Krankhaftes Übergewicht in den Griff bekommen

TRIER. Am Donnerstag, dem 4. Mai April findet um 18:00 Uhr ein Informationsabend zum Thema Übergewicht/Adipositas statt. Zum Anlass des nationalen ‟Save-a-Life“-Aktionsmonats Mai für eine bessere Adipositas-Therapie referieren die Leiterin des zertifizierten Adipositaszentrums Prof. Dr. med. Dorothee Decker und die Ernährungsberaterin/DGE Ute Heinrich im Konferenzraum, Feldstraße 16. Der Eintritt ist frei. Themen sind die Umstellung der Ernährung sowie die Voraussetzungen und Möglichkeiten der leitliniengerechten operativen Behandlung der Adipositas.

Krankhaftes Übergewicht, in Fachkreisen Adipositas genannt, ist in Deutschland nicht als Krankheit anerkannt, obwohl die Weltgesundheitsorganisation WHO Adipositas ganz klar als Krankheit klassifiziert. Laut statistischem Bundesamt steigt die Zahl der extrem Übergewichtigen in Deutschland stetig. ‟Das fehlende Wissen der Betroffenen über den Zusammenhang zwischen Adipositas und Folgeerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Schlafapnoe und Entstehung von Krebserkrankungen u.a. lassen diese erst dann zu Ärzten gehen, wenn die Begleiterkrankungen bereits weit fortgeschritten sind“, berichtet Prof. Dr. Dorothee Decker, Leiterin des zertifizierten Adipositaszentrum am Trierer Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen. ‟Die primäre Behandlung der Adipositas besteht in einer konservativen multimodalen Therapie. Es ist wichtig für unsere Patienten, dass Sie einen Zugang zu diesem multimodalen Behandlungsansatz haben. Hierzu gehören Ernährungsberatung, Bewegungstherapie und eine psychologische Betreuung. Bringt die konsequente konservative Therapie keinen Erfolg, so ist bei entsprechenden Begleiterkrankungen eine operative Behandlung der krankhaften Adipositas medizinisch notwendig. Wir sehen an wissenschaftlichen Studien, dass die operative Therapie für viele Patientinnen und Patienten sehr viele Vorteile bringt.

In dem Trierer Zentrum für Adipositas- und metabolische Chirurgie behandelt das interdisziplinär erfahrene und hochqualifizierte Team an Ärzten, Therapeuten sowie Pflegekräften nach diesem vielschichtigen Ansatz. Als erstes und einziges im Landeskrankenhausplan anerkanntes adipositas-chirurgisches Zentrum in Rheinland-Pfalz besteht die Möglichkeit eines operativen Eingriffes zur Gewichtsreduktion. ‟Diese Eingriffe sind dabei keineswegs als Schönheitsoperation zu verstehen“, betont Prof. Decker. ‟Vielmehr sind diese Operationen für Patienten gedacht, die bereits in der multimodalen Behandlung ihren Willen unter Beweis gestellt haben, wirklich abnehmen zu wollen. Diese sollen dadurch bei ihrem Weg der Gewichtsreduktion langfristig unterstützt werden.“ (tr)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Die Reporter-Meldungen Hinterlasse einen Kommentar

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