Kosten im Plan, Weihnachtsmarkt kann kommen

Der Deichkronenweg ist fast fertig, bis Dezember sollen bis Mitte Dezember alle Arbeiten bis hin zum Georg-Schmitt-Platz beendet sein. Fotos: Rolf Lorig

TRIER. Zufriedene Gesichter gab es am Mittwochmorgen bei einem Vor-Ort-Termin am Hochwasserdeich in Zurlauben. Baudezernent Andreas Ludwig (CDU) machte sich gemeinsam mit Projektleiter Alexander Hammel und Heinrich Krzywon von der SGD Nord, die mit als Bauherr fungiert, ein Bild von der aktuellen Situation. Alle sind sich einig: Die Baustelle wird schon bald Vergangenheit sein.

Eine Aussage, die insbesondere die Wirte des Viertels gefreut haben wird. Mit denen hatten die Verantwortlichen bereits abends zuvor zusammengesessen. Ludwigs frohe Botschaft an jenem Abend und an diesem Morgen: ‟Der beliebte Zurlaubener Weihnachtsmarkt vom 7. bis 10. Dezember wird ohne Einschränkungen stattfinden können.” Und: ‟Die geplanten Arbeiten am Georg-Schmitt-Platz werden wir dann etwas zurückstellen, damit hier nicht eine Baustelle auf die andere folgt.” Damit noch nicht genug: Auch die Staub- und Sichtschutzplanen, die aktuell von der Deichkrone aus noch den Blick auf die Mosel verwehren, sollen rechtzeitig zum kommenden Wochenende hin verschwinden. Stehen bleiben werden vorerst aber noch die Bauzäune an der Freitreppe, die Unfälle an dieser Baustelle verhindern sollen.

Führen letzte Gespräche vor Ort: Hugo Hellebrand (LP Engineering GmbH), Heinrich Krzywon (SGD Nord), Baudezernent Andreas Ludwig und der städtische Projektleiter Alexander Hammel. (von links) Fotos;: Rolf Lorig

Ende Oktober ist die Freitreppe fertig

Die Arbeiten an der Freitreppe werden noch ein wenig andauern. Das Unternehmen, das die einzelnen Elemente in München gefertigt hat, kam mit der Produktion nicht nach, was die Fertigstellung nun etwas nach hinten verlagert habe, erläuterte Ludwig. Im Großen und Ganzen ist die Treppe fertig. Was fehlt, sind noch Zwischenelemente, die die Treppe einfach begehbar machen. Die sind inzwischen vor Ort, werden nun mit einem Kran millimetergenau eingepasst. Parallel dazu erfolgt die Installation der Treppenbeleuchtung. Ende Oktober, da sind sich alle Akteure einig, kann die Freitreppe dann freigegeben und ihrer Nutzung zugeführt werden. Bis dahin sollen auch die Pflasterarbeiten am Deichkronenweg abgeschlossen sein.

Gut sieht es auch bei der Dammfußsicherung aus, die in dem stark geneigten Deichabschnitt zwischen der Kaiser-Wilhelm-Brücke und der Freitreppe installiert wird. Laut Auskunft des Baudezernenten ist die bis auf ein Element fertiggestellt. Das letzte Stück könne aber erst eingepasst werden, wenn alle Arbeiten an der Freitreppe abgeschlossen seien. Der Plan sehe vor, dass die leichtere Dammfußsicherung im weiteren Verlauf der Strecke bis zur Jugendherberge bis Anfang November fertig sein soll.

Auch die Arbeiten an der Hangwiese im Umfeld der Gastronomieterrassen sind in der Endphase. Ein Großteil der Böschung wurde neu eingesät und ist bereits grün. Lediglich an der Freitreppe fehlt noch ein Streifen. Der wird aber im Zuge der Fertigstellung eingesät. Vorgesehen ist auch, dass die Böschung im Abschnitt zwischen Freitreppe und ehemaligem Kabinenbahngebäude nach Fertigstellung der leichten Dammfußsicherung seine endgültige Form bekommen wird.

Das ehemalige Fischerdorf ist heute wieder ein städtebauliches Kleinod.

Verzögerungen konnten weitgehend aufgeholt werden

Natürlich habe es leider auch Verzögerungen gegeben, räumen Ludwig und die übrigen Verantwortlichen ein. Die waren teils witterungsbedingt, hingen mit den bereits erwähnten verspäteten Betonteile-Lieferungen, aber auch mit dem Zurlaubener Heimatfest zusammen. ‟Ein Großteil dieser Verzögerungen konnten wir aber kompensieren, sodass voraussichtlich bis Mitte Dezember alle Arbeiten im ersten Baufeld zwischen Georg-Schmitt-Platz und der ehemaligen Kabinenbahn beendet sein werden‟, so Ludwig. Soweit die Witterung im Winter es zulasse, solle die gesamte Maßnahme bis hin zur Jugendherberge bis zum Beginn der Freiluftsaison fertiggestellt sein.

Und die beste Nachricht zum Schluss: ‟Der anfangs geschätzte Kostenrahmen von rund fünf Millionen Euro (90 Prozent trägt das Land; Anm. d. Red.) wird nach aktueller Kostenverfolgung eingehalten.” (rl)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Gesellschaft 5 Kommentare

5 Kommentare zu Kosten im Plan, Weihnachtsmarkt kann kommen

  1. Alex L

    Wow
    Im Zeit und Kostenrahmen und dann siehts noch klasse aus!
    Welche Firma macht das denn alles?

     
  2. Linda Kretzschmar

    Hallöchen

    Bin 1972 aus beruflichen Gründen seiten meines Mannes
    Von Trier nach Mosbach in Baden Württemberg gezogen
    Lese aber vieles von Trier und freue mich das Zurlauben so
    schön geworden ist
    Sollte ich es einrichten können werde ich den Weihnachtsmarkt
    besuchen und mir das Fischerdorf an schauen
    L.G. von Linda

     
  3. Kraffz, Wolfgang

    Und wieder einmal kein Wort über die Leute die dafür in unzähligen Überstunden gearbeitet haben.Schade.

     
    • V. Clemens

      Warum Überstunden? Falsch kalkuliert? Oder Personalansatz des Unternehmers zu gering?
      Oder nur, wie im Bauhauptgewerbe üblich, Stunden für den Winter angesammelt?

       
  4. Thomas Pätz

    Ich sehe gerade die Augen der kleinen Kinder der Arbeiter vom Zurlaubener Ufer vor mir…die sehen ihren Papa kaum, weil er 12-14 Stunden täglich arbeitet. Morgens wegfährt, bevor sie aufwachen und abends heimkommt, wenn sie schon fast im Bett sind. Ich rede von einem Fall, der mir persönlich bekannt ist. Trotzdem ist der Kleine stolz auf seinen Papa, weil er Bauarbeiter ist…zurecht!

     

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