde Starke Scheite. Solistin ist die Sopranistin Bernadette Flaitz, Mitglied des Trierer Opernensembles, die in dieser Spielzeit in der Rolle der Giulietta in “Les contes d´Hoffmann” (Hoffmanns Erzählungen) am Theater Trier zu erleben ist.

Den Abschluss des 4. Sinfoniekonzerts bildet mit “Parsifal, an orchestral quest” eine von Henk de Vlieger, Schlagzeuger im Niederländischen Radiophilharmonie-Orchester, arrangierte sinfonische Version des Parsifal Richard Wagners. In seinem Spätwerk brachte Wagner seinen Kompositionsstil zur Perfektion. Durch die Leitmotivtechnik, der in “Der Ring des Nibelungen” noch eine ausgeprägte narrative Funktion zukommt, wird hier eine kontemplative Stimmung erzeugt. Henk de Vlieger verbindet die Orchester-Highlights des Bühnenweihfestspiels zu einem geschlossenen sinfonischen Werk und betont durch Symmetrie als formgebendes Element den rituellen Inhalt des Parsifal. (tr)


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